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Die Chroniken der Trilogie

Die Kameras rollen (1999)

Januar 1999

Die Überarbeitung der ersten beiden Drehbücher ist abgeschlossen und Peter, Fran und Philippa setzten sich ans Drehbuch für DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS. In der neuseeländischen Zeitung „The Evening Post“, jener Zeitung bei der Peter Jackson seine Ausbildung genossen hat, erscheint eine große Anzeige. Statisten für ein geheimes Filmprojekt wurden gesucht. Sie müssen entweder klein sein, oder groß und stämmig und gut reiten können. Wer damals schlau war, hat bereits geahnt, dass es sich um ein Casting für die Verfilmung des HERRN DER RINGE handelt und ist heute im Film zu sehen.

Februar 1999

Ein Wispern und Flüstern ist in den Straßen von Wellington zu hören und das Geheimnis ist bereits kein Geheimnis mehr. Jeder Einwohner hat von Jacksons Filmprojekt gehört und so strömen Tausende zu den Statisten-Castings in der Hauptstadt.

April 1999

Nachdem die neuseeländische Tageszeitung „The Herald“ verdächtige Aktivitäten auf einer privaten Farm zwischen Matamata und Karapiro beobachtet hat, taucht erste Fotos und Videoaufnahmen von einem der Sets in der Presse auf. In einem versteckten Tal auf der Nordinsel Neuseeland entsteht das Auenland.

Am letzten Wochenende des April beginnt das Vorsprechen für 15.000 Statisten.

Mai 1999

Es ist wieder das Internet, das von vermeintlichen Insider-Informationen nur so übersprudelte. Da mischen sich echte Neuigkeiten mit Hirngespinsten und für Laien wird es schwer, diese auseinander zu halten. Auf einigen Fan-Seiten taucht das Gerücht auf, Elijah Wood werde den Frodo spielen. Andere Besetzungsgerüchte um Sean Connery, Keanu Reeves und Warwick Davis sollen sich später nicht bewahrheiten. Gegen Ende des Monats macht das Gerücht die Runde Ian McKellen habe für die Rolle des Gandalf vorgesprochen.

9. Juni 1999

In einer nie vorher da gewesenen Aktion geht aufgrund der großen Nachfrage an diesem Sommertag die offizielle Website zum Film unter der Adresse www.lordoftherings.net online, fünf Monate vor Drehbeginn und zweieinhalb (!) Jahre vor Kinostart des erste Films. Auf der Internetseite gibt es nicht viel mehr zu sehen als einen Titel-Schriftzug und neun Design-Entwürfe. Aber diese neun Entwürfe lassen den Fans den Atem stocken. Sie zeigen bereits Schlüsselszenen, wie die Schlacht um Helms Klamm, die Argonath oder den Balrog. Aber obwohl man kaum etwas auf den Bildern erkennen kann, schließlich wollte Jackson nicht gleich zuviel preisgeben, sind die Fans begeistert. Ihr Misstrauen wandelt sich in Vertrauen.

Auf der anderen Seite der Welt, in Neuseeland, läuft währenddessen die Location-Suche auf Hochtouren. Immerhin sollen den Kinozuschauern epische Landschaften geboten bekommen, die den Beschreibungen von Tolkien entsprechen.

8. Juli 1999

An diesem heißen Tag schaut im versmokten Los Angeles der junge Schauspieler Elijah Wood mit seiner Agentin bei New Line Cinema vorbei. Er hatte ein eigens gedrehtes Bewerbungsvideo nach Neuseeland geschickt und nach einigen Casting-Tests war Jackson so begeistert, dass er ihn unbedingt für die Hauptrolle haben will. Im klimatisierten Büro nimmt Elijah schließlich einen Stift zur Hand und unterschreibt den Vertrag für die Rolle, die ihn für immer prägen soll: Frodo Beutlin.

Wenige Tage später werden auch Sean Astin für Sam, Ian McKellen für Gandalf und Sir Ian Holm für Bilbo zusagen. Außerdem wird die Rolle des Waldläufers Aragorn mit dem Iren Stuart Townsend besetzt.

August 1999

Seit einem Jahr befinden sich die Fans nun im Ring-Fieber. Besonders quälend ist die Tatsache, dass die Dreharbeiten immer noch nicht begonnen haben, es kaum Bilder gibt, von Fotos ganz abgesehen und es noch über zwei Jahre dauern wird, bis der erste Teil endlich in die Kinos kommt. Den Fans bleibt nichts anderes übrig, als weiterhin über Gerüchte rund um die Besetzungsliste zu plaudern.

Mitte August verbreitet sich das Gerücht, dass Liv Tyler sich für die Rolle der Elbe Arwen im Gespräch befände. Diese Meldung wird später von Produzent Michael DeLuca bestätigt.

Es wird ebenfalls bekannt gegeben, dass Christopher Lee den weißen Zauberer Saruman spielen wird.

Ian McKellen, Elijah Wood und Sean Astin besuchen Peter Jackson in Wellington um sich einen Eindruck der Designs und Kulissen-Entwürfe zu machen.

September 1999

Ein englischer Fan trifft den Schauspieler John Rhys-Davies am Londoner Flughafen. Rhys-Davies erzählt ihm, dass er für die Rolle des Zwergen Gimli zugesagt hätte. Harry von Ain´t It Cool News ergänzt die Neuigkeit durch die Mitteilung, dass Orlando Bloom als Legolas unterschrieben habe. Und die führende Sean-Bean-Website berichtet, dass der Schauspieler für die Rolle des Boromir zugesagt hat. Nun sind die wichtigsten Rollen besetzt, aber dies wurde auch langsam Zeit in Anbetracht der Tatsache, dass am 11. Oktober die Dreharbeiten beginnen sollen.

24. September 1999

Die Hobbits befinden sich bereits in Wellington und trainieren täglich für ihre Rollen. Jeden Morgen geht es ins Fitnessstudio und danach zum Sprachtraining. Am Nachmittag müssen sie in der Kostümabteilung für die Schneider maßstehen.

11. Oktober 1999

Was für ein magischer Tag. Es scheint fast so, als habe Peter Jackson zeremoniell das Tor nach Mittelerde geöffnet. Auf dem Mount Victoria, einem kleinen bewaldeten Hügel mitten in Wellington, beginnen bei herrlichem Wetter die Dreharbeiten für DER HERR DER RINGE. Mit den Schauspielern Elijah Wood (Frodo), Dominic Monaghan (Merry), Billy Boyd (Pippin) und Sean Astin (Sam), einem Ringgeist, einem Haufen Insekten und einer künstlichen Baumwurzel wird an diesem Tag eine der spannensten Szenen des ersten Films gedreht. Einem neuseeländischer Paparazzi gelingt es, das Nazgûl-Pferd am Rande des Sets abzulichten.

Obwohl die Dreharbeiten an diesem Tag gut angelaufen sind, ahnt niemand, dass die Filmemacher ein großes Problem haben. Denn Peter Jackson ist unzufrieden mit Aragorn-Darsteller Stuart Townsend. Hatte ihn der Ire beim Casting noch überzeugt, passt er nun so gar nicht mehr in die Rolle des Waldläufers. Wenige Tage vor Drehbeginn wird Townsend gefeuert nun Jackson steht ohne Aragorn da. In einer offiziellen Stellungnahme wird es später heißen, es hätte künstlerische Differenzen gegeben.

14. Oktober 1999

Noch immer wurde kein Ersatz für Aragorn gefunden, doch Peter Jackson möchte unbedingt Viggo Mortensen für die Rolle des Waldläufers gewinnen. Mortensen ist nicht sehr begeistert von der Idee für über ein Jahr nach Neuseeland zu ziehen.

15. Oktober 1999

Auf dem militärischen Gelände von Fort Dorset bei Wellington werden die Außenkulisse des Dorfes Bree errichtet, während Viggo Mortensen von seinem Sohn Henry überredet wird, unbedingt die Rolle des Waldläufers anzunehmen. Mortensen ruft kurz darauf in Neuseeland an und sagt zu. Sofort packt er seine Sachen, um nur einen Tag später im Flieger nach Neuseeland zu sitzen.

16. Oktober 1999

Um Mitternacht beginnen in Fort Dorset die ungemütlichen Außenaufnahmen für die Bree-Szenen. Das gesamte Gelände wird unter Schlamm gesetzt und zusätzlich mit Regenmaschinen von oben besprüht.

Während die Schwarzen Reiter in die Stadt einreiten, befindet sich Aragorn hoch über den Wolken, um den Hobbits zu Hilfe zu eilen.

19. bis 30. Oktober 1999

Kurz nachdem Viggo Mortensen in Wellington eingetroffen ist, wird mit ihm in den Innenstudios der Kampf an der Wetterspitze gedreht. Dann folgt die Begegnung mit den Hobbits im „Tänzelnden Pony“ in Bree.

Zwei gigantische Bäume werden einige Tage später von der Filmcrew in ihre Einzelteile zerlegt und zum Harcourt Park, nur etwa 30 Minuten Autofahrt nördlich von Wellington, gebracht. Im Park werden die Bäume wieder zusammengesetzt und so präpariert, dass sie später von Sarumans Orks ohne Probleme und auf Kommando umgerissen werden können.

Viele neuseeländische Soldaten, die als Statisten für mehrere große Kampfszenen eingesetzt werden sollten, müssen wegen ihres Einsatzes im Zuge der Friedensmission in Ost-Timor ausscheiden. Dies führt zu einer erneuten Darstellersuche am Ende des Monats.

Bei den Dreharbeiten auf der Keeling Farm in Manukau wo die vier Hobbits im letzten Moment die Bockenburg-Fähre erreichen, schießt das Stuntpferd des Nazgûl bei den nächtlichen Dreharbeiten über den Steg hinaus und landet im See, der zum Glück nur knietief ist. Pferd und Reiter kommen unverletzt und mit einem Schrecken davon.

31. Oktober 1999

Peter Jackson feiert am Filmset Geburtstag. Schauspieler und Crew überraschen ihn mit einer großen Torte. Gedreht wird nachts die Flucht der Hobbits zur Bockenburg-Fähre am Mount Victoria in Wellington.

7. November 1999

Die 2nd Unit Filmcrew unter Regisseur John Mahaffie begibt sich für einige Landschaftsaufnahmen auf die Südinsel nach Wanaka, Queenstown. Noch ahnt niemand, dass dieser November 1999 ein unglücklicher Monat für die gesamte Produktion werden wird.

11. bis 13. November 1999

Drei Nächte lang werden die Bewohner in der Nähe des Harcourt Parks bei Wellington durch seltsame Geräusche wach gehalten. Sie ahnen nicht, dass Orks die Bäume Isengarts umreißen, um die Feuer des Orthanc zu schüren.

15. November 1999

Nördlich von Wellington beginnen die Bauarbeiten für ein großes Set, das im zweiten Teil als die Festung von Helms Klamm zu sehen sein wird.

Peter Jackson, die Schauspieler und fast die gesamte Crew folgen der 2nd Unit nach Queensland auf die Südinsel und schlagen in der Nähe von Te Anau ihre Hauptquartier auf. In den kommenden Tagen soll am Lake Wakatipu die Ankunft der Gefährten an den Rauros-Fällen und in Wanaka die Verfolgungsjagd zur Bruinen-Furt abgefilmt werden.

Doch das Wetter spielt nicht mit. Durch rekordverdächtige Regenfällen kommt es überall rund um Queenstown zu massiven Überflutungen. Die Amon-Hen-Kulissen am Lake Wakatipu werden durch die Überschwemmungen fortgerissen und die Filmcrew, die am Lake Te Anau in Wanaka die Verfolgungsjagd für Arwen und die Nazgûl vorbereitet, wird durch die Wassermassen fast eingeschlossen und muss evakuiert werden. Eigentlich hatte die Filmcrew für diesen Fall vorgesorgt und in einem Lagerhaus in der Nähe ein Innenstudio errichtet. Doch der Regen ist so massiv, dass die Straße zu dem improvisierte Filmstudio durch die ansteigenden Flüsse nicht passierbar ist.

Und der Regen nimmt kein Ende. Schauspieler und Crew beteiligten sich an den Evakuierungsmaßnahmen und helfen der lokalen Bevölkerung Sandsäcke zu schleppen. Abends verbringen sie ihre Zeit mit gemütlichen Literaturlesungen in den örtlichen Pubs.

17. November 1999

Regisseur Peter Jackson nutzt die drehfreie Zeit, um ein großes Casting für Reiter und Pferde zu veranstalten. Gesucht werden nordisch aussehende Männer, die als Rohirrim vor der Kamera reiten sollen.

18. November 1999

Als Peter Jackson sich entscheidet gegen Ende der Woche doch noch eine Wanderszene mit Aragorn und den Hobbits zu drehen, fängt es mitten im Sommer an zu schneien und die Dreharbeiten müssen erneut abgebrochen werden. Es scheint fast so, als wolle eine finstere Macht die Hobbits daran hindern, nach Mordor zu gelangen.

19. November 1999

Die Crew und die Schauspieler bekommen aufgrund des schlechten Wetters einen freien Tag.

20. bis 30. November 1999

Endlich lassen die Regenfälle nach und die Sets können provisorisch repariert werden. Mit einer Woche Verzögerung beginnen die Dreharbeiten.

Bei Nieselregen wird in Wanaka die Verfolgungsjad mit Arwen-Darstellerin Liv Tyler gedreht, die sich in Drehpause mit Wärmflaschen warm hält. Gegen Ende des Monats bekommt Liv Tyler wohlverdienten Urlaub und fliegt zurück nach New York. Als sie im Flugzeug gefragt wird, an was sie sich am meisten erinnert, antwortet sie: „Regen!“

Und am westlichen Ende des Wakatipu-Sees, werden an einem Ort namens Paradise wichtige Szenen für das Ende des ersten Films gedreht. Die Ankunft der Gefährten am Amon Hen und der Tod von Boromir (Sean Bean).

Der erste Drehtag für Orlando Bloom! In der Bergkette The Remarkables nur zwei Kilometer von der Stadt Queenstown entfernt wird am Lake Alta gedreht: Die Gefährten trauern im Schattenbachtal um Gandalf. Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Schauspieler zu diesem Zeitpunkt Ian McKellen noch nie in seinem Gandalf-Kostüm gesehen haben, denn für ihn haben die Dreharbeiten noch nicht begonnen.

24. November 1999

Mini-Innenstudio bei Queenstown: Dramatischer Dialog zwischen Sam und Frodo an der gewundenen Treppe bei Minas Morgul. Frodo sagt seinem Freund, dass er ihn nicht weiter begleiten soll und nach Hause gehen. "Nein, Sam. Du bist es. Es tut mir Leid". Sams Antwort unter Tränen wird erst ein Jahr später im November 2000 gefilmt.

Dezember 1999

Hochsommer in Neuseeland. Am Haywards Hill in Lower Hutt wird gehämmert, gesägt und gestrichen. Die Hornburg nimmt langsam Formen an.

8. Dezember 1999

Am Hobbingen-Set bei Matamata beginnen die ersten Aufnahmen des Auenlandes. Co-Regisseur John Mahaffie dreht sogenannte Panorama-Shots und einige Szenen mit Hobbit-Statisten.

10. Dezember 1999

Mit über 100 Stuntmen in Uruk-hai Rüstungen wird bei brennender Hitze auf der Südinsel bei Closeburn die Endschlacht für den ersten Teil gedreht. Viele der "Stuntmen" sind Frauen, da diese die Hitze unter den dicken Kostümen besser vertragen können.

11. Dezember 1999

Die Filmemacher haben den ehemaligen Amon Hen Wald bei Paradise in den Waldrand des Goldenen Waldes Lothlórien verwandelt. Tausende goldene Blätter wurden auf dem Waldboden verstreut. Für die Ankunft der Helden in Lorien wird eine aufwendige Verfolgungsjagd inszeniert, die niemals im Film zu sehen sein wird. In der ursprünglichen Filmfassung fliehen die Gefährten vor Moria-Orks in den Goldenen Wald und werden in letzter Sekunde von Haldir (Craig Parker) und seinen Männern gerettet.

Immer wieder unterbricht starker Regen die Dreharbeiten

Am Amon-Hen-Hochsitz, nur wenige Hundert Meter entfernt, werden weitere Uruk-hai-Kampfszenen gedreht.

12. Dezember 1999

Die anderen Hauptdarsteller gehen ebenfalls in den Urlaub und fliegen zu ihren Familien, um mit ihnen gemeinsam die Weihnachtstage zu verbringen.

16. Dezember 1999

Bei den Bauarbeiten an Helms Klamm wird einer der Arbeiter verletzt und muss ins örtliche Krankenhaus gebracht werden.

22. Dezember 1999

Endlich können auch die restlichen Crew-Mitglieder ihren wohlverdienten Weihnachtsurlaub antreten. Die gesamte Filmproduktion wird bis Anfang 3. Januar ruhen.

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