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DER HOBBIT: SMAUGS EINÖDE

"The Quest for Erebor" beginnt mit einem wunderschönen Thema, das wie eine Art Vorbote auf die kommenden Querelen hinweist und uns in die Welt von Mittelerde zurückholt. Aber dies ist ein Mittelerde, dass keiner von uns je gesehen hat, denn östlich der Nebelberge, im Wilderland, sind Wesen zu Hause und Dinge am Werk, von denen Bilbo nicht die geringste Ahnung hat. Während wir in Bree zu sehen bekommen, was die Fahrt zum Erebor auslöste, werden bekannte Themen wiederaufgenommen. Ab 1:04 spielt eine ähnliche Variation des 'Hoobit Skip-Beats' auf Celesta, der auch Frodo, Sam, Merry und Pippin in Bree begrüßen wird. Als Thorins Gesicht erkennbar wird, spielen die ersten Töne seines Themas (1:43). Bei 2:30 spielt Gandalfs Thema, allerdings wurden die musikalischen Einheiten, die sein primäres Thema ausmachen, vertauscht.

In den Episoden vor dem Düsterwald legt Shore dynamisches Material vor, das uns in die neuen Landschaften einführt. Anschwellende Streicher offenbaren ein Land, das nur dem Vernehmen nach sicher scheint; doch im Untergrund pressen die bedrohlichen Bläser, die sich bald auch etablieren und an Fahrt aufnehmen. Solche Momente unterstreichen Shores Vermögen, auch ohne feste Themenwahl eine Landschaft treffend zu beschreiben und Bilder zu erzeugen. Material, das beim ersten Hören als Füllmaterial anmutet, offenbart sich beim genaueren Hinhören als wahre Klangmalerei. Auch hier erklingen eine minimalistische Variation des 'Arkenstein‘ (0:16), die 'Wargreiter' (das Schlagwerk ab 0:45, das ganze Thema ab 1:04) und 'Smaug' (1:11), als der Filmtitel erscheint: SMAUGS EINÖDE. 'Beorns' Thema wird eingeführt ("Wilderland", 0:49) und besticht durch seiner melodisch ansteigenden Linie in den Bläsern und den zuckenden Streichern ("Wilderland", 2:22). 'Saurons absteigende Terz' (1:12), erklingen ebenfalls offenbaren die Allianz, der Azog und seine Orks angehören.

Das Böse findet seine Manifestierung in "A Necromancer". Die immer deutlicher werdenden Phrasen von Saurons Mordormusik ('absteigende Terzen') ertönen ab 0:53, und werden dann zu 'Azog' (1:12). 'Sauron/Evil of the Ring', in einer geheimnisvollen Variation, ertönt ab 1:27 zum ersten Mal im Orchester des HOBBITs. Allerdings ertönt es in den Streichern, und nicht Mordors kennzeichnendem Instrument, der Rhaita. Es schließt sich direkt das 'Nekromant'-Thema 2 an, nach allem hat sich Sauron noch nicht zu erkennen gegeben. Shore variiert nun die Mordor-Themen in vielfältiger Weise.

Ein neues, in SMAUGS EINÖDE eingeführtes Thema, 'Die Neun', spiegelt die unbekannte Gefahr der Neun, ihrer Befreiung und das mit ihnen Verbundene Leid, dass sie über Mittelerde bringen werden, wider. Die hohe Solosopranstimme erklingt u.a. in "House of Beorn" bei 3:22 und des Öfteren in "The High Fells". Die Verknüpfungen, die Shore hier zwischen dem bekannten Mordor-Material ('Nekromant' u.a. bei 2:00) und ihren zahlreichen Variationen (z.B. bei 2:44) vornimmt, sind trotz ihrer narrativen Schreckhaftigkeit unglaublich schön und komplex. Die chromatischen instabilen Moll-Phrasen beschreiben die Rückkehr eines alten Bösen, dass in diesem Film seine Form findet. In "The Nature Of Evil" beschreibt Shore die Verbindungen, narrativ sowie musikalisch, zwischen dem 'Mordor'-Material, 'Smaugs Zorn' und 'Azog' (ca. 2:41), der durch anschwellende Streicher angekündigt wird.

Das Düsterwald-Material ist den tiefen Bläsern sowie trägen Streichern zuhause. Die Musik schreitet in auf- und absteigenden Phrasen vor sich hin, ständig brodelt etwas, die Ruhe ist nur Anschein. Bilbo berührt das Spinnennetz, und das Orchester spielt deren Musik an (3:03). Der Düsterwald erklingt u.a. ab 3:30 seicht im Orchester und durchschreitet im Verlauf sämtliche Register. Der Wald zieht die Zwerge in seinen Bann und wird sie freiwillig nicht wieder hergeben.

Interessant wird es in "Flies and Spiders". Über dem Teppich aus hektischen, geclusterten Streichern werden hier diverse Themen angespielt ('Auenland', 'Smaug', 'Thorin'), dann aber wieder fallengelassen und von der Musik der Spinnen abgelöst, ein achtnotiges, ansteigendes Muster in den Bläsern. In seiner Ratlosigkeit klettert Bilbo einen Baum hinauf und blickt über den Düsterwald. Doch sein Ausblick, mit dem Erebor zum Greifen nah, ist getrübt. Sein Ausflug ins Blätterdach zu den Schwarzen Schmetterlingen erklingt ab 0:55, inklusive einer Phrase des ‚Erebor‘. Die Spinnen kommen! Die Streicher fahren hier zu einer im HOBBIT bisher unbekannten Grandeur auf. Interessant ist die Verbindung des Spinnen-Materials mit der musikalischen Palette Dol Guldur; das Orchester stellt klar heraus, woher diese Biester kommen (4:21). Als Bilbo den Ringe verlieht, ertönen die ersten Töne (5:55), und wenig später (6:43) erklingt dann ein wohlbekanntes Thema: 'Die Geschichte des Ringes', zaghaft in den Streichern. Konzeptionell markiert dieses Thema entweder den Wechsel des Ringes von einem Träger zum Anderen, oder es beschreibt eine signifikante Station auf seiner Reise. Und genau dies passiert hier, als Bilbo und der Eine Ring das erste Mal voneinander getrennt werden und Bilbo seine Abhängigkeit von dem Ring das erste Mal spürt. Legolas, der seinem Vater Thranduil ergeben folgt, wird mit keinem eigenen Thema ausgestattet, sondern bekommt eine Variation des 'Waldlandreichs', eine Mischung aus Dur-Hormonien und Flamencoanleihen. Sein Auftritt wird von einer militanten Variante des 'Waldlandreich'-Themas markiert (7:32), worauf hin 'Tauriels' verschnörkelte Variante folgt (7:51). Ihr Thema ist eine mehr herz- als kopfgeführte 5-notige Melodie.

Die Musik der Waldlandelben ist auffallend dunkler als die ihrer Verwandten aus Bruchtal oder Lórien. Die dunkle, brodelnde Komplexität Thranduils schwingt hier immer mit. "The Woodland Realm" beginnt mit 'Thranduils' Thema – einer Phrase aus hohen, sowie tiefen Tönen auf dem Waldhorn, konterkariert und unvorhersehbar. Das Thema der Waldelben ertönt schließlich bei 00:36. Auch hier bedient sich Shore den bekannten Elbenbausteinen: Ein Frauenchor, geführt von einer zackigen Streicherphrase, die sehr an die militante Variation des 'Lothlórien'-Themas (u.a. zu hören in Helms Klamm, und als die Zwerge den geheimen Eingang nach Bruchtal finden) erinnert. Die Erhabenheit der Elben wird hier militärisch interpretiert. Der Track endet mit zwei unterschiedlichen Variationen von 'Tauriel'.

"The Feast of Starlight" öffnet mit 'Tauriel'. Shores neues Thema 'Tauriel/Kili' schließt sich direkt an (1:26). Die filigrane Linie beschreibt die zerbrechliche Verbindung zwischen der Elbin und dem Zwerg, der Text von Phillippa Boyens, "The White Light Of Forever", drückt dies in einer bisher unbekannten Mischung aus Khuzdul und Sindarin aus. Dieser Modus wird von einer abgebrochenen Iteration des 'Geschichte des Rings'-Themas abgelöst. Eine ähnliche Konstellation aus 'Tauriel' und 'Tauriel/Kili' findet ebenfalls in "Kingsfoil" statt. "Barrels Out Of Bound" beschreibt Bilbo in seiner abenteuerlichen und zerstreuten Qualität, als er die Zwerge aus den Kerkern befreit und in das Weinlager führt.

"The Forest River" ist wohl das musikalische Actionspektakel des Filmes. Die vorwärtstreibenden Streichersalven werden unterlegt mit den aus "Wilderland" bekannten Verzierungen. Generell überwiegt hier ein Klangteppich, der über den Streichersalven verschiedenes Material der Elben kombiniert und variiert. Bei 1:10 erklingt eine kriegerische Variante des 'Tauriel'-Themas, Legolas‘ 'Waldlandreich'-Variation folgt ihr auf den Fersen und alteriert wiederum mit 'Tauriel'. Ab 1:53 stoßen die musikalischen Merkmale Dol Guldurs hinzu. Bei 3:28 hört man zum ersten Mal seit dem Prolog 'Thorins' Thema, erst im Untergrund, dann in heroischer Iteration. Der Höhepunkt des Tracks liegt bei ca. 4:00, mit einer impulsiven und forcierten militanten Variation des 'Waldlandreiches', die eine heroische Variation von Legolas‘ Flamenco erhält: Legolas, auf den Köpfen der Zwerge tanzend, schlachtet einen Ork nach dem anderen ab. Um 4:32 hat schließlich 'Azog' seinen Auftritt.

Nachdem die Zwerge entkommen sind, werden sie mit 'Bard' konfrontiert ("Bard, A Man Of Lake-Town", ca. 2:34), einer Linie zwischen Bb-Moll und G-Moll. Wie Doug Adams in den Liner Notes herausstellt, beginnt sein Thema mit den gleichen Schlägen, wie auch 'Girion' und das 'Erebor'-Thema. Eine ethnologische und Gesinnungsverwandschaft zwischen Bard und der Queste der Zwerge wird somit auch musikalisch bestätigt.

In "The Nature of Evil" macht sich zum ersten Mal eine Phrase des Bösen bemerkbar: 'The Footsteps of Doom' (0:40). Dieses Ostinato begleitet ebenfalls Sauron in der Schlacht von Dagorlad, als er Elendil erschlägt. Außerdem ertönt es als die Nazgul im Auenland eingeführt werden. Dieses Ostinato ist vom Rhythmus der Ringgeister abgeleitet: Die Nazgûl wurden geweckt - und Gandalf weiß, was er zu tun hat! Schnell verbindet sich dieses Thema mit dem Saurons.

Das Seestadt-Material wird schließlich voll ausgerollt in "Protector of the Common Folk". Das Material, das Shore hier aufweist, ist geprägt von Oboen und Streichern. 'Bard' ertönt auch hier in der ersten Minute gleich zweimal. Eine schwere Variante von 'Thorins' Thema tritt auf den Plan, bevor Seestadt zum ersten Mal musikalisch in Erscheinung tritt (1:44; richtig dann ab 1:50). Der weitere Verlauf spielt auf den Meister von Seestadt ('Die Politiker von Seestadt'; 2:28-2:50) an. Shore illustriert hier sehr schön die esgarother Bürokratie, die Üblen Absichten der Herrschenden, das Geldwiegen, die schmierigen Haare, das schnöde Vor-sich-hin-leben in der Isoliertheit auf dem See.

Bei "Thrice Welcome" sind wir nun musikalisch vollkommen in Seestadt angekommen. Das 'Seestadt'-Thema eröffnet den Track, um dann in dunklere Gefilde abzuschweifen. 'Die Politiker von Seestadt' machen sich breit und der Dunst der Stadt auf dem See greift auf den Score über. Die verschiedenen Sektionen des 'Seestadt'-Themas und der 'Politiker' werden hier mit anschwellenden Streicherphrasen und Varianten des 'Bard'-Themas verbunden. Die klarste Herausstellung des 'Politiker von Seestadt' hört man zwischen 2:25-2:38, bevor die Partitur in Richtung 'Bilbo/Took' abgleitet und mit Bilbos zerstreuter Variation schließt.

Als Thorin die Balliste Thals auf einem der Türme Seestadts entdeckt, setzt "Girion, Lord Of Dale" ein. Es beginnt mit 'Girions' Thema, das mit den gleichen Noten wie 'Bard' beginnt (0:18-0:59), den Stammbaum widerspiegelnd. Das 'Waldlandreich'-Spektrum tritt auch hier auf: 'Tauriel' und das 'Waldlandreich' alterieren. Weiterhin führt Shore hier ein weiteres neues Zwergenthema ein: 'Das Haus Durins' (3:07). Doug Adams beschreibt das Thema als eines, das von der Erbschaft Erebors gleichzeitig erstrahlt und geplagt wird. Als Bard die Prophezeiung rezitiert, ertönt ein Chor von tiefen Männerstimmen, der die stolze Sehnsucht dieses Volkes ausstrahlt, dessen Anführer Thorin ist. Das 'Haus Durins' wird musikalisch nach den ersten ansteigenden Noten unterbrochen und muss den Aufstieg von neuem beginnen. "Durins Folk" besticht durch seine klaren, jedoch in der Stimmung gedämpften Variationen des bisher etablierten Wilderland-Materials. Zu hören gibt es hier 'Thorin', 'Erebor', 'Seestadt', in alterierenden Iterationen. Sehr schön ist hier die Zusammenfassung des 'Erebor'-Themas und eines angespielten 'Throin'-Themas, zwischen 1:51 – 2:22. Bemerkenswert ist, das 'Thorins' Thema nur aus seinem aufsteigenden, heroischen Anfang besteht, die zuvor existierenden Zweifel in dem absteigenden Mittelteil aber ausgelassen werden. Thorin triumphiert: Er wird vom Meister von Seestadt frei gelassen und darf zum Erebor ziehen! Doch 'Bolg', in einer Abwandlung der 'absteigenden Terz', ist ihm auf den Fersen.

'Das Haus Durins' eröffnet "In The Shadow Of The Mountain" in einer rein musikalischen Fassung. Eine mächtige Fassung des 'Erebor' schließt sich an. Doch die Streicher ahnen, dass die Ruhe nur trügerisch ist, und bereiten sich auf 'Smaug' vor, der in seinem 'hinterhältigen' Thema ab 1:30 in Erscheinung tritt, dass sobald in eine gedämpfte Fassung seines 'Zorn'-Themas übergeht (ab 1:43).

Währenddessen macht sich Gandalf daran, in "A Spell Of Concealment" Dol Guldur zu erkunden. Saurons 'absteigende Terzen' kündigen Unheil an. Diverse Iterationen des 'Nekromanten', der 'absteigenden Terzen' und des 'Gandalf der Graue'-Thema (heroisch, 1:45) machen diesen Track aus, der zwischen 2:30 und 3:00 in einer voll ausgespielten Phrase von 'Saurons absteigenden Terzen', die in einem crescendo des 'Das Böse des Ringes/The Evil of the Ring' übergehen. Sauron weiß, wonach er sucht und der Score beschreibt, wo es enden könnte, wenn es nach dem Herrn der Ringe ginge. Die bekannten Konstellationen aus Rhaita und Streichern wiederholen die 'absteigenden Terzen' mit voller Wucht und bescheinigen dem Bösen einen ersten Sieg: Gandalf ist gefangen!

"On The Doorstep" bescheinigt ebenfalls Erfolg: Die Zwerge haben es zum Erebor geschafft. Das 'Erebor'-Thema erklingt in einer heroischen Variation und geht dann in das zuvor gehörte 'Thorins Triumph' über (0:44-1:00). 'Seestadt'-Phrasen und diverse Anspielungen auf 'Thorin' und 'Das Haus Durins' begleiten das Geschehen. Bruchtal Arpeggios honorieren Elronds Verdienst an dieser Queste, war er es doch, der die Mondrunen gelesen hat (4:09-4:55). Das Mondlicht offenbart den Eingang in den Berg und eine nachdenkliche Variation des 'Thorin'-Themas setzt ein. Eine neue triumphierende Fassung des 'Erebor'-Themas erklingt jetzt auch mit Chor (5:21-5:40), die Tür ist geöffnet und ein weiterer Schritt auf dem Weg in ihre Heimat ist geschafft. Der Titel schließt mit diversen Variationen des 'Thorin'-Themas und mit dem 'Arkenstein' (7:08): Bilbo erhält seinen Auftrag.

Smaug ist weit mächtiger, als das je ein Orchester seine Größe und Macht musikalisch ausdrücken könnte. Deswegen beschränkt sich Shore eher auf eine atmosphärische Ausgestaltung: Chinesische Dizi-Flöte, Japanische Shakuhachi-Bambuslangflöte, und Bassoboe drücken die Gewalt und die Gerissenheit des Feuerspeiers aus. Balinese Gamelans, ein Ensemble aus Metallophonen (Gongs und Trommeln), die vorwiegend auf Java und Bali vorkommen, erklingt. Das Besondere an diesem Instrument ist, dass die Kernmelodie ('Smaugs' Thema) von den anderen Instrumenten des Ensembles improvisierend begleitet wird, um so das Klangbild zu färben. Harfen, Gongs, Cymbals, und weitere exotische Instrumente erzeugen einen Klangteppich, der weit mehr ist, als ein Thema, sondern eine mächtige Klangmalerei, die jeden Zug des komplexen Charakters widerzuspiegeln vermag, Gegensätze und Harmonien bestimmen sein Wesen.

Es scheint, als ob Smaug zwei Themen bekommen hat. Ähnlich wie 'Gollum'/'Smeagol', scheint Smaug ein zorniges ("In the Shadow Of The Mountain", 1:44-1:57; "Inside Information", 0:07 spielt die ersten beiden Noten an) und ein hinterhältiges Thema („Inside Information“, 0:38-1:02; sehr prominent bei 1:59) bekommen zu haben. Diese Themen alterieren in verschiedener Intensität. Das zornige Thema steht 'Saurons absteigenden Terz' sehr nahe. Eine Art, die Gefahren, die von Smaug ausgehen, musikalisch auszudrücken: Auch wenn er noch nicht auf der Seiten des Bösen von Mordor steht, die Chance könnte durch ungeahnte Schicksalsfügungen jederzeit erreicht werden. Alles, was benötigt wird, ist eine leichte Harmonievariation.

Mit Hilfe von "Kingsfoil" versucht Tauriel, Kilis Verletzung zu heilen. Eine Alteration zwischen Ihren Thema und 'Tauriel/Kili' ertönt, bevor eine bekannte Phrase aus DER HERR DER RINGE zurückkehrt: Tauriel erscheint Kili in gleißendem Licht, genauso, wie Arwen Frodo erschienen ist, zu einer Phrase der 'Elbischen Heilung' (ab 1:56).

"A Liar And A Thief" spielt viele düstere Themen an. Bilbos Ausgabe ist es, den Arkenstein zu bergen. Jedes Mal, wenn er ihn sieht, ertönt das 'Arkenstein'-Thema. Neben Alterierungen der 'Smaug'-Themen, werden in Schnitten zum Geschehen in Seestadt 'Sauron absteigende Terzen' gespielt. In "Smaug" und "My Armour Is Iron" ist der Feuerdrache nun in seiner vollen Boshaftigkeit zu erleben. Der Klangteppich aus Gongs, dem 'Zorn'-Thema und erbebenden Blechbläsern lassen seine Wut vollends aufbrausen.

In "The Hunters" wird energisch zwischen den Schauplätzen variiert: 'Seestadt'-Material wechselt sich mit 'Smaug' ab. 'Die Poliker von Seestadt' eröffnen den Track, bevor 'Smaug' und 'Thorins Triumph' übernehmen. Verschiedene Iterationen von 'Bard' und 'Girion' lenken den Blick zurück nach Seestadt. Unbekannte, äußerst düstere Variationen der 'absteigenden Terz' (3:20) sind zu hören. Es übernehmen die elbischen Klänge von 'Tauriel' und dem 'Legolas'-Flamenco, alterieren mit 'Thorin' und den 'absteigenden Terzen', als die Orkarmee Dol Guldur verlässt. Bei 5:00 ist das aus RÜCKKEHR DES KÖNIGS bekannte Thema 'Die Heldentaten von Legolas' zu hören (als er den Mûmakil erledigt).

"Smaug" lässt die wohl majestätischsten Variationen von 'Smaug' ertönen. "My Armour Is Iron" bietet eine energische Fassung von 'Smaugs Zorn' (0:30), gefolgt von einer triumpfierenden Fassung des 'Haus Durins' (0:54). Der Chor ab 3:22 beschreibt die Vergoldung des mächtigen Drachen. Der Track endet mit einer chorischen und langsamen Phrase von 'Smaugs Zorn'. Dem Drachen hinterher blickend bereut Bilbo: "Was haben wir getan?"

Die Abspannmusik in "Beyond The Forest" nimmt noch einmal die Themen des 'Waldlandreiches' und von 'Tauriel/Kili' auf.


Alle Zeitangaben beziehen sich auf die Special Edition des Soundtracks, außer es ist anderweitig vermerkt. Diese Analyse ist durch Hörverstehen entstanden und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Die gewählten Themennamen stammen aus den Soundtrackanmerkungen von Doug Adams, wurden aus den offiziellen Titelbezeichnungen auf den CDs hergeleitet, oder werden aus dem existierenden Material zu DER HERR DER RINGE weitergeführt. Ebenso stammen einige der Notenbeispiele von Doug Adams Liner Notes.

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