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Faszination DER HERR DER RINGE Hörbuch

; Quelle: HDRF

J.R.R. Tolkiens DER HERR DER RINGE kann man mittlerweile in den unterschiedlichsten Darstellungsformen bzw. Adaptionen genießen, ob als Filmtrilogie oder Hörspiel. Aber keine der Adaptionen ist so nah dran am Originalroman wie ein Hörbuch. Und mit der magischen Kraft einer starken Sprecherstimme unterstützt, ermöglicht das Hörbuch dem Zuhörer auf eine ganz andere Art und Weise in die Welt von Mittelerde abzutauchen, als es beim Lesen des Romans geschieht.

Hörbücher erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Vor 15 Jahren ahnte niemand, welchen Erfolg die von einem Schauspieler oder Sprecher vorgelesenen Bücher eines Tages verzeichnen würden. Heute kaufen über 4,5 Millionen Deutsche physische Hörbücher und mehr als 2,1 Millionen hören sich Hörbücher per Stream/Download an (Stand 2015). Aber was macht die Faszination solcher Hörbücher überhaupt aus? Warum lassen wir uns gerne im Auto, beim Bügeln oder beim Joggen in andere Welten entführen? Der wichtigste Faktor neben der Erzählung selbst ist ohne Zweifel der Sprecher, denn eine gute Stimme hat eine ungeheure Macht und kann ein sehr kraftvolles Instrument sein. Das wusste schon Saruman. Eine Stimme vermittelt nicht nur Inhalte, sondern löst Emotionen aus und projiziert Bilder direkt ins Gehirn. Wird beim Lesen der reine Text konsumiert, kann eine Stimme diesem Text einen Charakter verleihen ohne ihn zu verfälschen. Die Herr der Ringe Hörbücher machen das eindrucksvoll vor. Für die Produktion konnte nämlich niemand geringere als der begnadete Schauspieler Achim Höppner gewonnen werden, der in der Filmtrilogie den Zauberer Gandalf spricht. Der Zuhörer wird dadurch förmlich nach Mittelerde entführt, dass ihm nun Gandalf der Zauberer von den Ereignissen des Ringkriegs berichtet. Tragischerweise verstarb Höppner, bevor die Hörbuch-Produktion aller drei Teile abgeschlossen war, und der Hörverlag stand vor der Herausforderung einen Sprecher zu finden, der in die großen Fußstapfen des Grauen Zauberers treten kann. Diesen Sprecher fand man in Gert Heidenreich, der nicht versuchte Höppner zu imitieren, sondern der Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise als Geschichtenerzähler gerecht zu werden, was ihm auch durchweg gelingt.

Einziges Manko für viele Fans ist die Tatsache, dass sich der Hörverlag bei der Vertonung für die zweite Übersetzung von Wolfgang Krege entschied, die meisten deutschen Tolkien-Anhänger aber die Carroux-Übersetzung mehr schätzen. Dies bleibt aber am Ende Geschmackssache und muss jeder für sich selbst entscheiden. Immerhin bietet dieses Manko dem Hörverlag die Möglichkeit den HERRN DER RINGE eines Tages auch noch einmal in der alten Übersetzung einheitlich von einem Sprecher vertonen zu lassen. Unser Vorschlag: Wie wär es mit Martin-Freeman-Sprecher Manuel Straube? Denn dann wäre es fast so, als ob Bilbo persönlich uns aus dem Roten Buch der Westmark vorliest.

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