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E-Mails des HOBBIT-Deals veröffentlicht

; Quelle: Fairfax-News

Da in letzter Zeit immer wieder die Gesetzesänderungen und Steuererleichterungen der neuseeländischen Regierung zugunsten des HOBBITS in der Kritik standen, wurde nun der gesamte E-Mail-Verkehr zwischen Regierung und Peter Jackson öffentlich gemacht.

In den E-Mails zwischen Peter Jackson und Vertretern der Regierung aus dem Jahr 2010 geht es vor allem um den Boykott der Schauspielgewerkschaften, sowie den damit verbundenen Abzug der HOBBIT-Produktion aus Neuseeland. Peter Jackson war seinerzeit selbst an die Öffentlichkeit gegangen, um die Verfilmung zu ermöglichen und in Neuseeland zu behalten, und hatte sich eine öffentliche Schlammschlacht mit Gewerkschaftsvertretern geliefert.

In einem Statement sagt Peter Jackson heute, dass er die Veröffentlichung des E-Mail-Verkehrs begrüße, damit endlich die ganzen Verschwörungstheorien ein Ende hätten, die besagten, dass das Hollywoodstudio die Regierung zu den Gesetzesänderungen gezwungen hätte.

Die E-Mails von Peter Jackson an Tim Hurdle (den Berater des neuseeländischen Wirtschaftsminister Gerry Brownlee) enthüllen vor allem, dass der Regisseur dem australischen Gewerkschaftsboss Simon Whipp vorwirft, er habe mit voller Absicht geplant, die HOBBIT-Produktion zum Entgleisen zu bringen. Jackson schreibt unter anderem über Whipp: "Er ist auf einem Rachefeldzug mit dem Ziel, unserem Film, der Filmindustrie und unserem Land so viel Schaden wie nur möglich zuzufügen."

Whipp benutze die HOBBIT-Filme, um seinen Fuß in die neuseeländische Filmindustrie zu bekommen und die Verträge für jeden einzelnen Schauspieler zu kontrollieren: "Ich kann diesen vergifteten Schwachsinn wirklich nicht mehr länger ertragen. Alles was ich möchte, ist Filme drehen. Aber ich hatte in den letzten drei Wochen nicht mal die Möglichkeit überhaupt an den Film zu denken."

"Warner kommt Mitte der Woche - Ich hoffe ihr könnt Euch alle in einen Raum setzen und ein positives Ergebnis herbeiführen."

Weiter schreiben Jackson und Fran Walsh, dass Whipp sie "zum Narren gehalten hätte."

"Wir können diesen Wahnsinn nicht länger ertragen."

Später schrieb Jackson an Kulturminister Chris Finlayson, dass die Gewerkschaft Hunderte, wenn nicht sogar Tausenden von neuseeländischen Arbeitsplätzen leichtfertig aufs Spiel setzen würden.

Heute erklärte Peter Jackson in einer Pressemitteilung, dass die E-Mails den extremen Stress zeigen, unter dem er als Filmemacher zu dem Zeitpunkt stand. Durch die Aktionen der Gewerkschafter habe man sich in der sehr surrealen Situation befunden, dass Hunderte Schauspieler und Mitarbeitern der neuseeländischen Filmindustrie ihn gebeten hätten, sie gegen die destruktiven Pläne der Gewerkschaften zu verteidigen, obwohl man ja eigentlich denken sollte, dass es umgekehrt sei. Jackson war kurz nach der Lösung der Probleme mit einem schweren Magengeschwür in die Notaufnahme eingeliefert worden.

Wer sich weiter mit diesem Thema und den Hintergründen beschäftigen möchte, dem sei mein Buch BILBOS REISE ZUM EREBOR empfohlen, in dem der gesamte Konflikt zwischen Jackson und den Gewerkschaften noch einmal aufgeschlüsselt und im Detail erklärt wird.

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