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Collectormania - Ein Erlebnisbericht | Teil 2

; Quelle: HDRF

Die Fortsetzung des Erlebnisberichts von der Collectormania in England über Stars, Kommerz, Fans und Tränen...

Montag, 06.10. 2003
Montag war der mit Abstand schlimmster Tag den wir in England verbrachten.
Um die Ersten zu sein, beschlossen wir schon um 2 Uhr morgens vor dem Center zu stehen. Dies hieß für uns schon um 1 Uhr aufstehen, unsere Decken zu schnappen und den langen Fußmarsch von 30 Minuten zu bewältigen. Zum Glück schien der Mond durch die Wolken und wir konnten dieses Mal auch den Weg besser erkennen. Halb erfroren kamen wir schließlich zur geplanten Uhrzeit am Center an. Dort warteten bereits einige Fans mit Schlafsäcken und heißem Tee ausgestattet auf den Einlass. Kurze Zeit später waren es bereits Hunderte von Fans und das alles nur weil ein "Komiker" am Abend zuvor gemeint hatte, das 700 Fans vor den Toren standen, und auf die Jungs gewartet hätten. Dabei waren es gerade mal sieben.

Um 6 Uhr morgens ließen die Veranstalter uns gnädigerweise in das Center, das eigentlich erst um 9 Uhr öffnen sollte. Zu unserem Glück fanden zwei von uns eine offene Tür und so konnten wir einen Platz in der 2. Reihe von Elijah Wood ergattern. Nach wenigen Minuten war bereits der ganze Raum gefüllt mit aufgeregten Teenies, die es nicht mehr erwarten konnten dass die Jungs kamen. Die Autogrammstunde verlagerte sich von 9 Uhr auf 9:30 Uhr. Durch ein plötzliches Kreischen bemerkten wir, dass Elijah und Co. gerade eingetroffen waren. Als die Jungs dann endlich an ihrem Platz saßen, war die Menge kaum noch zu bremsen. Ohne uns großartig zu blamieren, ließen wir uns von Elijah unsere Taschen unterschreiben. Danach ging es schnurstracks in die Schlange von Dominic um noch ein Ticket für Autogramme zu erhaschen. Wie am Vortag wurden nur 1000 Tickets verteilt und selbst da wurden die letzten 400 Leute ohne ein Autogramm wieder heimgeschickt, was viele junge Mädchen in Tränen ausbrechen ließ.

So sahen wir bangend auf unsere Nummer die schon in den 600er Bereich ging. Um uns ein wenig abzulenken gingen wir zu Sean und Andy Serkis (Gollum), deren Tickets noch in dem humanen Bereich von 300 waren. Die Menschenmasse war gigantisch. Durch das Anstellen verging der Vormittag wie im Flug und als wir auf unsere Uhr sahen, bemerkten wir, dass es nur noch wenige Stunden waren, bis die Convention die Pforten schliessen sollte und unsere Nummer war noch lange nicht aufgerufen.

Langsam machte sich Panik unter uns breit. So beschlossen wir uns erstmal bei Andy Serkis und anschließend bei Sean anzustellen, damit wir wenigstens die beiden noch fertig machen konnten. Die Schlange war nicht allzu lang und so standen wir bereits nach wenigen Minuten vor Andy. Dieser freute sich tierisch über unsere Geschenke und ich bekam eine Umarmung. Außerdem sprach er in mein Diktiergerät und grüßte alle seine deutschen Fans. Auch Sean war sichtlich von dem unterschriebenen Bild von seinen deutschen Fans begeistert.
Um 16:00 Uhr hatte Dominic es geschafft sich auf 580 Leute hochzuarbeiten, was uns erleichternd aufatmen ließ. Zu unserem Pech bekamen wir gleich eine reingewürgt als uns ein Crewmitglied gleich ein paar Regeln vorsetzte: Nur ein Autogramm, keine Umarmungen, keine Fotos. Somit konnten wir den anderen auch keine Autogramme mitbringen.

Die Videokamera ließ ich trotzdem mitlaufen, schließlich wollte ich nicht umsonst dorthin reisen und mit nichts wieder heimkommen. Als ich endlich in der Reihe war, legte ich schnell Elijah die Kette hin, die wir morgens vergessen hatten ihm zu geben. Er war total begeistert und meinte nur: "Wow, that?s cool."
Nachdem wir alle um 16:30 Uhr fertig waren, wollten wir nur noch raus. Dutzende von weinenden Mädchen kamen uns entgegen. Das gemeine an der Sache war: Die Crewmitglieder steckten selbst die niedrigen Nummern ein und verkauften sie für 80 £ oder sie vergaben die Nummern doppelt.

Diese Convention war von der Organisation her der totale Reinfall. Aber der Spruch: "Ihr könnt froh sein überhaupt ein Ticket bekommen zu haben." brachte das Fass zum Überlaufen. Zum Schluss ging es nur noch darum wer die meisten Autogramme schrieb. Es war nur noch ein Wettkampf auf Kosten der Besucher. Man hatte keine Chance überhaupt ein Wort mit Elijah oder Dom zu wechseln. Das Autogramm wurde aus der Hand genommen, selber zur Seite gedrängt und unterschrieben und man wurde sofort zum Weitergehen ermahnt. Für die Veranstalter "Showmasters" hagelte es Kritik, aber denen ist das egal. Solange sie Umsatz machen.

Dies war ein Erlebnisbericht von NiChan.

Die Berichte der Vortage findet ihr hier .

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