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Erlebnisbericht: Herr-der Ringe-Nacht beim Deutschen Musikfest in Osnabrück

; Quelle: HDRF

Letzten August haben wir hier für das Landesblasorchester Baden-Würtemberg noch einen Chor gesucht. Das wurde auf der Schwäbischen Alb fündig, mit dem Neuen Kammerchor Heidenheim. Gestern fand die spektakuläre Herr-der Ringe-Nacht beim Deutschen Musikfest in Osnabrück mit den Werken von Johan de Meij im ausverkauften Europa-Saal der Osnabrück-Halle mit 1.760 Zuhörern statt.

Zunächst wurde die bekannte Sinfonie Nr. 1 "Der Herr der Ringe" gespielt.

  • I) Gandalf (The Wizard)
  • II) Lothlorien (The Elvenwood)
  • III) Gollum (Sméagol)
  • IV) Journey in the Dark
  • V) Hobbits

Johan de Meij ist von Haus aus Blasmusiker und so ist diese 1989 erschienene Sinfonie bei Blasorchestern gut bekannt. Das Landesblasorchester Baden-Würtemberg zeigte sich dieser Herausforderung hervorragend gewachsen. Neben den verschiedensten Blasinstrumenten wurden Kontrabässe und Celli, Klavier und Harfe und eine Vielzahl von Schlagwerk gespiel. Untermalt wurde die Musik durch die Sandkünstlerin Colette Dedyn. Sie zauberte wundervolle Bilder auf die Leinwand, von Beutelsend über die Brücke von Khazad-Dûm, Galadriels Spiegel und Kankras Lauer bis zu den Grauen Anfurten.

Nach der Pause erfolgte die deutsche Erstaufführung der Symphony No. 5 "Return to Middle-earth", mit Themen des Silmarillion.

  • I) Miri na Fëanor (Jewels of Fëanor)
  • II) Tinúviel (Nightingale)
  • III) Ancalagon i-môr (Ancalagon, the Black)
  • IV) Arwen Undómiel (Evenstar)
  • V) Dagor Delothrin (The War of Wrath)
  • VI) Thuringwethil (Woman of Secret Shadow)

Es waren das 85-köpfige Blasorchester und der 80-köpfige Chor auf der Bühne, eindrucksvoll und kraftvoll. Die Musik startet mit dem knisternden Silberglitzern der Silmarilli. Die Sopranistin Katarzyna Jagiello konnte mit ihren Soli in Elbisch begeistern und auch der Neue Kammerchor Heidenheim überzeugte trotz jugendlichem Alter u.a. als stampfende Ork-Armee. Ancalagon stirbt nach starkem Auftritt zu dem jammernden Klängen eines Fagott. Das mächtige Klang-Gemälde des Krieg des Zorns bildete einen Höhepunkt. Dafür gab es eine regelrechte Schlagwerk-Materialschlacht, mit Donnerblech, chinesischen Becken, gestimmten Thai-Gongs, chinesischen Tempelglocken, zweieinhalb Oktaven Crotales und auch vier Ölfässer als Ork-Drums. Das Publikum war begeistert, mit stehende Ovationen wurde eine Zugabe erreicht, noch einmal standen die Zuhörer an den Gestaden der Grauen Anfurten.

Eine weitere Aufführung der beiden Sinfonien findet am 30.06.2019 ab 19:00 Uhr in der Bundesgartenschau in Heilbronn statt.

Mehr Infos unter

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