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Warner verklagt Tolkien-Erben

; Quelle: Hollywood Reporter

DONG! - Und es geht in die nächste Runde im Boxring. Die Kontrahenten sind in der rechten Ecke Warner Bros. mit ihrem Staranwalt Daniel Petrocelli, in der linken Ecke die Erben von J.R.R. Tolkien vertreten durch Anwältin Bonnie Eskenazi. Nachdem in der letzten Runde die Tolkien-Erben das Studio Warner aufgrund der Lizenzen für Computerspiele und Glücksspielautomaten verklagt hatte, klagt Warner nun zurück.

In der neusten Klageschrift wirft die Filmproduktionsfirma den Erben von J.R.R. Tolkien, sowie dem Verlag Harper Collins, vor, mit ihrer Klage im letzten Jahr für enorme Einnahmeeinbußen und entgangene Lizenzvertragsabschlüsse verantwortlich zu sein.

Wie wir berichteten, hatte das Tolkien Estate zusammen mit Harper Collins im November geklagt, um die Vermarktung von Tolkiens Werk durch Computerspiele und Glücksspielautomaten zu verhindern. Für die bereits abgeschlossenen Lizenzen forderten sie 80 Millionen Dollar Schadensersatz, da in dem Merchandising-Vertrag aus den 60er Jahren keine Vermarktung in elektronischer oder digitaler Form vorgesehen sei. In der Gegenklage zeigt sich Warner nun sehr erstaunt über den Vorwurf, da die Saul Zaentz Company mit dem gleichen Vertrag jahrelang Computerspiele lizenzieren ließ und nie ein Einspruch kam. Durch die Klage aber, die auch durch die Öffentlichkeit ging, habe man potentielle Lizenzpartner für den HOBBIT abgeschreckt und so einen Millionenschaden verursacht. Zudem fordert Warner sein Recht zurück, sehr wohl Lizenzen für Videospiele und Spielautomaten verkaufen zu dürfen.

Bonnie Eskenazi, Anwältin der Tolkiens, erklärte gegenüber dem Hollywood Reporter: "Das ist ein klassisches Beispiel für Schikane. Die Tolkiens und Harper Collins wollten mit ihrer Klage nur erwirken, dass sich Warner und Saul Zaentz an die vertraglichen Vereinbarungen halten. Die Gegenklage von Warner und Zaentz ist schlicht der Versuch, die Tolkiens und Harper Collins zu bestrafen, dafür, dass sie es gewagt haben gegen das Studio vorzugehen und ihm zu sagen, dass es nicht mehr Rechte hat, als ihm vertraglich zugesichert wurde. Zum Glück schützt die Rechtsprechung Leute wie die Tolkiens oder Harper Collings vor solchen Einschüchterungsversuchen."

Warner Bros. äußerte sich bisher nicht zu der neuen Klage.

Der Streit zwischen den Tolkiens, Warner und Saul Zaentz hat bereits lange Tradition. Die drei Parteien klagen und streiten seit vielen Jahren über die Filmverträge zu DER HERR DER RINGE und DER HOBBIT und das damit verbundene Merchandising.

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