Für die Kinder von J.R.R. Tolkien war der Weihnachtsmann nicht nur deshalb so besonders wichtig und aufregend, weil er ihnen am Heiligen Abend immer die Strümpfe mit Gaben füllte -- er schrieb ihnen auch jedes Jahr einen Brief. Darin berichtete er mit Worten und feinen Zeichnungen über Schneewehen am Nordpol, die jüngsten Dummheiten seines Freundes, des Polarbärs, oder unverhofft aufgetretene Hindernisse der Geschenkzustellung.

Natürlich ahnten die Kinder nach einigen Jahren, dass nicht tatsächlich der Weihnachtsmann, sondern ihr Vater hinter den Briefen steckte, aber dennoch freuten sie sich jedes Jahr auf den Brief. Denn wenn sie den schneebstäubten Umschlag, der die Freimarken der Nordpolpost trug, am Weihnachtsmorgen irgendwo im Haus fanden, begann für die Tolkiens eine besinnliche Zeit.
Aber genau diese Besinnlichkeit scheint in der heutigen Zeit immer mehr profanen Angelegenheiten zu weichen. Job, Studium, Schule, Konsumrausch oder Geschenkebesorgungsstress vertilgen oftmals die Zeit, die dem Staunen, der Neugier, der Vorfreude, der Ruhe und Besinnung im Kreise seiner Lieben gewidmet sein sollte.
Wir wünschen Euch und Euren Angehörigen ein zauberhaftes Weihnachtsfest mit vielen glücklichen, Kraft spendenden Momenten, die Euch vielleicht zumindest für einen kurzen Augenblick zurück in Eure Kindheit entführen, um Weihnachten als das wahrnehmen zu können, was es sein sollte: Das Fest der Liebe, der Nähe und der Herzenswärme. Und denkt immer dran: Die Währung des Nordpols sind Küsse!
Euer Team von www.herr-der-ringe-film.de