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DER HOBBIT: SMAUGS EINÖDE – Soundtrack-Analyse

; Quelle: HDRF.de

Vor einem Jahr bescherte Howard Shore uns ein Filmmusikereignis sondergleichen. Experten meinten gar, der Score zu DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE weise mehr Themen auf, als DER HERR DER RINGE: DIE GEFÄHRTEN. Ab sofort kann man die Filmmusik von DER HOBBIT: SMAUGS EINÖDE hören. Hier ist unsere detaillierte Besprechung und Themenanalyse.

Und somit begann sie vor einem Jahr: Eine neue Ära für Mittelerde- und Filmmusikfans. Und genauso wie die Filme selbst musste auch Howard Shore sich an seinen früheren Werken messen lassen. Fest steht, es gibt heutzutage sehr wenige Filmmusikkomponisten, die über einen solch langen Zeitraum konsequent und ideenreich Themen erarbeiten, verarbeiten und verknüpfen. Mit der Veröffentlichung des Scores zu DER HOBBIT: SMAUGS EINÖDE fügt Howard Shore seinen bisher veröffentlichten 12 Stunden Mittelerde-Score weitere zwei Stunden und acht Minuten Musik hinzu.

Auch dieser Score weist wieder eine Fülle von bekannten Themen auf. Allerdings begeistert er durch seine überwältigende Atmosphäre und dunklerer Klanggebung. Schnarrende Blechbläser und dunkles Rumoren dominieren den wenig triumphierenden Score – denn die Zwerge haben dieses Mal wenig zu feiern. Auf dem Weg zum Erebor bekommen es Bilbo, Thorin und Co. nicht nur mit dem Gestaltenwandler Beorn, den Ausgeburten Ungolianths, den Elben des Waldlandreiches und den Menschen von Seestadt zu tun, sondern sie begegnen dem ehrwürdigsten und entsetzlichsten Verhängnis ihres Zeitalters: Dem Drachen Smaug. Während dessen begegnen Gandalf und Radagast dem Bösen in den Hohen Schluchten und in Dol Guldur.

Während Howard Shore die Musik für den Film komponierte, hat der in Hollywood nicht ganz unbekannte Conrad Pope die geschriebene Musik für den Film arrangiert und für die Neuseeländer Philharmoniker dirigiert. Pope hat unter anderem für Alexandre Desplat und John Williams als Orchestrator gearbeitet.

Etwas, dass die HOBBIT-Soundtracks von seinen Vorgängern der HERR DER RINGE-Trilogie unterscheidet sind vielen neuen, filigranen Themen, die nicht unbedingt durch ihr Mitsummpotenzial, sondern durch ihre variierenden Iterationen und Verknüpfungen überzeugen und hängen bleiben. Die Themen sind in ständigem Wandel. Es gibt kaum ein Thema, dass in seiner Iteration stabil bleibt. Genauso, wie die Gemeinschaft sich durch Mittelerde bewegt, bewegen und entwickeln sich auch die Themen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Score dieses Mal im Film niederschlägt. Während des ersten Filmes waren Filmmusikfans weltweit wenig angetan von den Änderungen, die im Music Department getroffen wurden. Die Entscheidung, Thorins Angriff auf Azog mit dem Thema der Ringgeister zu unterlegen, oder die wunderschöne Chorstelle aus "Radagast The Brown" zu streichen stößt immer noch vielen sauer auf. Dieser Score liefert leider noch keine Antworten auf diese künstlerischen Entscheidungen. Wir warten also geduldig auf den Film, und noch mehr auf DER HOBBIT: HIN UND ZURÜCK, dem nun leider wirklich letzten Kapitel von Peter Jackson Mittelerde-Saga.

Wir sind sehr begeistert von der düsteren thematischen Vielfalt. Das neue Elbenmaterial und die Klangwelt Seestadts, nicht zuletzt die thematische Vielfalt Smaugs lassen zwar an langen, einprägsamen Mitsummphrasen vermissen, stehen ihren Verwandten aus der HERR DER RINGE-Trilogie aber in nichts nach. Shore’s Interpretation einer Einöde ist ein wahres Fest für gespitzte Ohren, das besonders gen Ende an Klangkomplexität gewinnt und zu schon jetzt zu einem Klassiker der Filmmusik gehört.

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