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Das Effekte-Special

Kreaturen aus der Datenbank

Seit November 1997 bereits arbeitet die Weta-Digital-Crew rund um Visual-Effect-Producer Charlie McClellan an den digitalen Effekten für die Ringtrilogie und für sie alle bedeuten vor allem die künstlichen Lebewesen eine nie da gewesene Herausforderung. Insgesamt zwölf wichtige Kreaturen gibt es im HERRN DER RINGE, auf die sich die Computer-Crew konzentrieren muss. Fünf davon, unter ihnen den Höhlentroll und der Balrog, konnte man bereits im ersten Teil bewundert.

Bei allen Kreaturen ging die Weta-Digital-Crew ähnlich vor: Nach den Entwürfen von Tolkien-Künstler John Howe wurden zunächst Modelle in verschiedenen Maßstäben angefertigt. Diese Modelle wurden dann mit einem 3-D-Scanner-System abgetastet und die Daten an einen Computer weitergeleitet. Digitalkünstler konnten anschließend an den Bewegungen der Kreaturen arbeiten. Ein bewegliches Wireframe-Skelett wurde eingerichtet, das dann mit Muskelstrukturen und verschiedenen Hautschichten überzogen wird. Peter Jacksons Anforderungen an das Endergebnis waren dabei enorm hoch.

Um dem Troll das Laufen beizubringen wurde eine Kombination aus herkömmlicher Animation und komplizierter Motion-Capture-Technik verwendet. Motion-Capturing ist ein Verfahren, bei dem ein Schauspieler in einem Datenanzug steckt, der jede Bewegung aufzeichnet und das Bewegungsmuster an den Computer sendet. WETA-Digital hat dieses Verfahren verbessert um flüssige, dynamische Bewegungen zu erzeugen. Peter Jackson wollte von Anfang an einen computergenerierten Look verhindern.

An dem wohl komplizierteste digitale Geschöpf wird zur Zeit noch mit viel Eifer gearbeitet. Den schleimigen Höhlenbewohner Gollum konnte man im ersten Teil nur kurz erahnen. Erst im zweiten Teil DIE ZWEI TÜRME wird diese Kreatur voll zur Geltung kommen. Ein Geschöpf, dass zu den Hauptpersonen stößt und mit ihnen den Rest des Abenteuers bestreitet. Da reicht es natürlich nicht aus, nur eine kurze Sequenz, wie etwa beim Höhlentroll, zu gestalten. Die Weta-Künstler müssen Charaktereigenschaften auf Gollum übertragen, die sich qualitativ von denen der Schauspieler nicht unterscheiden dürfen. Besonders schwierig vor allem wegen der Schizophrenie des Charakters, die ständig schwankt zwischen dem bösen Monster Gollum und dem eingeschüchterten Hobbit Sméagol, Gollums alter Ego. "Gollum wird eine der hochentwickeltsten digitalen Kreationen sein, die man bisher gesehen hat", verspricht Richard Taylor. "Man kann alle alten Vorstellungen von CG-Kreationen über Bord werfen, denn Gollum wird alles in den Schatten stellen." Kein Wunder, denn Gollum ist der Liebling der Digitalabteilung. Jon Labrie erinnert sich, dass viele der Digitalkünstler bei ihrer Bewerbung bereits erzählt hätten, dass es ihr Lebenstraum sei, an Gollum zu arbeiten. "Ich habe den Roman sechs oder sieben Mal als Kind gelesen. Und auch während unserer Arbeit habe ich ihn noch ein paar Mal gelesen. Aber wir haben Leute bei der Produktion die sind noch viel verrückter. Es ist sehr gut sie dabei zu haben. Sie bringen bedingungslose Begeisterung in die Arbeit ein."

Damit Gollum realistisch wirkt, wurde ein Drahtgittermodell von seinem Körper entworfen, das auf organischen Muskeln und Knochen basiert. Die WETA-Künstler studierten unzählige Anatomie-Lehrbücher, um realistische Gewebestrukturen und Muskelverläufe zu entwickeln. Der Zuschauer sollte unter der blassen, ausgemergelten Haut die Muskeln und Knochen erkennen können. "WETA hat Unmengen mathematischer Codes für Gollum entwickelt", erzählt Peter Jackson, "Codes für die Körperform, neue Haut-Codes, neue Muskel-Codes. Er wirkt unglaublich lebensecht und wir haben nun die Möglichkeit, ihm eine ganze Palette von Gefühlen zu geben."

Unterstützt wurden die WETA-Künstler dabei von dem Schauspieler Andy Serkis, der Gollum im englischen Original seine Stimme leiht. Der Schauspieler war bei allen Szenen anwesend und schlüpfte auch in den Motion-Capture-Datenanzug, um seine pantomimischen Bewegungen auf die Kreatur Gollum zu übertragen. Zusätzlich wurde Serkis´ Gesicht in allen möglichen emotionalen Ausdrucksformen gefilmt und auf das digitale Gesicht von Gollum übertragen. Produzent Barrie Osborne zufolge werde Gollum die realistischste animierte Figur sein, die man bisher auf der Leinwand gesehen hat.

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