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Wichtige Personen

Ludwig Wicki - Der Herr des Taktes

Ludwig Wicki bewies mit seinem Orchester schon vor diesen Projekten, dass er mit Filmmusik umzugehen weiß. So war eine großartige Ehre und Auszeichnung, das Howard Shore ihn und sein Orchester für die Erarbeitung der LIVE TO PROJECTION-Konzerte auswählte. Besteht der Wunsch für ein Orchester, diese Projekte in Angriff zu nehmen, werden sie um Ludwig Wicki nicht herum kommen, denn bisweilen ist Maestro Wicki der einzige Dirigent, der diese Konzerte dirigieren darf – mit Recht, denn seine Aufgabe meistert er fabulös.

Biographie auf Wikipedia.de und auf der Internetseite des 21st Century Orchestra.

Dabei besteht natürlich eine Enge Zusammenarbeit mit Howard Shore. Im Zuge jeder Neuproduktion reist Ludwig Wicki für eine Woche nach New York, um zusammen mit ihm die Technik und die Musik aufeinander abzustimmen. Bereits zur Tradition geworden ist Maestro Shores Besuch in den Schweiz, um die Weltpremieren zu begleiten.

Sue Sinclair - Die Wächterin über die Partitur

Die Partitur für diese Konzerte schreibt sich nicht von selbst, wenn man bedenkt, dass die Cues, also die Musikfragmente, die Szenen unterlegen, nicht in symphonischer Form geschrieben wurden. Daher müssen sie für diese Aufführungen erst zusammengefügt und so bearbeitet werden, dass sie mit dem Filmsoundtrack gleich sind.

Diese Arbeit übernimmt Sue Sinclair. Sie ist studierte Jazzpianistin und spielt ebenfalls Oboe. Ihre Liebe galt jedoch stets dem Film. Inzwischen arbeitet Sue Sinclair als Music Engraver oder auch Music Copyist für Howard Shore. Ihre Arbeit besteht darin, die jeweilige Komposition für eine Aufführung (sei diese konzertanter Natur oder eine Aufnahme im Studio) für alle Musiker auf Papier zu fixieren. Somit ist sie eine der ersten Personen, die ein neues Werk des Komponisten zu Gesicht bekommen. Gerade das mache für sie den Reiz ihrer Arbeit aus, sagt Sinclair.

Natürlich ist Sue Sinclair somit eine der Schlüsselfiguren bei den Vorbereitungen der LIVE TO PROJECTION-Konzerte. Für sie begann die Arbeit an dem THE TWO TOWERS-Konzert bereits im Sommer 2008, für eine Premiere im März 2009. "Um was ich mich als erstes kümmere, sind so genannte ‚trouble spots’", erklärt Sinclair. Diese macht sie ausfindig, indem sie parallel zum Film mit der abgemischten Musik die gedruckten Score Sheets durchgeht und überall dort Markierungen anbringt, wo das Gedruckte nicht mit dem Gehörten übereinstimmt: ‚trouble spots’ eben. Solche ‚trouble spots’ entstehen vor allem während der Post-Produktion, indem beispielsweise eine Szene kurzfristig geändert wird, die Komposition dazu auf Papier jedoch noch einige Takte länger ist. Um nun die Filmmusik konzertant fließend und synchron zum Film aufführen zu können, gilt es, solche u.U. unschönen musikalischen Passagen zu überarbeiten und auszubessern. So kann es laut Sinclair vorkommen, dass Passagen gekürzt werden müssen oder dass Shore gar ein paar Takte neu komponierte Musik unterlegen muss.

(partiell aus cinema musica #14)

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