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Andrew Lesnie an Herzinfarkt verstorben

; Quelle: Hollywood Reporter

Der Meister des Lichts ist tot - Der Oscar-prämierte Kameramann Andrew Lesnie, dessen einzigartige visuelle Umsetzung von Mittelerde Millionen von Tolkien-Fans verzaubert hat, ist am Montag im Alter von 59 Jahren verstorben.

Die Kamera war sein Pinsel und die Kinoleinwand sein Papier - Wie kein anderer verstand Andres Lesnie es, eindrucksvolle Gemälde auf die Leinwand zu zaubern, die den Spagat zwischen Realismus und Artifizierung wagten. Als DER HERR DER RINGE: DIE GEFÄHRTEN im Jahr 2001 ins Kino kam, staunten viele Zuschauer nicht schlecht, denn solche Bilder hatte man vorher nie gesehen. Unvergessen sind seine Farbpalette von Gold- und Grüntönen im Auenland, oder die bedrohlichen, kalten Kontraste der Wetterspitze. Mit seiner vielfach, preisgekrönten Umsetzung von DER HERR DER RINGE hat Lesnie die Kinolandschaft nachhaltig geprägt und verändert. Viele Filmemacher versuchten seinen Stil zu imitieren, nur wenigen gelang es.

Entscheidend für Peter Jacksons Entscheidung Lesnie als Kameramann für die HERR-DER-RINGE-Filme zu verpflichten, war dessen Kameraarbeit in EIN SCHWEINCHEN NAMENS BABE. Die Art, wie der australische Kameramann Hintergrundlicht und natürliche Lichtquellen wie die Sonne, einsetzte, um magische Einstellungen zu kreieren, habe ihn fasziniert. Die anschließende Zusammenarbeit entwickelte sich zu einer tiefen Freundschaft und die beiden arbeiteten gemeinsam an unzähligen weiteren Filmen, darunter IN MEINEM HIMMEL, KING KONG und natürlich der HOBBIT-Trilogie.

Seine eigene Arbeit betrachtete Lesnie immer sehr bescheiden.

Ich vertrete die Meinung, dass die beiden tragenden Säulen eines guten Filmes zum einen die schauspielerische Leistung der Darsteller und zum anderen das Drehbuch sind. Ich gestalte nur das Bild, um den Zusammenhang oder innere Monologe der Charaktere zu reflektieren. Der Herr der Ringe umfasst eine solch beeindruckende Anzahl von verschiedenen Ebenen und geht in so viele verschiedene Richtungen, dass es besser ist, den Prozess eher unterbewusst arbeiten zu lassen. Auf diese Art beginnt die Inspiration aus ganz verschiedenen, unerwarteten Situationen zu entspringen.

Zuletzt arbeitete Andrew Lesnie mit Russell Crowe an dessen Drama DAS VERSPRECHEN EINES LEBENS. Dieser nun letzte Film von Andrew Lesnie kommt am 7. Mai 2015 in die deutschen Kinos. Zu weiteren Werken Lesnies zählen Filme wie PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION, DIE LEGENDE VON AANG oder I AM LEGEND.

Seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kollegen möchten wir unser tief empfundenes Beileid aussprechen. Sein früher Tod hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schliessen sein wird. Der unerwartete und plötzliche Tot des Australiers ist ein schwerer Verlust für die Filmbranche und jeden Kino-Liebhaber.

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