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Die Chroniken der Trilogie

Die Entstehung einer Idee (1995 – 1996)

1995

Nach Abschluß der Dreharbeiten zu THE FRIGHTENERS mit Michael J. Fox sinniert Peter Jackson mit seine Frau Fran Walsh darüber, was man wohl als nächstes machen könnte. Peters Traum war es schon immer gewesen eine Neuverfilmung des Riesenaffen-Epos KING KONG auf die Leinwand zu bringen, einem Film der ihn als Kind so beeindruckt hatte, dass er ihn sich Dutzende Male angesehen hatte. Peter geht also zu seinem langjährigen Freund und Kollegen Richard Taylor und erzählt ihm von seiner Idee.

Die Rechte für KING KONG liegen zu der Zeit schon seit Jahren bei Universal Pictures, also muss man die Produktionsfirma in Hollywood nur noch davon überzeugen, dass die kleine neuseeländische Effekte-Schmiede Weta Workshop das Potential hat, diesen Film auch zu realisieren. Die Bosse bei Universal Pictures sind auch offen für Peters Idee und spornen ihn an, alle Vorbereitungen zu beginnen. Richard Taylor heuert also ein paar Spezial-Effekt-Spezialisten an und die beginnen in Wellington sofort mit den ersten Entwürfen für KING KONG. Skulpturen und Modelle werden gebaut, Computerprogramme entwickelt und mit verschiedenen Effekten experimentiert. Einige Monate vergehen und in den Hallen von Weta sammeln sich unzählige Modelle von diversen Riesenaffen und Dinosauriern.

1996

Die Monate vergehen und in Hollywood bahnt sich ein Riesenmonster-Film-Wettrennen an. Denn plötzlich plant Walt Disney den Film MEIN GROSSER FREUND JOE von King-Kong-Schöpfer Merian C. Cooper neu zu verfilmen und Roland Emmerich hat die Idee das japanische-Urmonster GODZILLA auf der Leinwand zu neuem Leben zu erwecken. Nach ganzen acht Monaten Vorbereitungszeit geht bei Peter ein Anruf von Universal Pictures ein. Das Projekt sei erst einmal gestorben. Zu viele andere Riesenmonster-Filme seien derzeit in Planung.

Dies ist sowohl für Peter Jackson als auch für die Weta-Mitarbeiter eine große Enttäuschung. Peter und seine Partnerin Fran Walsh klappen also die KING-KONG-Drehbücher wieder zu und fast aus Trotz beschließen sie eine andere Mega-Produktion auf die Beine zu stellen. "Ich dachte mir, wir könnten doch so was im Stil von Der Herr der Ringe machen", erinnert sich Peter Jackson, "wenig später dachte ich, Moment mal, warum eigentlich nicht den Herr der Ringe selbst verfilmen?"

Wenige Stunden später sitzen Peter und Fran zusammen mit Richard Taylor bei einer Portion Fish-and-Chips auf dem Wohnzimmer-Teppich der Jacksons. Peter erläutert Richard seine Idee ausführlich. Nach der Absage von Universal ist der auch sofort Feuer und Flamme. Nun muss nur noch ein Geldgeber gefunden und die rechtliche Frage geklärt werden. Peter erinnert sich an die guten Erfahrungen, die er mit Harvey und Bob Weinstein von Miramax gemacht hat und klingelt gleich mal bei denen durch, ob sie Interesse hätten den HERRN DER RINGE zu verfilmen. Jacksons Vorschlag hat aber einen Haken, er will die gesamte Handlung der Geschichte in zwei Kinofilme unterteilen.

Die Weinstein-Brüder hätten fast abgelehnt, wenn sie nicht genau zu dieser Zeit den Film DER ENGLISCHE PATIENT produziert hätten, und wie der Zufall es so will, war der Geldgeber für diesen Film Hollywood-Mogul Saul Zaentz, der Geschäftsführer von Tolkien Enterprises und Besitzer der Filmrechte für DER HERR DER RINGE. Eins kam zum anderen und die Weinsteins sagen Peter Jackson zu.

Regisseur Peter Jackson ist sich im Klaren, dass eine Verfilmung des größten Fantasy-Epos aller Zeiten nur mit einem exzellenten Drehbuch funktionieren wird. Da er zusammen mit seiner Frau Fran bereits 1994 für das Drehbuch von HEAVENLY CREATURES für den Oscar nominiert worden war, traut er sich durchaus zu, auch diesmal wieder zusammen mit Fran ein brauchbares Drehbuch abliefern zu können. Sofort setzen sich Peter und Fran an die beiden Drehbücher für DER HERR DER RINGE. Außerdem bietet Peter den Mitarbeitern von Weta an, dass sie das komplette Design, alle Effekte und die gesamte Gestaltung des Films übernehmen können. Dieser Funke entfacht neue Euphorie bei den Filmemachern. Sofort bestellt Peter alle verfügbaren Bildbände, Kalender und Bücher. Vor allem die Zeichungen der Tolkien-Designer Alan Lee, John Howe und Ted Nasmith sprechen ihn an. Ihm kommt die Idee, dass diese bekannten Tolkien-Künstler dem Film genau den richtigen Look verpassen könnten. Er schickt also allen dreien ein Paket mit Entwürfen, ein paar Videos seiner bisherigen Filme und einem persönlichen Brief mitsamt Einladung nach Neuseeland. Ted Nasmith lehnt ab, da er sich nicht vorstellen kann für so lange Zeit nach Neuseeland zu ziehen, aber John Howe und Alan Lee sagen zu.

Es folgen 700 Tage harter Arbeit. Die Weta Crew erschafft unzählige Designs, Zeichnungen, Test-Requisiten, Monster und Effekte, während sich Peter und Fran auf das Drehbuch konzentrieren.

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