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Cirdans DIE ZWEI TÜRME Review

; Quelle: HdR-Filme.de

Keine Angst, ich habe den zweiten Teil der Filmtrilogie noch nicht gesehen!! Die Überschrift bezieht sich vielmehr auf das offizielle Konsolenspiel von EA Games, das im November in den Handel kommen wird.

Vergangenen Montag führten mich meine Wege in die heiligen Hallen von EA Games in Köln. EA Games hatte Marcel Bülles (den Vorsitzenden der Tolkiengesellschaft) und mich in das 13. Stockwerk eingeladen, den Räumen die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, um einen ersten Blick auf das offizielle Konsolenspiel zu den ersten beiden Teilen der Filmtrilogie DER HERR DER RINGE zu werfen. Ich hatte also die Möglichkeit dieses Spiel über einen Monat vor Verkaufsstart zu spielen und zu beurteilen. Bevor ich aber mit meinem Review beginne, muss ich betonen, dass ich eigentlich kein Konsolen-Spieler bin und mit einem Gamepad ziemlich unbeholfen umgehe. Ich weiß weder über den aktuellen Stand der Technik noch über das Aussehen andere Spiele Bescheid. Wahrscheinlich war ich aber mit diesen Vorraussetzungen der ideale Tester. Meistens glaube ich, dass es besonders wirksam ist, alle Tasten auf einmal und so schnell wie möglich zu drücken. Aber dennoch fiel mir der Einstieg in das Spiel recht leicht.

Dieses Hack-&-Slay-Spiel für PlayStation2 und den Game Boy Advance orientiert sich optisch unglaublich stark am Film und man bewegt sich durch die Original-Kulissen, was natürlich auch ziemlich schnell das Feeling des Films aufkommen lässt. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass im Hintergrund der Howard Shore Soundtrack läuft und zwischen den einzelnen Levels die original Sequenzen aus den Film zu sehen sind. Besonders bemerkenswert hierbei ist, dass Film- und Computer-Sequenzen nahtlos ineinander übergehen, so dass man den Wechsel kaum bemerkt. So einen Übergang von Realfilm zum Spiel kann man sich sehr gut im aktuellen EA Games Trailer anschauen (Link unten). Man schlüpft in die Rolle von wahlweise Legolas, Gimli oder Aragorn. Alle Charaktere bewegen sich sehr realistisch und sehen den Schauspielern auch verblüffend ähnlich, was vor allem daran liegen mag, dass die Schauspieler extra für das Spiel eingescannt wurden. Aber auch alle Kommentare der Spielcharaktere und anderen Gefährten (die in diesem Fall vom Computer gesteuert werden) stammen von den original Schauspielern und wurden nur für das Spiel im Tonstudio aufgenommen. In der deutschen Version des Spiels werden die Original-Synchronsprecher den Computerfiguren ihre Stimmen leihen, über die Übersetzung kann ich aber noch nichts sagen, da ich nur die englische Version gesehen habe. Alle Charaktere verfügen über eine ganze Reihe unterschiedlicher, spezieller Bewegungen und spezieller Angriffe (bzw. Verteidigungen). Man hat wirklich Wert auf Details gelegt und so wird man in diesem Spiel grafische Elemente und Animationen sehen, wie es sie nie zuvor gab. Während der Schlachten sieht man selbst weit im Hintergrund noch animierte Krieger kämpfen, laufen die Charaktere durch einen See spritzt Wasser und natürlich spiegeln sie sich in der Wasseroberfläche. Wenn die Charaktere im Schnee außer Atem geraten, stoßen sie hechelnd kleine Atemwölkchen aus und auch Effekte wie Nebel oder Feuer wirken sehr beeindruckend.

Leider liegt für mich persönlich der Haken des Spiels in der Grundnatur des Hack-&-Slay-Genres. Das gesamte Spiel wird ausschließlich durch 16 Kampfszenarien geprägt und es wird in keinster Weise näher auf Handlung oder Inhalt des Films, bzw. des Romans eingegangen. Es gibt weder steuerbare Dialoge, noch Rätsel. Wer also erwartet, durch dieses Spiel in die Welt von Mittelerde versetzt zu werden, wird enttäuscht werden. Es sind einfach keine Rollenspiel-Elemente enthalten! Auch die Zusammenhänge der Kämpfe sind teilweise etwas unergründlich, so trennten sich beispielsweise in meinem Spiel Gimli (der Computer) und Legolas (ich) am Caradhras-Pass von den anderen Gefährten und gingen alleine auf die Suche nach dem Tor von Moria, um dort jede Menge Moria-Orks zu metzeln (letztendlich wurde mein Legolas von den Orks erschossen, bevor er das Tor erreichen konnte). Aber an dieser Stelle der ursprüngichen Geschichte mögen sich die beiden weder besonders gut, noch hätten sich von der Gruppe getrennt.

Für Tolkien-Fans, die nicht unbedingt auf Hack-&-Slay stehen ist dieses Spiel also nicht unbedingt geeignet, eingeschworene Konsolen-Spieler aber werden dieses Spiel wahrscheinlich aufgrund seiner grafischen Raffinessen und der Bewegung der Charaktere sehr zu schätzen wissen.

Also nichts für Tolkien-Nostalgiker. Aber wer, wie EA Games eine Spiel-Lizenz für geschätzte 10 Millionen Dollar erworben hat, die über mehrere Jahre läuft, wird es sich wahrscheinlich kaum entgehen lassen, noch viele weitere Spiele auf vielen weiteren Plattformen auf den Markt zu bringen und vielleicht ist dann auch für mich und meinen PC irgendwann einmal ein Rollenspiel zum Film dabei.

Links zu diesem Thema:

-- Der Review von Marcel Bülles und ein Interview mit EA
-- Die offizielle Homepage zum Spiel
-- Der neue Game-Trailer mit Ausschnitten aus DIE ZWEI TÜRME
-- Das Spiel bei amazon.de bestellen

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