Wir haben bereits über die Klage gesprochen, über die nun auch Spiegel.de berichtet und die ganz Hollywood in Aufruhr versetzt. Der exzentrische Peter Jackson behauptet, das Filmstudio New Line Cinema habe ihn betrogen und für die Verfilmung der Tolkien-Trilogie bis zu 100 Millionen Dollar zu wenig gezahlt.
In der Klage wirft Jackson der Time-Warner-Tochter New Line vor, ihm zu wenig für die Rechte an der Vermarktung von DVDs, Büchern, Spielen, Figuren und anderen "Ringe"-Nebenprodukten bezahlt zu haben. Jackson nenne in der Klageschrift zwar keine genaue Summe, schreibt die "New York Times". Seine Anwälte gehen aber der Zeitung zufolge davon aus, dass der Regisseur um bis zu 100 Millionen Dollar geprellt worden sein könnte.
Jackson beschuldigt New Line, die Rechte für die "Ringe"-Folgeprodukte in einem "geschlossenen" Bieterverfahren vor allem an andere Tochterfirmen von Time Warner weitergereicht zu haben - etwa an Warner Brothers International, Warner Records und Warner Books. Wären die Rechte in einem offenen Bieterverfahren auf dem freien Markt vergeben worden, so die Argumentation, hätte dies den Gesamtumsatz mit "Ringe"-Rechten steigern können. Auch Jacksons Bezahlung, die sich nach den Umsatzzahlen richtet, wäre dann höher ausgefallen.
Richard Socarides, ein Sprecher von New Line, sagte: "Wir stimmen mit der Klage keineswegs überein und werden uns energisch verteidigen." Ein Rechtsanwalt, der New Line vertritt, warf Jackson "eine gewisse Fressgier" vor: "New Line hat ihm bereits so viel Geld überwiesen, dass man damit Bagdad wieder aufbauen könnte, aber es reicht ihm immer noch nicht."
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(Danke an Kaihoro.de)