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Instrumente

"Da sich die Hobbits auf ihrer Reise weiterentwickelt haben, wollte ich auch eine Weiterentwicklung der Klänge aufzeigen. Die Blechflöte z. B., die zum Anfang der Geschichte die Hobbits repräsentiert, wird durch die Querflöte ersetzt, wenn sie in THE RETURN OF THE KING in das Auenland zurückkehren."
- Howard Shore

Die ländliche Fassung des 'Hobbit/Auenland'-Themas ist am engsten mit den unverkennbaren Hobbitinstrumenten verbunden. Ab dem Zeitpunkt, da die Hobbits das Auenland verlassen um ihren gefährlichen Weg durch Mittelerde zu beschreiten, tauchen diese keltischen Elemente nur noch stellenweise, als Erinnerung dessen, was sie zurück gelassen haben, in der Partitur auf.

Bodhrán

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 2 | 1:34 [Percussionbegleitung]
TTT: CD 1 | Track 6 | 0:12 [Überleitung zum Gefährten-Thema, gespielt in einer zwergischen Weise]
ROTK: CD 4 | Track 4 | 8:40

Die Bodhrán (irische Rahmentrommel) ist ein Vertreter aus der uralten Familie der Rahmentrommeln, die aus einer über ein Gehäuse gezogene Tierhaut besteht. Man nimmt an, dass die Bodhrán-Trommeln ihren Ursprung entweder in Irland haben, oder aus dem Römischen Reich bzw. über arabische Handelswege dorthin gelangten. Ihr Name wurde dem gälischen Wort für 'gedonnert' abgeleitet. Da die Hobbits der Gemeinschaft in ganz Mittelerde verstreut sind, wird die Bodhrán nicht mehr ausschließlich zur Vertonung des Auenlandes oder der Hobbits genutzt, sondern taucht auch in der Filmmusik als kosmopolitisches Element, das ganz Mittelerde zugehörig ist, auf.

Geige

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 2 | 1:18 [Melodie]

Die Geige ist der klassischen Violine eines Orchesters nicht unähnlich (obgleich die Instrumentalisten die Brücken oft anpassen), ihre Spielweisen unterscheiden sich nur leicht voneinander, was eine größere Breite in Sachen der Bogenführung und Verzierungen erlaubt.

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Flöte

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 3 | 0:00 [Eröffnungssolo]
TTT: CD 1 | Track 17 | 0:00 [Eröffnungssolo]
ROTK: CD 1 | Track 3 | 1:32

Die irische Flöte (auch bekannt unter: Blechflöte, Flageolett, kleine Schnabelflöte, Stáin oder Feadog) ist das wahrscheinlich älteste Instrument in der keltischen Musik. Ursprünglich aus Knochen geschnitzt, werden die heutigen Flöten aus Holz oder Metall gefertigt.

Dulcimer - Hackbrett

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 2 | 1:18 [konstante Begleitung der Phrasen hinter der Melodie]
ROTK: CD 4 | Track 4 | 9:41

Das Hackbrett besteht aus einer Reihe von Drähten, die eng um einen hölzernen Resonanzkörper gespannt sind, die zum Bespielen mit kleinen Hämmern angeschlagen werden. Der Name entstand durch die Kombination des lateinischen Wortes für 'süß' (dulce) mit dem griechischen Wort für 'Ton' (melos).

Keltische Harfen – Hakenharfen

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 4 | 1:55 [Auf dem Hobbit Skip-Beat nach dem dritten Mandolinen Takt]
ROTK: CD 4 | Track 4 | 9:41

Die keltische Harfe, auch bekannt als irische Harfe, ist ein kleineres und transportierbares Model der gewöhnlichen Orchesterharfe, die sehr gut zu diatonischer Musik passt.

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Musette

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 3 | 1:18 [konstante Begleitung der Phrasen hinter der Melodie]
ROTK: CD 4 | Track 4 | 9:41

Die Musette ist ein kleines, diatonisches, akkordeon-ähnliches Instrument, das aus einem Manual, verbunden mit einem Balg besteht. Howard Shore schrieb eine Hand voll Zeilen für die Musette um eine harmonische Begleitung für die ländliche Fassung des 'Auenland'-Themas zu bieten.

Mandoline

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 4 | 1:48 [gezupfte Akkorde]
ROTK: CD 4 | Track 4 | 9:41

Der kleine Bruder der Gitarre, die Mandoline, ist eine kurzhalsige, acht-saitige Laute, die mit den Fingern gezupft wird. Die Mandoline ist eigentlich im 'Auenland'-Thema nicht zu hören, aber ein paar gezupfte Akkorde untermalen die Szenen in Beutelsend.

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Gitarre

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 3 | 2:58 [ruhige Begleitphrase]
ROTK: CD 4 | Track 7 | 0:41

Die Gitarre spielt eine ähnliche Rolle wie die Mandoline, mit dem einen Unterschied, dass sie in eher lebhaften Momenten einsetzt und einen Highstringtuning unterzogen wurde; das heißt, die hohen Saiten des 12-saitigen Gerätes werden auf eine 6-saitige Gitarre gespannt und erzeugen somit einen heiteren Klang.

Celesta

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 2 | 2:21 [Verdoppelung des Geigen-Trara]
ROTK: CD 4 | Track 4 | 9:41

Die Celesta ist ein Idiophon mit Tastatur in der Form eines Pianinos. Bei Betätigung der Klaviatur werden Filzhämmer in Bewegung gesetzt und schlagen die sich über den Holzresonatoren befindenden Stahlplatten an. Der Klang einer Celesta ähnelt dem eines Glockenspiels, jedoch mit einem viel weicheren Timbre. Diese Klangqualität gab dem Instrument seinen Name; célesta (frz.) bedeutet übersetzt "Die Himmlische".

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Cimbalom

Hörbeispiel
TTT: CD 1 | Track 3 | 2:12 [Anfang des Themas, Bedrohung durch Gollum‘]
ROTK: CD 1 | Track 8 | 0:00

So wie Gollum einst ein Hobbit war, so ist das Cimbalon aus dem gewöhnlichen Hackbrett hervorgegangen. Das Cimbalon wurde im neunzehnten Jahrhundert entwickelt. Es ist die ungarische Weiterentwicklung des Hackbretts, verfügt über knapp den doppelten Tonumfang und ist chromatisch gestimmt. Wie beim Hackbrett werden die Saiten des Cimbaloms mit kleinen Klöppeln angeschlagen. So entsteht ein fühlbarer, bewegter Klang, der sehr gut zu dem Thema 'Gollums Drohung' passt.

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Als Vorbild für die Gesellschaft von Rohan dienten J.R.R. Tolkien die nordeuropäischen Landstriche, in denen die skandinavischen Völker beheimatet sind. Der Kultur dieser Völker (sowohl in Mittelerde als auch in Wirklichkeit) liegen einfache Ideale zugrunde: Das Miteinander von Mensch und Land, das Miteinander von Mensch und Tier, Stolz, Macht, Eigenständigkeit. Zur Vermittlung dieser Werte griff Shore bei der Vertonung von Rohan auf Blechblasinstrumente zurück, die den gleichen vollen, schweren Klang erzeugen, der auch bei der anderen Musik für die Welt der Menschen zum Einsatz kommt, allerdings wird er bei der Musik für Rohan mit einigen Soloeinlagen kombiniert, um die ländliche Kultiviertheit zur Geltung zu bringen.

Hardangerfiedel

Hörbeispiel
TTT: CD 2 | Track 1 | 0:08 [Zwei Trompeten für die Rohan-Fanfare]
ROTK: CD 1 | Track 5 | 1:02

Die meisten der seltenen Instrumente, die bei "Der Herr der Ringe" auftauchen, kannte Shore bereits zuvor, aber von der Hardangerfidel hatte auch unser Komponist noch nie etwas gehört, bevor er sich intensiv mit nordischer Musik befasste, um sich auf die Komposition der Musik für Rohan vorzubereiten. "Die Auseinandersetzung mit nordeuropäischen Klängen und der nordischen bzw. der Wikingerkultur war Teil meiner Recherchearbeiten für "The Two Towers"." Die Hardangerfidel gilt gemeinhin als das norwegische Nationalinstrument und soll Mitte des siebzehnten Jahrhunderts erfunden worden sein. Ihr Klang ist kräftig und empathisch und zugleich ruhig und zurückhaltend. In der norwegischen Kultur diente das Instrument dazu, Geschichte und Sagen zu erzählen, und auch in der Musik von Rohan erfüllt es in erster Linie diesen Zweck. "Die Fidel ist ein angenehmer Gegensatz zu den Blockflöten und den Flöten, die bei der lautlichen Darstellung der anderen Völker zum Einsatz kommen." Die Kultur von Rohan mutet stolz, aber zugleich sorgenvoll an: Es ist eine ehemals große Zivilisation, die von einem unfähigen König und endlosen Angriffen zermürbt wird. Die Hardangerfidel untermalt hier die Zerbrechlichkeit dieser Kultur.

Doppel-Geige

Hörbeispiel
ROTK: CD 2| Track 8 | 0:40

Die Doppel-Geige wurde speziell für die Musik von DER HERR DER RINGE geschaffen. Das Instrument, das im Grunde die vier Saiten der herkömmlichen Geige in vier Saitenpaare verdoppelt (insgesamt acht), kommt zum Einsatz, als Aragorn Éowyn sagt, dass es zwischen ihnen niemals Liebe gäbe, und wurde von Dermot Crehan gespielt. "Ein Freund von mir, Bob Greenbridge, ist Geigenbauer," erinnert sich Crehan. "Ich brachte die Idee zur Sprache und sagte. 'Bitte tu das für mich. Ich denke, es könnte klappen - und es könnte eine Katastrophe werden.'" Er sagte: "Du musst total verrückt sein." Ich sagte: "Ja, bin ich!"

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Panflöten und Holzblockflöten wurden aufgrund ihrer sagenumwobenen Geschichten in der wirklichen Welt jedes Mal benutzt, um Gondor in Mittelerde zu vertreten. Diese Blasinstrumente stellen einige der ersten nachweisbaren musikalischen Instrumente dar und Shore versetzte sie nach Mittelerde, um so Gondor darzustellen, das älteste und ehrwürdigste Königreich der Menschen. Hier repräsentiert die Panflöte Faramirs Sensibilität und Leiden, während die Holzblockflöte die Entwicklung seiner Beziehung zu Éowyn einleitet.

Panflöte

Hörbeispiel
ROTK: CD 2 | Track 3 | 2:20

Holzblockflöte

Hörbeispiel
ROTK: CD 3 | Track 13 | 1:06

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Jahrhunderte lang haben die Elben von Bruchtal offene Beziehungen zu den Menschen unterhalten. In ihrem charakteristischen Musikstil und ihren Motiven gibt es keine einzigartigen Instrumente, die sie von den Menschen von Mittelerde abgrenzen würden. Dies gilt nicht für die geheimnisvollen Elben von Lothlorien. Trotz des Faktums, dass diese Kultur sich letztendlich als mitfühlend gegenüber den Notlagen der Menschheit erweist, erhält sie sich eine wundersame Distanziertheit. Shore malt diese Elben in östlichen, glockengleichen Tönen von summenden Streichern und Bläsern.

Monochord

Hörbeispiel
FOTR: CD 2 | Track 2 | 0:00 [schwaches metallisches Schlittern hinter Chor und Streichern]
TTT: CD 2 | Track 1 | 0:00[Dröhnen neben den Alt-Flöten]
ROTK: CD 2 | Track 13 | 8:20

Die Geschichte des Monochords ist genauso mysteriös wie die seines Gebrauchs. Das Instrument selbst besteht aus einem Holzkasten, über welchem eine einzige Seite gespannt ist, die von Stiften gehalten wird. Ein verstellbarer Steg erlaubt dem Monochord die Tonhöhe zu verändern während der Spieler die Saite biegt oder zupft. Monochords wurden benutzt als wissenschaftliche Instrumente (Phytagoras benutzte seine harmonischen Vibrationen um Teilungsverhältnisse zu studieren), für die Astronomie (Ptolemäus), Philosophie (Keplers "Sphärenharmonie"), Musiktheorie (Guido von Arrezos "Guidonische Hand") und für die heilende Wirkung seiner Vibrationen. In Mittelerde, wird unser mystisches Monochord für die Elben von Lothlórien benutzt, wo es für eine tiefe, summende Melancholie sorgt, über welche die Melodie hinweg fließt. Das Monochord, welches für diese Aufnahme benutzt wurde, war mit 50 über den Steg gespannten Saiten versehen.

Ney-Flöte

Hörbeispiel
FOTR: CD 3 | Track 2 | 3:12 [Verdoppelt die tiefe Streichermelodie]

Eine am Ende des Rohrs angeblasene Bambusrohrflöte, deren Ursprünge wahrscheinlich 3000 v. Chr. in Ägypten liegen. Die Ney-Flöte war über Jahrhunderten über die Länder des Nahen Ostens verbreitet; Länder mit Kulturen die verschiedene Stile und Spielarten adoptierten. Die Neys gehören zu den ältesten Flöten der Welt und sind immer noch extrem verbreitet in der Musik von Marokko und Persien.

Sarangi

Hörbeispiel
FOTR: CD 3 | Track 2 | 0:24 [Verdoppelt die Melodie des Frauenchors]
TTT: CD 2 | Track 12 | 1:13 [Verdoppelt die Melodie des Frauenchors]
ROTK: CD 2| Track 13| 8:20

Die Sarangi ist ein gebogenes Streichinstrument, und in der klassischen indischen Musik sehr gebräuchlich. Sie ist konstruiert aus einem einfachen Holzblock, welcher in Pergament eingehüllt wird und normalerweise mit drei oder vier Darmsaiten bespannt ist, unter denen 35 – 40 nachhallende Saiten entlanglaufen.

Die Zwergenkultur kümmert sich wenig um Überschwänglichkeiten, also repräsentiert ihre Musik einen rauen, energischen Klang, der offene Harmonien mehr betont, als eine spezifische Instrumentierung. Hier legt Shore das Augenmerk wieder auf die Stimmen, die elementarsten Erzeuger von Musik.

Um die ursprünglichsten Gefühle von Kampf und Flucht auszudrücken, ist der stimmliche Stil in Moria durch einen Männerchor mit einer einzigartigen Herkunft gestaltet: Männerstimmen von Football-Spielern/Grunters Maori erschufen die perfekten Basstöne für Shores Zwergenchor. Für die groben, grunzenden Töne, die die Filmmusik erforderte, entschied sich der Komponist für eine weniger feine Besetzung: männliche Football- (oder Rugby-)Spieler. Die Sänger sangen das Zwergen Lied "Lu! Lu! Lu!" oder "Nein! Nein! Nein!".

Hörbeispiel
FOTR: CD 3 | Track 1 | 0:04 [Answering the First Phrase of the (Singing) Male Choir]

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Log-Drums

Hörbeispiel
TTT: CD 1 | Track 10 | 3:27 [Zwei Bassmarimbaphone für das Ent-Thema]

Log Drums sind auch unter den Bezeichnungen Schlitz- oder Zungentrommeln bekannt und gehören zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Musikinstrumenten der Welt. Das Instrument wird aus einem einzelnen Block aus Massivholz hergestellt, der innen ausgehöhlt wird, um eine Resonanzkammer zu schaffen. Über dieser Kammer befindet sich ein dünne Holzzunge, die der Instrumentalist anschlägt. Log Drums wurden früher in waldreichen Gegenden überall auf der Welt als Kommunikationsmittel verwendet. Sie dienten dazu, über weite Entfernungen Tonnachrichten zu senden. Die dunklen, schlingernden Töne der Log Drums werden zusammen mit anderen Holzinstrumenten eingesetzt, um lautlich darzustellen, wie die Ents bedächtig durch die Wälder von Fangorn patrouillieren.

Bassmarimbaphon

Hörbeispiel
TTT: CD 1 | Track 10| 1:31 [Leises Spielen einer frühen Version des Ent-Themas]

Beim Marimbaphon handelt es sich um ein hölzernes Tasteninstrument. Es erinnert an ein Xylophon, ist allerdings größer. Marimbaphone kommen aus Afrika und verbreiteten sich rasch nach Süd- und Mittelamerika. In der Musik der süd- und mittelamerikanischen Völker kommt ihm eine besondere Bedeutung zu. Der Tonumfang eines Bassmarimbaphons liegt deutlich unter dem eines gewöhnlichen Marimbaphons. Mit ihm lassen sich Töne weit unterhalb des Bassschlüssels erzeugen. Sein Tonumfang ist in etwa mit dem des modernen Kontrabass zu vergleichen. Bassmarimbaphone erzeugen einen tiefen, vollen Klang, der nach Ansicht von Shore perfekt zu den mysteriösen Ents passt. [Weitere Einzelheiten unter www.bellperc.com]

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Die einzigartigen Instrumente der Orks sind besonders wichtig für diese ursprüngliche und unzivilisierte Rasse. Damit drückt Shore die Grausamkeit und den Hass aus, für deren Darstellung Melodien viel zu eloquent wären. Ein Muster im Fünfvierteltakt wurde kreiert um exemplarisch diese scharfen, ruckartigen, industriellen Töne von gehämmertem Metall und gespannten Häuten darzustellen.

Amboss

Hörbeispiel
FOTR: CD 3 | Track 5 | 8:53 [Zehn schläge die die Komposition beenden]
TTT: CD 1 | Track 6 | 2:58 [hebt den Fünfvierteltakt hervor]

Der Amboss, eine einfache Konstruktion aus einem dicken Block aus gehämmertem Metall und einem Metallhammer, ist ein farbenfrohes Mitglied in der Familie der Schlaginstrumente, das langsam seinen Weg in die Welt der Orchestermusik gefunden hat. Ursprünglich vom Arbeitsplatz des Schmieds kommend, benutzten Komponisten den Amboss in Opernwerken wie Verdi’s "Il Trovatore" und Wagners "Ring des Nibelungen", welcher 18 gestimmte Ambosse benötigt. Edgard Varèse benutzte den Amboss in "Ionisation" um eine harte, industrialisierte Palette von Tönen zu erzeugen.

Glockenplatten

Hörbeispiel
FOTR: CD 2 | Track 2 | 1:27 [akzentuierende Schläge eins und vier des Fünfvierteltakts]
TTT: CD 1 | Track 6 | 2:58 [hebt den Fünfvierteltakt hervor])

Glockenbleche sind den Ambossen ähnlich, allerdings sind sie aus dünneren Metallplatten konstruiert und normalerweise aufgehängt, wenn sie gespielt werden.

Taiko-Trommel

Hörbeispiel
FOTR: CD 2 | Track 10 | 2:37 [Spielt den Fünfvierteltakt]
TTT: CD 1 | Track 5 | 1:18 [hebt den Fünfvierteltakt hervor]
ROTK: CD 3| Track 1 | 0:23

Diese antiken Trommeln, welche in der japanischen Musik seit über ein Jahrtausend hinweg benutzt werden, bestehen aus vier Grundgrößen. Der volle, grollende Ton der Trommel wurde assoziiert mit der Kraft der Götter der traditionellen japanischen Kultur. Die Trommel wurde auf dem Schlachtfeld benutzt, um Angst in die Herzen der Feinde zu streuen. Sie dient hier demselben Zweck in der Musik der Orks, wo ihr hämmernder, unverzeihlicher Ton deren brutale Gewalt repräsentiert.

Ketten und Klavierdrähte

Hörbeispiele
FOTR: CD 2 | Track 2 | 2:36 [spielt den Fünfvierteltakt]
TTT: CD 1 | Track 6 | 2:58 [spielt den Fünfvierteltakt]

Die Musik des Komponisten Henry Cowell (1897–1965) brachte der allgemeinen Öffentlichkeit gewagte, neue Ideen auf dem Feld des Klavierspielens. In Arbeiten wie "Die Äolsharfe und die Todesfee" instruierte Cowell den Pianisten in das Klavier zu fassen und die Saiten direkt im Klavier zu schlagen. Shores Ork-Musik folgt dieser Tradition, denn er fordert seine Pianisten dazu auf, die Drähte im Innern des Klaviers mit Metallketten heftig zu schlagen.

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Mordor erwuchs im zweiten Zeitalter Mittelerdes, als Sauron seine neuerrichtete Festung Barad-dûr bezog. Es ist ein sehr altes Land und deshalb wird es in einem ähnlich östlichen Klangstil wie das Land der Elben beschrieben. Shore wählt hier Instrumente mit scharfkantigen Klängen, bohrenden und abgehobenen Tönen, die durch die Struktur von orchestralen Melodien preschen um Mordor als ein Land aus einer anderen Zeit mit eigenen Zielen darzustellen.

Rhaita

Hörbeispiel
FOTR: CD 1 | Track 7 | 2:36
TTT: : CD 1 | Track 6 | 2:34 [Verdoppelung der gedämpften Trompeten in ‚Der Bosheit des Rings‘-(Mordor/Sauron)-Melodie]
ROTK: CD 1 | Track 10 | 1:09

Als langjähriger Fan von Ornette Coleman, entdeckte Shore die Rhaita in dem Track "Dancing In Your Hand" des 1973er Albums des innovativen Saxofonisten. Die Rhaita, eine Arabische Oboe, repräsentiert die Kultur Mordors in "Der Herr Der Ringe". Es ist besonders mit dem "Das Böse Des Rings"-Thema verbunden, dass von einem gebogenen Kriegshorn gespielt wird.

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Dilruba

Hörbeispiel
TTT: CD 2 | Track 6 | 3:57 [hohe Basspfeifentöne zur Unterstützung der Geigenharmonien]

Bei Shores Filmmusik scheint die Dilruba das einzig passende Instrument zu sein, um lautlich zu untermalen, wie Frodo, Sam und Gollum in Die Zwei Türme die Haradrim auf ihren Olifanten in Richtung Mordor ziehen sehen. Es handelt sich dabei um eine Art Sarangi, die aus 6 bzw. 7 Spielsaiten und 11 bis 13 Resonanzsaiten besteht und deren Resonanzkörper am Ende des Stegs mit Fell bespannt ist. Sitars werden traditionell mit einem Metallklöppel angeschlagen, aber zur Erzeugung einer gebundenen Tonfolge ist es bei Shores Filmmusik angezeigt, das Instrument mit dem Bogen anzustreichen.

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Hängende Tibetanische Gonge

Hörbeispiel
ROTK: CD 2 | Track 11 | 1:11

Ein umfangreiches Sortiment dieser hängenden Metallplatten erzeugt das gedämpfte Geklirr längst vergangener Kriege im Hintergrund des geisterhaften Männerchors der Armee der Toten. Obwohl der Gong heute ein bekanntes Mitglied der Schlagzeug-Familie ist, wurde er das erste Mal durch den Komponist Joseph Gossec in das Orchester eingeführt, der ihn in angemessener Weise während eines Trauermarsches benutzte.

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Zeitangaben beziehen sich auf die COMPLETE RECORDINGS der jeweiligen Teile, wobei die Abkürzungen gelten:
FOTR = THE FELLOWSHIP OF THE RING
TTT = THE TWO TOWERS
ROTK = THE RETURN OF THE KING.

Alle Informationen stammen aus Doug Adams Annotated Scores und wurden von Marc Trappendreher ins Deutsche Übertragen.

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