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Preisverdächtige Effekte

; Quelle: VFXPro

Der mit einem Oscar prämierte und dieses Jahr wieder nominierter Special-Effect-Supervisor Jim Rygiel von WETA Digital sprach mit dem Fachmagazin VFXPro über Gollum, Ents, die Schlacht von Helms Klamm und andere Compuerteffekte in DIE ZWEI TÜRME.

In dem Interview erzählt Jim Rygiel, dass er natürlich am meisten die Arbeit an Gollum genossen habe, der von Alan Lee und einigen Künstlern der WETA-Crew gestaltet worden sei. Im Laufe der Produktion sei das Design immer wieder geändert worden, ursprünglich sei Gollum viel froschartiger gewesen. Zunächst habe man sehr damit gekämpft, dass Gollum immer sehr künstlich aussah, ohne zu wissen woran es liegt. Also entschied sich die Crew, Elemente der Mimik von Gollum-Sprecher Andy Serkis zu übernehmen, der mit seinen Augen und seinem Mund merkwürdige Grimassen zu ziehen vermochte. Man verlieh Gollum schließlich mehr Menschlichkeit als zunächst vorgesehen und die Rechung ging auf. So wurden vor Ort die Szenen immer mit dem Schauspieler Andy Serkis gedreht und der digitale Gollum wurde später über das Bild drüber gelegt. Da Andy Serkis meistens etwas breiter als sein alter Ego Gollum war, mussten die Computerkünstler immer wieder die Ränder überarbeiten und an den Hintergrund anpassen. Aus diesem Grund wurden alle Gollum-Szenen auch noch einmal ohne den Schauspieler gedreht.

Baumbart der Ent stamme nicht vollständg aus dem Computer, sondern die WETA Workshop Crew hatte auch einen 4,5 m großen Animatronic gebaut, mit dem die Schauspieler Dominic Monaghan (Merry) und Billy Boyd (Pippin) direkt interagieren konnten. Viele Szenen wurden zunächst mit dem Animatronic gedreht und danach wurde der Figur am Computer dann noch etwas mehr Leben verliehen. Dabei sei vor allem Baumbarts Bart sehr aufwendig gewesen.

Gegen Ende der Produktion von Teil 2 arbeiteten insgesamt 350 Computerexperten aus der ganzen Welt bei WETA. Eine Hauptgruppe von zehn Animatoren war dabei für die Bewegungen von Gollum verantwortlich. Es sei vor allem beim ersten Teil sehr schwer gewesen, Crew-Mitglieder dazu zu bewegen, für so lange Zeit nach Neuseeland zu reisen, von den Hardcore-Fans einmal abgesehen. Das habe sich erst nach dem ersten Teil geändert, denn nach dem großen Erfolg seien täglich etwa 20 Bewerbungen im WETA Büro eingetroffen.

Vor der Schlacht von Helms Klamm hätten die Computer-Künstler am meisten Angst gehabt, da das vorgegeben Material sehr rar gewesen sei, so Rygiel: "Peter zeigte uns ein paar Typen auf einer Mauer und sagte: Und ihr müsst den Rest der Schlacht machen."
Dies sei gar nicht so einfach gewesen, weil man das bereits gedrehte Material nachkorrigieren musste. So hatte beispielsweise das Helms Klamm Modell bereits das große Loch von der Sprengung in der Mauer, obwohl die Aufnahme eine Szene vor der Sprengung zeigen sollte. So musste schließlich die gesamte Mauer digital ersetzt werden.
Die digitalen Charaktere könne man im finalen Filmmaterial nicht mehr von den realen unterscheiden, aber grundsätzlich gelte, dass wenn man weniger als 30 Uruks in einer Aufnahme sehe, diese real seien. Sind aber mehr Uruks zu sehen, seien diese wahrscheinlich meistens digital.

Schließlich verrät Rygiel auch noch, dass bei der berüchtigten Legolas-springt-aufs-Pferd-Szenen natürlich auch WETA Digital nachgeholfen habe. An dem Tag, an dem diese Szene gdreht worden sei, habe sich Orlando Bloom eine Rippe gebrochen. Also stellte man ihn einfach hin und ließ zwei Pferde anderthalb Meter an ihm vorbei galloppieren. Der Rest wurde später einfach digital eingefügt.

Viele weitere Bilder und Infos über die Ents, die Flutung von Isengart und die Geister in den Totensümpfen gibt es im Original-Interview bei SXFPro.

(Danke Otto!)

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