Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Weinstein-Brüder im Clinch mit dem Hobbit

; Quelle: Hollywood Reporter

Die beiden Filmproduzenten Harvey und Bob Weinstein gehören zu den mächtigsten Männern in Hollywood. Ende letzten Jahres haben sie die Produktionsfirma Warner verklagt, weil sie ein Stück vom HOBBIT-Kuchen abhaben wollen.

Der Hintergrund der Klage: Bereits vor 17 Jahren plante Peter Jackson schon einmal den HOBBIT zu verfilmen, damals gemeinsam mit den Weinstein-Brüdern. Als sich aber die rechtliche Situation als zu kompliziert erwies (Film- und Verleih-Lizenzen waren aufgespalten), beschloss man stattdessen mit DER HERR DER RINGE zu beginnen. Peter Jackson und Fran Walsh wollten Tolkiens Fantasy-Epos damals unbedingt als Zweiteiler inszenieren, die Weinstein-Brüder aber waren der Meinung, dass das Buch dafür nicht genug hergeben würde. Als Produzenten der Verfilmung weigerten sie sich aus dem HERRN DER RINGE zwei Filme zu machen und stellten Peter Jackson vor die Entscheidung: Entweder nur ein Film oder gar kein Film. Der neuseeländische Regisseur war aber nicht bereit, die Handlung derartig runter zu kürzen, dass er seinerseits einen Deal vorschlug: Wenn er innerhalb von zwei Wochen einen anderen Geldgeber an Land ziehen könne, würden die Weinsteins das Projekt für eine Ablösesumme und eine Beteiligung abgeben.

Und so kam es dann auch. Innerhalb kürzester Zeit gelang es Peter Jackson Bob Shaye bei New Line Cinema (heute eine Tochter von Warner) zu überzeugen und der erklärte sich sogar bereit drei Filme zu finanzieren. Für eine Ablösesumme von 10 Millionen Dollar und eine prozentuale Beteiligung (5%) traten die Weinstein-Brüder damals die Verfilmungsrechte für DER HERR DER RINGE und DER HOBBIT an New Line Cinema (Warner) ab.

Alles schien bestens und geklärt, bis auf eine Kleinigkeit. Denn die Weinsteins hatten damals nicht im Traum daran gedacht, dass auch der HOBBIT einmal als Mehrteiler verfilmt werden könnte. Also stand im Vertrag, dass sie an einem Hobbit-Film prozentual beteiligt sein würden. Laut Hollywood-Reporter haben die Weinstein-Brüder für DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE von Warner auch vertragsgemäß 90 Millionen Dollar bekommen. Doch dann kam der zweite Film SMAUSG EINÖDE in die Kinos und diesmal gingen die Weinsteins leer aus. Warner Bros. hatte den Passus im Vertrag zu den eigenen Gunsten so interpretiert, dass die Weinstein-Brüder halt nur am ersten Film beteiligt würden. Wörtlich steht sogar bezüglich einer Beteiligung an einer HOBBIT-Verfilmung im Vertrag, dass dies nur für "the first motion picture" gilt.

Daraufhin forderten die Weinsteins über ihren Anwalt von Warner auch eine Beteiligung an dem zweiten und dem dritten Film. Warner erklärte sich bereit ein Angebot zu machen und schlug vor, den Fall vor einem nicht-öffentlichen Schiedsgericht zu klären. Die Weinsteins lehnten das Angebot zum Gespräch aber ab und reichten offiziell Klage ein, so dass der Fall nun vor einem öffentlichen New Yorker Gericht verhandelt werden musste. Letzte Woche fand die erste Anhörung unter Richterin Eileen Bransten statt. Sie kritisierte die Entscheidung der Weinsteins das Gesprächsangebot von Warner abzulehnen und wies die Klage mit der Begründung ab, dass die Parteien zunächst versuchen sollten sich außergerichtlich zu einigen.

Sponsor
Anzeige

Die nächsten Termine

Zu den Terminen

*