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herr-der-ringe-film.de

Rezension: Die neue Nautilus

; Quelle: herr-der-ringe-film.de

Eine der letzten verbleibenden Fantasy-Zeitschriften in Deutschland macht dort weiter wo andere versagten. Tapfer dringt die Zeitschrift in neue Gefilde vor und erobert dabei immer mehr Leser. In der aktuellen Ausgabe widmet sich die NAUTILUS u.a. den Ents, Orlando Bloom und Elben.

Seit einigen Ausgaben teilt sich die Zeitschrift NAUTILUS in zwei Teile, einen allgemeinen und einen Tolkien-orientierten Teil, den ich mir in der aktuellen Ausgabe mal genauer angeschaut habe.

Der erste Artikel widmet sich ausführlich den Ents, jenen Baumwesen, die J.R.R Tolkien so geliebt hat und die im Film digital zum Leben erweckt wurden. Ihre Eigenschaften, Charaktere, Herkunft und Hintergründe werden beleuchtet. Sehr interessant für Neulinge in Mittelerde. Für eingeschworene Fans gibt es weniger Neues zu entdecken. Ganz im Gegenteil zum zweiten Artikel, der sich der technischen Umsetzung der Ents in der Verfilmung widmet und außergewöhnlich hervorragend recherchiert ist. Selbst ich habe noch zwei bis drei Details erfahren, von denen ich nichts wusste.

Jens Altmanns Artikel über Legolas-Darsteller Orlando Bloom ist eine gut recherschierte Pflichtübung, die aber für eingeschworene Orli-Fans nicht viele neue Informationen enthält. (Hinweis für Jens Altmann: Nicht Ian McKellen, sondern John Rhys-Davies hat sich der gemeinsamen Tattoo-Stunde entzogen.)

Der Artikel über Orlandos Alter-Ego Legolas ist ebenfalls voller Informationen für all jene, die sich in Tolkiens-Universum nicht gut auskennen.

Nun folgt ein Artikel mit der Überschrift "Die Elbenvölker Mittelerdes", der noch mehr bietet als er verspricht, denn Falk Behr bietet eine komplette Zusammenfassung des Silmarillion. Vom Erwachen der Elben bis hin zum Abschied der letzten Elben von Mittelerde. Ein Artikel genau richtig für alle, die bisher am SILMARILLION gescheitert sind.

Dann wirds richtig interessant! Lena Falkenhagen widmet sich der Umsetzung der Elben im Rollenspiel und stellt berechtigte Fragen, wie etwa jene, ob die mystische Aura der Elben im Rollenspiel nicht entzaubert wird. Aber anstatt nur diese Problematik aufzuführen beschreibt sie auch Lösungsansätze und Vorschläge, wie man am besten einen Elben im Rollenspiel verkörpert. Dieser Artikel hat mir persönlich am besten gefallen! (Diesen Artikel werde ich kopieren und einigen Spielern meiner Rollenspielgruppe vorlegen).

In einem Bogen-Special wird vor allem der Merchandising-Bogen der Firma Bogensport Bodnik angepriesen und dessen Herstellung erläutert. Hier sind für Interessierte vor allem die Info-Kästen von Nutzen, die Tipps zum Bogensport geben und beschreiben, wie man in dieses faszinierende Hobby einsteigt.

Für Zocker gibts ein aufschlußreichen Artikel zum Echtzeit-Strategiespiel WAR OF THE RING, von Marcel Bülles dem Vorsitzenden der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V., ergänzt durch ein ausführliches Interview mit Entwickler Ed Del Castillo.

Abgeschlossen wird dieser Teil des Magazins durch ein Interview mit Mark Ferguson (Gil-Galad), das auf der letzten Ring*Con geführt wurde.

Einzig störend wirken auf den ersten Blick die sogenannten "Kolumnen", die zwei Mal ganzseitig dazwischen geschoben werden und in denen Redakteure und Lektoren ihre eigenen Produkte anpreisen können. Müssten diese ganzseitigen Artikel nicht eher mit dem Schriftzug "Werbung" gekennzeichent sein? Weit gefehlt! So beschreibt beispielsweise Pegasus-Chef-Übersetzer Rainer Nagel nicht nur sein Produkt, das HERR DER RINGE Rollenspiel, sondern beschreibt vor allem sehr spannend den mühsamen Prozeß der Übersetzung und welche Hindernisse er dabei überwinden musste. Einblicke, die man sonst nicht gewährt bekommt. Nur die Klett-Cotta-Kolumen von Lektorin Ulrike Killer verliert sich schnell in oberflächlichem Werbebotschaften. Zitat: "...denn Peter Jackson hat noch viele neue Szenen in Neuseeland gedreht, noch mehr Spezialeffekte eingebaut, noch mehr Spannung -- das alles kann man ab dem 6. November auch in den Begleitbüchern zum Film nachlesen, die einen kenntnisreichen und überraschenden Blick hinter die Kulissen des Films erlauben."

Fazit: Tolle Zeitschrift mit tollen Artikel, deren winzige Ungenaugkeiten getrost übersehen werden dürfen! Achja, die reguläre Ausgabe hat den Schwerpunkt Piraten und Freibeuter in Historie, Film, Buch, Comic, Brettspiel, Abenteuer-Spiel und PC-Game und enthält neben zahlreichen Artikeln zum Thema u.a. als Gimmicks das komplette Piraten-Brettspiel "Auf Kaperfahrt" als Beihefter sowie ein spielfertiges Schatzinsel Party-Spiel mit allen Unterlagen für 14 Teilnehmer zum sofortigen Losspielen.

-- Mehr Infos gibt es unter www.abenteuermedien.de

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