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Video-Essay: Der HOBBIT zerlegt

; Quelle: Lindsay Ellis

Die amerikanische Filmkritikerin Lindsay Ellis hat sich in einem einstündigen Video-Essay der HOBBIT-Filmtrilogie gewidmet und ausführlich analysiert, warum bei den Filmen so viel schief gelaufen ist.

Die HOBBIT-Filme spalten die Gemüter. Zwar enthalten sie viele wunderschöne Momente, haben aber vor allem Oldschool-Fans in vielen Teilen enttäuscht. Darunter auch die Filmkritikerin Lindsay Ellis, die in ihrem ausführlichen, zweiteiligen Videoessay nun analysiert, was genau schief gelaufen ist. Dafür ist sie sogar nach Neuseeland gereist und hat unter anderem mit Oin-Darsteller John Callen gesprochen, der ihr im Interview vom Durcheinander der Produktion berichtet, den lange Wartezeiten, und vermutet dass viele Änderungen in der Geschichte durch die Produzenten der Studios im Hintergrund veranlasst worden seien. Das Essay ist sehr sehenswert und Lindsay Ellis hat sogar Ausschnitte des Interviews verwendet, das wir vor einigen Jahren mit Peter Jackson geführt haben. Zwar sind einige der Mutmaßungen von Ellis sehr weit hergeholt (sie warnt durch einen Aluthut an entsprechenden Stellen). Alles in allem fasst sie aber die Situation der gesamten Produktion gut zusammen. Beachtenswert ist vor allem folgende Aussage von Darsteller John Callen:

Obwohl wir die Hauptdarsteller waren, bekamen wir nach und nach das Gefühl, dass wir zu den teuersten Statisten der Welt degradiert wurden. Ob die Produzenten jetzt gesagt haben: Ja, diese Zwerge sind schon in Ordnung, aber die wahre Geschichte handelt vom Kampf von Thorin gegen die bösen Orks, von der Beziehung von Radagast und Gandalf, und der Suche nach Galadriel, um ihre Hilfe zu bekommen. Wenn die Produzenten das wollten, dann haben sie bekommen, was sie wollten. Aber was sie aus dem Blick verloren haben, war das Herz der Geschichte, was am Anfang noch da war. Als wir als Zwerge eine Gruppe gebildet haben und mit Gandalf und unserem Hobbit auf eine Reise gegangen sind, um unseren Schatz zurück zu gewinnen. Der Schatz, in der Sprache der Maori ‚taonga‘, steht für den Wert der Menschen, ihrer Geschichte und ihrem Erbe. Danach waren wir auf der Suche und daran haben wir uns als Schauspieler orientiert. Und ich hatte das Gefühl, das hat sich mehr und mehr verloren. Und am Ende hatten wir einfach nur eine große Prügelei mit fünf Heeren, die aus dem Computer kamen.

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