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Bericht aus Edoras

; Quelle: Sphärentor Tolkien

Die schwedische Zeitung Aftonbladet war live bei den Nachdrehs in Edoras dabei.

Wir befinden uns in Edoras, wo man dabei ist die Dreharbeiten von vor 18 Monaten wieder aufzunehmen. Für Peter Jackson ist das ganze manchmal so wie wenn er "ein Puzzle zusammenlegen muss". Es ist tiefster neuseeländischer Winter und ein harter, eiskalter Wind bläst. Doch die Filmcrew hat es tatsächlich geschafft das niedergerissene Edoras-Filmset wieder identisch aufzubauen.Am 18. Dezember wird "Die Zwei Türme" weltweit in die Kinos kommen und Peter Jackson wird in den sieben Wochen der Nachdrehs neue Szenen abdrehen, damit der Film perfekt wird.

In einer Pause zeigt sich der kongeniale Christopher Lee, der Sarumans Haare wegen dem Wind zusammenschnüren muss, nochmals verbittert über die Jury der Oscar-Verleihung: "Es ist eine Schande, dass 'Die Gefährten' nicht als bester Film und für die beste Regie ausgezeichnet worden ist."

Währendessen läuft der Regisseur in seinen obligatorischen Shorts durch die Gegend, auch hoch droben auf den Bergen, in strömendem Regen oder bei einer Szene mit unzähligen toten Orks und Rohan-Reitern in einer Furt.

Kurz nach der Premiere des ersten Teils hatte er sich an die Zusammensetzung des zweiten Films gemacht und dabei bemerkt, dass einige Dinge in der Geschichte fehlten, um alles klarer und stimmiger zu gestalten.

"Es handelt sich hier nicht um Neuaufnahmen von Szenen, die wir bereits vor 18 Monaten abgeschlossen haben, sondern nur um gänzlich neue Aufnahmen. Wir haben das auch bei 'Die Gefährten' so gemacht und werden es auch beim dritten Film so handhaben."

Auf die Frage wie viele neue Filmminuten sie momentan fabrizieren würden, antwortete PJ: "Ich schätze etwa 25 Minuten, aber noch sind wir nicht fertig. Ich habe den Film noch nicht zusammengeschnitten, und weiß daher auch gar nicht wie lang er dauern wird. Am Ende wird er vermutlich 3 Stunden lang sein - so wie der erste auch."

Während bei gewöhnlichen Filmproduktionen vielleicht gerade mal zwei Filmteams parallel operieren, sind es beim "Herr der Ringe" gleich sieben Innen- und vier Außenteams, die zur gleichen Zeit arbeiten. Zudem musste ja auch das komplette Filmset bis aufs letzte Detail wieder aufgebaut werden.

Viggo Mortensen meint dazu nur: "Es ist harte Arbeit und sehr kompliziert, aber wunderbar. Es ist wunderbar, dass Peter Jackson nicht so leicht zufrieden zu stellen ist und es einem immer wieder ein wenig schwieriger machen muss." Auf die Frage hin, wie schwer es für ihn war wieder in die Rolle von Aragorn zu schlüpfen, antwortete er, dass er sich sofort in seiner Rolle wiederfand, als er sich das Kostüm anlegte.

Für die Beteiligten ist es klar, dass "Die Zwei Türme" besser als sein Vorgänger werden wird. Da wären z.B. all die neuen Charaktere, von denen ja Baumbart und Gollum komplett computeranimiert sind. Und König Théoden mit seiner Nichte Éowyn und seinem Neffen Éomer, welche alle zentrale Rollen spielen werden.

Théoden-Darsteller Bernard Hill dazu: "Dieser Film handelt von menschlichen Gefühlen und ist sehr viel tiefgründiger."

Am Ende des Drehtags zieht sich Viggo Mortensen ein rot-weißes T-Shirt über, um seine Solidarität zu der dänischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM zu zeigen.

Die drei Filme vergleicht er dann zum Schluss noch mit einem Garten: "Der erste erblühte letztes Jahr zu einem wunderschönen Film, dann verwelkte er aber und verschwand. Nun sind wir wieder dabei neue Samen zu säen. Aber wir werfen sie nicht einfach herum und hoffen, dass es wie beim letzten Mal klappen wird. Diesmal graben wir wirklich tief und arbeiten hart, um sicherzugehen, dass ein noch schönerer Garten entstehen wird."

(Übersetzung mit freundl. Genehmigung von Sphärentor Tolkien!)

[den Original-Artikel lesen]

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