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In der Maske mit Thorin

; Quelle: News.com.au

Wer hätte gedacht, dass ein Zwerg so gut aussehen kann? Aber solche Schönheit kommt nicht von selbst, sondern ist aufwändig und kostenintensiv. Ein Gespräch mit Richard Armitage.

Im Gespräch mit einem australischen Reporter verriet Thorin-Darsteller Richard Armitage, dass zu dem Aussehen des Zwergenanführers erst ungezählte Stunden in der Maske, eine Perücke, ein Bart, acht Wochen Zwergen-Training und Maskenteile im Wert von 1,6 Millionen Dollar geführt haben.

"Ich lasse gerade meinen Bart derzeit wieder wachsen für die Nachdrehs. Die Haare sind übrigens nur eine Perücke, was viele Leute nicht glauben wollen. Und meine Stirn und die Augenbrauen sind übrigens auch alles Maskenteile."

Und die mussten bei den Dreharbeiten Tag für Tag neu angebracht werden.

"Es dauert über drei Stunden bis ich in der Maske fertig bin – davon etwa anderthalb Stunden für das Gesicht und 45 Minuten für die Haare. Da wir um 8 Uhr morgens mit dem Dreh beginnen, muss ich jeden Tag um 4:30 Uhr in der Maske sitzen und das über 270 Drehtagen!"

Und der Aufwand ist enorm.

"Jedes einzelne Maskenteil ist unglaublich teuer. Jedes Teil kostet ungefähr 2000 Dollar und weil sie so unglaublich empfindlich sind, werden sie immer nur einmal verwendet und danach in den Müll geworfen. Ich hatte eine Sammlung von Thorins Augenbrauen an der Wand hängen. Jedes einzelne Haar wurde per Hand eingesetzt und jeden Tag müssen die Augenbrauen gleich aussehen, das ist eine richtige Kunst. Unser Maskenbildnerin hat also jede Nacht damit verbracht die Augenbrauen-Haare in die Masse einzubringen, dabei ist sie total perfektionistisch. Das ist eine ganz eigene Art von Handwerk."

Darauf angesprochen, warum seine attraktive Nase künstlich vergrößert werden musste, lacht Armitage. "Machen sich die Leute wirklich Gedanken über meine Nase? Ich habe sie mein ganzes Leben gehasst, dass es lustig ist, dass die Leute sie nun mögen. Als sie mir anfangs die Nase aufgesetzt hatten, meinte ich immer, ob das wirklich notwendig sei. Es hätte meiner Meinung nach auch so geklappt. Aber lustigerweise kam mir am Ende des Tages, wenn ich die künstliche Nase abnahm, meine Nase immer ganz klein vor. Das war toll."

Auf die Rolle von Thori Eichenschild habe er bereits früh ein Auge geworfen. Als er die Zusage dann bekommen hatte, beschäftigte er sich eingehend mit den Zwergen. Er fragte sich, wie sie sich wohl bewegen würden, wie sie redeten und so weiter. "Wir hatten acht Wochen Training vor den Dreharbeiten, in denen wir lernten, wie Zwerge zu gehen. Ich hatte ein Stunt-Double, ein Größen-Double und ein Reit-Double. Natürlich ist mein Stunt-Double ein wesentlich besserer Schwertkämpfer als ich, aber im Laufe der Dreharbeiten hatte er mir einiges gezeigt und beigebracht, so dass ich einige Sachen selber machen konnte. Einige der größeren Stunts habe ich tatsächlich selber gemacht, beispielsweise als Bilbo vom Berg rutscht und Thorin hinterher hechtet um ihn zu retten und beinahe selber runter fällt. Erst hat mein Double das gemacht, aber dann hat er mich gefragt, ob ich es auch mal versuchen wolle. Und ich so: ja klar, ich kann‘s versuchen. Das klingt ja immer wie eine ganz heldenhafte Sache, wenn Schauspieler ihre Stunts selber machen. Aber mir hilft es tatsächlich mich besser in die Rolle zu finden. Es geht nicht darum, dass man damit angibt: Oh, ich mach meinen eigenen Stunts. Es geht eher darum dass man sagt: Ich bin diese Figur, ich kämpfe wie diese Figur und ich fühle wie diese Figur."

Tolkiens Roman "Der Hobbit" hat Richard Armitage übrigens bereits als Kind gelesen und geliebt. Vor den Dreharbeiten nahm er sich das Buch aber noch einmal vor. "Im Buch liebe ich die Figur von Bard, und ich freue mich darauf zu ihn auf der Leinwand zu sehen."

Aber nicht nur auf Bard den Bogenschütze freue er sich im zweiten Film, sondern auch viele der digitalen Kulissen. "Außerdem freue ich mich darauf das Königreich der Elben zu sehen. Teile davon habe ich ja schon am Set gesehen, und das war schon spektakulär. Und der Düsterwald, ich will unbedingt sehen, wie der Düsterwald auf der Leinwand aussieht, wird vermutlich sehr psychedelisch. Das wird auf jeden Fall interessant, was Peter daraus mache. Aber das darf ich noch nicht verraten."

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