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Chaotische Zustände und Improvisation am HOBBIT-Set (UPDATE)

; Quelle: HDRF

Von chaotischen Zuständen am HOBBIT-Set berichtet jetzt ein überraschend freigiebiges Making-Of-Video, in dem Regisseur Peter Jackson zugibt, dass er die meiste Zeit beim HOBBIT eigentlich gar nicht wusste, was er macht.

In dem Making-Of, das als Bonus-Feature bei DER HOBBIT: DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE Extended Edition dabei ist, sagt Peter Jackson, dass er meistens das Gefühl gehabt habe, es würde ihm alles entgleiten.

Damals bei DER HERR DER RINGE habe man sich insgesamt dreieinhalb Jahre Zeit für die Vorbereitung genommen, beim HOBBIT habe es so gut wie gar keine Vorbereitung gegeben, als Peter Jackson das Ruder von Guillermo del Toro übernahm. Er habe teilweise 21-Stunden-Tagen gehabt, also zwischen den Drehs immer nur 3 Stunden Schlaf gehabt. Dies habe einen völlig übermüdeten Regisseur zur Folge gehabt, was die Kreativität vermutlich nicht gerade gefördert hat. „Peter hatte gar keine Möglichkeit irgendetwas vorzubereiten“, verrät Unit Production Manager Brigitte Yorke und schiebt verschämt hinterher „Das darf ich doch eigentlich gar nicht sagen. Aber so war es.

Ich ging ans Set und hab einfach improvisiert“, gesteht Peter Jackson. „Das waren extrem komplexe Szenen, ohne Storyboards und man denkt sich einfach vor Ort irgendwas aus […] Die meiste Zeit beim Hobbit habe ich das Gefühl gehabt, die Kontrolle zu verlieren. […] Selbst was die Drehbücher angeht. Fran, Philippa und ich hatten nicht mal fertige Skripts, die unseren Ansprüchen entsprachen, es war also ein extremer Druck in dieser Situation.

Viele Sets seien erst am Tag des Drehs fertig geworden und Weta Workshop habe teilweise auch immer erst am Drehtag Waffen und Requisiten liefern können, anders als damals bei LOTR, wo teilweise Rüstungen Wochen vor Dreh fertig waren. Beim HOBBIT war Zeit Mangelware. Aufgrund dieser Situation habe man die Dreharbeiten für die Schlachtszenen sogar vorzeitig abgebrochen.

Wir hatten zwei Monate dafür 2012 eingeplant, aber dann waren wir an einem Punkt, als wir uns dem näherten, gingen wir zu unseren Produzenten und dem Studio und sagten: Wir haben gerade keine Ahnung, was wir überhaupt machen, wir haben keine Storyboards und keine Vorbereitungszeit, warum beenden wir es nicht einfach.

Der Dreh wurde um viele Monate nach hinten geschoben. Das gab Peter Jackson die Zeit, den Kopf frei zu bekommen und die Schlacht von Grund auf zu entwickeln. Selten zuvor wurden in einem offiziellen Making-Of-Video so offen die Probleme einer Produktion angesprochen. Das allein zeugt schon von Größe.


Update

In einer Stellungnahme, die jetzt bei TheOneRing.net veröffentlicht wurde, lässt Peter Jackson über seine Produktionsfirma WingNut Films klar stellen, dass das oben dargestellte Video aus dem Zusammenhang gerissen und verfälschend zusammen geschnitten worden sei. Aus der insgesamt 45-minütigen Featurette "Gathering of the Clouds" seien nur die negativen Aspekte und Probleme heraus gesucht worden, nicht aber wie sie gelöst worden seien. Unter anderem heißt es:

Peter has never made a secret of the fact that he took over the Hobbit directing job with very little preparation time remaining before shooting had to begin. It was a challenge he willingly took on. His comments are an honest reflection of his own personal feelings at times during the movie’s production. However they are not a reflection of either the actual production of these 3 movies – which was very tight, professional, happy, and finished on schedule and budget – nor do they reflect the finished result. Peter is very proud of the 3 Hobbit movies, and actually regards this period as one of his happiest film making experiences – something he has said publicly many times.

Die komplette Stellungnahme gibt es hier bei TheOneRing.net.

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