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Hintergrund

DER HOBBIT - Die Fakten

Am 18. Dezember 2007 verkündet erstmals eine Pressemeldung, dass Peter Jackson gemeinsam mit MGM und New Line Cinema J.R.R. Tolkiens Roman DER HOBBIT als aufwändiges, zweiteiliges Fantasy-Epos produziert wird.

Mittlerweile ist bekannt, dass die beiden Filme um die Vorgeschichte zu DER HERR DER RINGE simultan gedreht werden sollen. Aufgrund der finanziellen Probleme von MGM wird Warner einen Großteil der Produktion und auch den nationalen und internationalen Vertrieb übernehmen. Einzig die internationalen Fernsehrechte für den HOBBIT bleiben weiterhin bei MGM. Executive Producer sind unter anderem Peter Jackson und seine Frau Fran Walsh selbst.

Das Budget beträgt rekordverdächtige 500 Millionen US-Dollar.

Angestrebter Kinostart für den ersten Teil ist Dezember 2012, der zweite Film soll im Dezember 2013 folgen. Also genug Zeit für die Hobbit-Fans sich gebührend auf das neue Fantasy-Epos einzustimmen.

Der Regisseur

Am 25. April 2008 wird bekannt gegeben, dass der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro die Regie der beiden HOBBIT-Filme übernehmen und dafür für drei Jahre nach Neuseeland ziehen wird. Del Toro gilt als Kenner der Fan-Szene und hat ein Faible für Fantasy-Filme. Den HOBBIT hat er nach eigenen Aussagen mit 11 Jahren das erste Mal gelesen. Außerdem soll er zusammen mit Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens die beiden Drehbücher schreiben. Er scheint perfekt für diese Aufgabe.

Doch die Verzögerungen der Produktion durch die finanziellen Probleme von MGM setzen Del Toro zunehmend unter Druck. Im Mai 2010 erklärt der mexikanische Regisseur schließlich seinen Rücktritt! Die ständigen Verzögerungen würden seine Verträge mit den anderen Filmstudios und die anstehenden Projekte gefährden, erklärt er in einer Pressemeldung.

Die Suche nach einem neuen Regisseur bleibt zunächst erfolglos, bis sich Peter Jackson selbst bereit erklärt, den Regiestuhl zu übernehmen. Dafür muss er aber einige andere geplante Produktionen absagen. Im Interview bezeichnet er dies als die schwerste Entscheidung seines Lebens.

Die Handlung

Im August 2008 beginnen die Arbeiten an den beiden Drehbüchern. Die DER HERR DER RINGE Schreiber (Jackson, Walsh, Boyens) werden diesmal verstärkt durch Guillermo del Toro. Schnell wird klar, dass die Handlung vom HOBBIT stark ausgebaut werden soll, um über die beiden Filme zu tragen. Um eine Verbindung zur HERR-DER-RINGE-Trilogie herzustellen, injizierte das Drehbuch-Team der Kindergeschichte von J.R.R. Tolkien eine ordentliche Portion Epos. Dafür bedienten sie sich unter anderem an Tolkiens anderen Arbeiten, u.a. aus der HISTORY OF MIDDLE-EARTH. Was im Kinderbuch nämlich nur angedeutet, im Film aber ein wichtiger Handlungsstrang wird, sind die Rückkehr des dunklen Herrschers Saurons, die Zusammenkunft der Weisen von Mittelerde im Weißen Rat und die Schlacht um die dunkle Feste Dol Guldur. Ohne Zweifel auch für Tolkien-Fans eine willkommene Erweiterung der Geschichte. Außerdem soll die Geschichte von Gollum erzählt werden, der nach der Begegnung mit Bilbo sein ganz eigenes Abenteuer erlebt.

Neue und alte Helden

Martin Freeman verkörpert den abenteuerlustigen Hobbit Bilbo Beutlin. Mit dieser Besetzung erfüllt sich Peter Jackson einen Traum. Der Brite Martin Freeman sei von Anfang an die erste Wahl gewesen. „Es geschieht nur selten, dass man einen Schauspieler trifft und sofort weiß, dass er für die Rolle geboren ist“, so Jackson „Aber als ich Martin traf, war das der Fall. Er ist intelligent, lustig, immer wieder überraschend und mutig – genau wie Bilbo.“ Dabei wäre es beinahe nicht dazu gekommen, da Freeman bereits mit den Dreharbeiten für die zweite Staffel der TV-Serie „Sherlock“ voll verplant war. Aber Peter Jackson wollte ihn unbedingt dabei haben und schnitt den Hobbit-Drehplan extra auf Freemans Terminkalender zu.

Die 13 Zwerge werden allesamt von eher unbekannten Schauspielern verkörpert. Zwergenanführer Thorin Eichenschild wird vom Briten Richard Armitage gespielt.

Aber es gibt auch ein Wiedersehen mit alten Freunden, denn viele Charaktere aus dem HERRN DER RINGE kommen auch im HOBBIT vor. Ian McKellen (Gandalf), Andy Serkis (Gollum) und Cate Blanchett (Galadriel) haben ihre Rückkehr bereits bestätigt.

Auf die Frage, ob auch andere der Schauspieler aus dem HERRN DER RINGE wieder auftauchen würden, die im Kinderbuch keine Erwähnung finden, erklärten die Filmemacher, dass dies tatsächlich der Fall sein könne: So haben man beispielsweise auch mit dem Gedanken gespielt Legolas im Düsterwald auftauchen zu lassen. Auch ein kleiner Gastauftritt von Elijah Wood (Frodo) wurde bereits bestätigt.

Das Design von Mittelerde

Für die Designs von Mittelerde wurden die gleichen Künstler verpflichtet, die auch schon bei DER HERR DER RINGE mit an Bord waren, unter anderem John Howe und Alan Lee. Für die kreative Umsetzung zeichnet sich wieder Weta Workshop unter der Leitung von Richard Taylor verantwortlich.

Obwohl er nicht mehr bei dem Projekt dabei ist, darf aber davon ausgegangen werden, dass Del Toros Handschrift dennoch im HOBBIT-Zweiteiler erkennbar bleiben wird. Insbesondere deswegen, weil noch unter der Leitung von Del Toro die gesamten Designs für den Film fertig gestellt worden waren. Der Mexikaner hatte angekündigt, dass er den Look der HERR DER RINGE Trilogie nicht vollständig übernehmen werde, sondern ihn überarbeiten wolle: So hätten beispielsweise die Düsterwald-Elben und Orks eine Frischzellenkur verpasst bekommen. Guillermo del Toro sprach davon, dass man die Designs "updated". Insgesamt würde Mittelerde in den HOBBIT-Filmen unschuldiger und goldener wirken als in der Trilogie.

Nach Del Toros Rücktritt erklärte Peter Jackson, dass er einige Designs von del Toro übernehmen werden, aber nicht alle.

Die Kreaturen und Monster

Was Sauron und der Ring in der HERR DER RINGE Trilogie waren, ist Smaug im HOBBIT. Del Toro schrieb in einem Fan-Forum: "Smaug sollte nicht als 'der Drache aus dem Hobbit-Film' im Gedächnis bleiben oder ein weiteres Monster im Bestiarium. Smaug sollte für alle Zeiten der Kinogeschichte DER DRACHE sein. Er verkörpert die Habgier und wirft so einen langen Schatten, der sich wie ein roter Faden durch die Handlung und Dramaturgie der gesamten Geschichte zieht."

Offen ist derzeit auch noch, wie einen sprechenden Drachen glaubwürdig umgesetzt werden soll. Del Toro hatte sich während seiner Zeit beim HOBBIT darüber auch seine Gedanken gemacht: "Der größte Fehler bei der Darstellung sprechender Drachen ist eine lippenähnliche Form vorne am Maul, damit man mit der Stimme lippensynchron ist. [...] Und zu seiner Stimme kann ich sagen, dass sich wohl jeder Leser eine andere Stimme vorstellt, wie es immer ist, wenn man in einem Buch einem großartigen Charakter 'zuhört'. "

Außerdem erwartet die Zuschauer jede Menge weiterer Monster, wie beispielsweise die Spinnen aus dem Düsterwald, jede Menge Trolle und Orks und auch neue Warge, die nach Aussage von del Toro weniger wie Hyänen sondern mehr wie nordische Wölfe aussehen werden.

Mittelerde in 3D

Der HOBBIT wird komplett in 3D und digital mit der RED EPIC Kamera gedreht. Diese Kamera hat eine unglaublich hohe Auflösung und kann anstatt der üblichen 25 bis zu 120 Frames pro Sekunde aufnehmen.

Die RED EPIC ist übrigens nicht an sich eine 3D-Kamera. Um mit ihr in 3D drehen zu können, müssen zwei RED EPICs auf einem so genannten 3D-Rig verbunden und synchronisiert werden. Aber genau dafür sind diese Kameras auch ausgelegt.

Für Peter Jackson wird dies nicht der erste Dreh mit einer RED-Kamera sein. Er hat bereits vor einigen Jahren mit einem Prototyp-Vorläufermodell, der RED ONE, den Kurzfilm CROSSING THE LINE gedreht und auch beim Dreh von IN MEINEM HIMMEL kam die RED ONE zum Einsatz.,

Der Preis für eine RED EPIC ohne Objektive und dazugehörige Technik liegt etwa bei 40.000 Dollar. Für DER HOBBIT hat Peter Jackson gleich 30 Stück dieser Kameras gekauft.

Atmosphäre & Altersfreigabe

Peter Jackson hat mehrfach betont, dass man nicht plane den HOBBIT als Kinderbuch umzusetzen. Man strebe eine ähnliche Intensität wie beim HERRN DER RINGE an und die Filme würden daher folglich in den US-Kinos auch wieder eine Altersfreigabe von PG13 bekommen (was üblicherweise einer FSK12 Freigabe in Deutschland entspricht). Trotzdem sei die Stimmung im HOBBIT unschuldiger als in der Filmtrilogie, ähnlich wie in England vor dem Zweiten Weltkrieg. Es gehe vor allem im zweiten Teil dann um den Verlust dieser Unschuld. Ein Thema, dass man visuell wunderbar umsetzen könne.

Dreharbeiten

Die Dreharbeiten haben am 21. März 2011 in den Studios in Wellington begonnen und sollen voraussichtlich etwa ein Jahr andauern. Gedreht wird wieder in Neuseeland, dafür wurde unter anderem das Auenland-Set bei Matamata mit noch mehr Hobbithöhlen wieder aufgebaut.

Dass der HOBBIT schließlich doch in Neuseeland gedreht wird, ist übrigens keine Selbstverständlichkeit. Zeitweise sah es so aus, als wolle Warner Brothers die gesamte Produktion nach Osteuropa verlegen. Erst als die neuseeländische Regierung zusicherte, den Zweiteiler mit rund 25 Millionen Euro zu unterstützen, erhielt der Inselstaat schließlich doch den Zuschlag.

(Stand: 21.03.11)

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