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"Wie ein Kurosawa-Film"

; Quelle: Orlando Bloom Multimedia

Die Fans des offiziellen Fanclubs hatten die Möglichkeit Fragen einzusenden, die Regisseur Peter Jackson dann im offiziellen Club-Magazin beantwortete. Dabei haben sich einige interessante Informationen ergeben. Jackson sprach über Gollum, Baumbart, Kankra, Änderungen der Handlung und vieles mehr.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen:

Mit den CGI-Charakteren von Gollum und Baumbart sei er sehr zufrieden. Baumbart sei sogar sein Lieblingscharakter im zweiten Teil, da er irgendwie auf seine Art witzig wäre. Nicht, dass er lustige Sprüche bringen würde oder etwas in der Art. Einfach sein pedantisches Wesen und seine veralteten Attitüden. Neben Baumbart gebe es noch acht weitere Ents im Film zu sehen, die alle unterschiedlich aussehen werden.

Natürlich wurde Jackson auch wieder zur ausgebauten Rolle von Arwen befragt. Nach Jacksons Meinung habe J.R.R. Tolkien Arwen für den Roman genau so entworfen, wie er sie wollte. Jede Geschichte habe bestimmte Anforderungen und zu denen gehöre bei Tolkien eben nicht Arwen. Tolkien habe ganz andere Geschichten zu erzählen und der Leser solle die Geschichten der anderen Charaktere verfolgen können. Das sei aber keine Kritik an dem Roman, denn so wie Tolkien das Problem gelöst habe, sei es vollkommen in Ordnung. Aber für den Film wollte Jackson die Beziehung zwischen Aragorn und Arwen verdeutlichen, da er sie sehr wichtig für Aragorns Charakter halte. Viele von Aragorns Entscheidungen seien durch diese Liebe beeinflusst. Dabei sei das Drehbuch-Team nie der Meinung gewesen, dass Tolkien einen Fehler gemacht habe, dass er Arwen so wenig erwähnt. Man dachte vielmehr, dass er die Vorlage für eine wunderbare Liebegeschichte geliefert habe, süß, bitter, traurig und tragisch zugleich.

Auch die Rolle der Eowyn habe man für den zweiten Teil ausgebaut. Aber Jackson sehe das nicht als Abweichung vom Roman. "Der Roman bietet uns jede Menge Grundhandlungen und Grundinformationen, denen wir folgen und die wir fortführen und [...] weiterentwicklen können. Also zeigen wir im Film Dinge, die im Roman nicht vorkommen -- es handelt sich aber nicht um Änderungen in dem Sinne. Jeder fragt uns, wieviel wir geändert hätten. Aber es gibt gar keine wirklichen Änderungen."

Auf die Frage, ob es denn schwierig sei, in den ausgebauten Szenen den Geist Tolkiens zu erhalten antwortet Jackson: "Ich glaube nicht, dass es so furchtbar schwierig ist." Am Anfang der Produktion, vor dreieinhalb Jahren, seien die Drehbuchschreiber bei jeder Änderungen sehr nervös gewesen. Was würden die Leute denken? Aber mittlerweile sei man überzeugt, dass es einfach die Freiheit der Filmemacher sei. Wenn man sich sklavisch an die Buchvorlage binden würde, wäre ein schrecklicher Film dabei herausgekommen.

Ein Fan interessiert, warum Kankra im zweiten Teil nicht vorkommen werde, obwohl sie dies im Roman tut. Jackson antwortet, dass dies erzähltechnische Gründe habe, dass man Kankra erst im dritten Teil unterbringen konnte. Im zweiten Teil sollte sich die Geschichte um Frodo und Sam hauptsächlich um die Begegnung mit Gollum und Faramir drehen. Dann noch Kankra unterzubringen wäre zuviel. Man könne nicht ein pspychologisches-Drama um die drei Charaktere Frodo, Sam und Gollum erzählen, das dann noch durch die Begegenung mit Faramir zum Höhepunkt geführt wird ... und dann plötzlich eine Riesenspinne auftauchen lassen, die nichts damit zu tun habe. Das würde die Charakterdynamic erheblich stören. Das wäre einfach falsch. Sie hätten bei dieser Entscheidung instinktiv gehandelt.

Der zweite Film sei ganz anders als jeder andere Film, den es zuvor gegeben habe, auch anders als DIE GEFÄHRTEN ... viel epischer. Wenn er diesen Film mit existierenden Filmen vergleichen solle, würde er sagen DIE ZWEI TÜRME seien einem John Ford Film oder einem Kurosawa-Film nicht unähnlich. (Anmerkung von Cirdan: John Ford produzierte bis zu seinem Tod im Jahre 1973 insgesamt 145 Kinofilme, darunter viele epische "Western" wie RIO GRANDE, BIS ZUM LETZTEN MAN oder HÖLLENFAHRT NACH SANTA FE. Der japanische Meisterregisseur Akira Kurosawa schuf Werke wie DIE SIEBEN SAMURAI).

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