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Der HOBBIT als inoffizieller Fan-Cut

; Quelle: tolkieneditor

Vor allem langjährige Tolkien-Fans haben sich an einigen hinzugefügten Szenen in Peter Jacksons HOBBIT-Trilogie gestört. Deswegen war es nur eine Frage der Zeit, bis nach STAR WARS: EPISODE I und TRANSFORMERS auch DER HOBBIT seinen eigenen Fan-Cut bekommt. Von über 8 Stunden Laufzeit runtergekürzt auf 4:33 Stunden soll die neue Version nun wesentlich näher an der Buchvorlage sein.

Der Fan unter dem Pseudonym "tolkieneditor" erklärt in seinem Posting, dass er die HOBBIT-Verfilmungen von Peter Jackson grundsätzlich gemocht habe, sie ihm nur viel zu lang waren, wodurch der Genuss geschmälert worden sei. Außerdem habe ihn gestört, dass Bilbo Beutlin, der ja eigentlich der Hauptcharakter sei, oft nur eine unwichtige Nebenrolle spiele. Daher setzte er sich an die Trilogie und kürzte sie nahezu auf die Hälfte der Zeit, um sie inhaltlich wieder dem Roman von J.R.R. Tolkien anzunähern.

Der Fan-Schere zum Opfer fielen unter anderem die Nachforschungen in Dol Guldur und der Kampf des Weißen Rates gegen den Nekromanten. Auch die Liebesbeziehung zwischen Tauriel und Kili musste weichen, ebenso wie viele Orkszenen mit Azog. Zwar konnte der bleiche Ork nicht ganz aus der Fassung getilgt werden, spielt aber nun nur noch eine kleine Rolle und taucht erstmals nach den Orkhöhlen im Nebelgebirge auf. Außerdem schnitt "tolkieneditor" viele kleine Szenen raus, die er für überflüssig hielt, beispielsweise Bards Gefangennahme oder den Angriff der Orks auf Seestadt. Auch der Prolog mit dem alten Bilbo flog raus und Smaugs erstem Angriff auf den Erebor. Außerdem verwandele sich Bilbo beim Kiefernwäldchen nicht mehr "absurderweise" in einen "John McClane mit Schwert".

Wie diese Kürzungen sich auf die Szenen auswirken, kann man in diesem kurzen Clip mit der Flucht in den Fässern sehen:

Die kompletten Infos samt technischer Details zu dieser inoffiziellen Version namens THE HOBBIT: THE TOLKIEN EDIT gibt es hier.

Anmerkung: Fan-Cuts (oder auch Fan-Edits) haben eine lange Tradition im Internet. Obwohl sie von vielen eher als Verstümmelung der Werke angesehen werden, sehen die Macher in ihren Neufassungen, die sie über Seiten wie Fanedit.org verbreiten, oft eine Verbeugung vor dem ursprünglichen Film, welche sich dadurch manifestiert, dass man sich mit dem künstlerischen Werk neu auseinandersetzt. Und es sind nicht nur Amateure, die solche Cuts erstellen, so hat beispielsweise Regisseur Kevin Smith (STIRB LANGSAM 4.0) mit THE PHANTOM EDIT seine persönliche, inoffizielle Fassung von STAR WARS: EPISODE I erstellt und Steven Soderbergh (OCEAN'S ELEVEN) hat den Film-Klassikers 2001 - ODYSSEE IM WELTRAUM umgeschnitten. Die Legalität solcher Fan-Cuts ist übrigens höchst umstritten und es besteht die Möglichkeit, sich mit dem Download eines solchen Films strafbar zu machen.

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