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Das Effekte-Special

Massive Schlachten

Zu Beginn des ersten Teils DER HERR DER RINGE: DIE GEFÄHRTEN wird der Kinozuschauer in das zweite Zeitalter an die Ausläufe des Schicksalsberges entführt, wo sich ein letztes Bündnis aus Elben und Menschen dem Bösen gegenüberstellt. Die Kamera fliegt über die Schlachtenreihen, die man bisher in dieser Form noch nicht im Kino gesehen hat.

Um die gewaltigen Schlachten richtig in Szene zu setzen, entwickelte die Visual-Effect-Crew bei Weta ein AI-Schlachten-Simulations-Programm. "AI" steht in diesem Fall für "Artifical Intelligence" (künstliche Intelligenz). Das Computerprogramm namens "Massive" machte es möglich, kreischende Orks, Elbenkrieger oder Menschen künstlich zu erschaffen.

"Massive ist ein Instrument, um intelligente Umgebungen zu kreieren", erklärt Jon Labrie von Weta Digital, "es funktioniert ungefähr so, dass man unabhängige Einheiten entwirft, die fähig sind, mit ihrer Umgebung zu kommunizieren. Dabei verlassen sie sich tatsächlich auf Sicht und Geräusche und wählen dann einen gespeicherten Bewegungsablauf, den sie anschließend ausführen." In diesem System hat jede Kreatur, der sogenannte "Agent", ein eigenes Gehirn. Jeder einzelne Krieger kann sich umsehen, Geräusche hören und auf seine Umgebung reagieren.

Zunächst wurden durch das Motion-Capturing-Verfahren grundsätzliche Bewegungsabläufe und eine ganze Reihe Verhaltensmuster in die Datenbank des Computers eingelesen, auf welche die künstlichen Agents dann zurückgreifen.

"Es handelt sich nicht um leblose Modelle wie bei den meisten Animationen", so Labrie. In den größten Schlachtszenen werden bis zu Hunderttausend individuell handelnde Kreaturen zu sehen sein, für die sogar verschiedene Kampfstile entwickelt wurden. Labrie erklärt weiter: "Für die Uruk-hai beispielsweise haben wir eine Menge mitteleuropäischer Kampfabläufe kreiert, eine Hack-and-Slash Technik. Diese unterteilen sich in unter anderem in die Abläufe: hoher Schlag, niedriger Schlag, hohe Parade, niedrige Parade, gehen, rennen, sterben.

Für den Vordergrund der Szenen wurden herkömmliche Realszenen mit oft bis zu einigen Hundert Statisten gedreht, für den entsprechenden Hintergrund sorgte Kollege Computer.

Das Programm zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur jeden CG-Krieger einzeln berechnet, sondern auch seine individuellen Handlungen. Jedes Lebewesen-Einheit verfügt dabei also über eine spezifische Waffe und eine breite Palette von interaktiven Angriffs- und Verteidigungsbewegungen. Und erst wenn der Startknopf gedrückt wird, entwickelt sich die immer wieder unvorhersehbare Schlacht. Dabei steht es den Programmierern frei, den Computerkriegern Bäume, Gebäude oder Schluchten in den Weg zu setzen. Die CG-Krieger weichen Hindernissen geschickt aus und suchen sich ihren eigenen Weg. Und damit nicht alle 100.000 Krieger gleich aussehen, wurde eine Software mit dem Namen "Orc Builder" entwickelt. Diese Software macht es möglich, auf einfachem Weg viele unterschiedlich aussehende Krieger zu entwerfen, dabei variiert der Computer selbstständig Armlänge, Beinlänge, Kleidung, Bewaffnung, und kombiniert dreißig verschiedene Plattenpanzer.

Doch im ersten Teil der Filmtrilogie hat der Zuschauer nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten zu Gesicht bekommen, erst in den letzten beiden Teilen wird diese Technik vollkommen ausgeschöpft, wenn die Armeen von Gondor und Rohan sich den finsteren Horden stellen.

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