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Einmal Mittelerde und zurück

; Quelle: herr-der-ringe-film.de

Der persönliche und reichlich bebilderte Reisebericht von Flops, Teilnehmer unserer Neuseeland-Reise zu den Drehorten von DER HERR DER RINGE.

Reisebericht von Flops oder Fan-Dreharbeiten in Neuseeland

Am 07.03.2005 begann für mich die Reise nach Mittelerde mit 14 weiteren HERR DER RINGE Fans. Am Flughafen wurden wir von unserem Tourleiter Jürgen Abele abgeholt, der da noch nicht ahnte was für eine "krasse Herde" er die nächsten zwei Wochen durch Neuseeland führen würde. Wir verbrachten den Tag in Auckland und freuten uns auf die kommenden Tage. Am zweiten Tag machten wir uns sogleich zur ersten Location auf. In Matamata besuchten wir Hobbingen. Das Auenland ist wirklich gut versteckt und es brauchte einige Zeit mit dem Bus dorthin zu kommen. Es ist wahrlich idyllisch dort und die Führung ist sehr interessant. Dies ist genau der richtige Fleck, den Regisseur Peter Jackson sich für das Auenland ausgesucht hat. Der Höhepunkt war natürlich in Beutelsend zu sitzen und durch die runde Hobbittür nach draußen auf den Festbaum zu schauen.

Am Nachmittag fuhren wir nach Rotorua, um dort einen kulturellen Maoriabend zu erleben. Am dritten Tag erreichten wir den Drehort von Mordor im Whakapapa Ski Gebiet. Das Wetter passte optimal zu Mordor und den Emyn-Muil, es war neblig trüb und regnete. Hier sahen wir auch die Stelle an der Frodo und Sam in der EXTENDED EDITION mit den Orks mitmarschieren mussten und dann beinah erkannt werden. Wir spielten diese Szene einfach aus Spass mal nach. Wir konnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, was dies noch für Auswirkungen haben würde.

Am Tag darauf begaben wir uns zu der Stelle an der Gollum seinen Fisch im Fluß aß. Den meisten Fans ist wohl bekannt, dass es für Andy Serkis sehr kalt und unangenehm war, dort seinen Fisch zu fangen. Doch auch hier zeigte sich die "Verrücktheit" der Fans. Einer unserer Gefährten spielte die Szene nach und ging in dem eiskalten Wasser baden. Unter tosendem Applaus kam er bibbernd wieder aus dem Fluss. Wir folgten der Straße weiter bis wir in Sichtweite der Vulkane Ruapehu und Ngauruhoe kamen. Der zweitere diente als Schicksalsberg im Film, doch leider verhüllten die Wolken die Ansicht auf den Vulkan. Weiter ging es auf ein Militärgebiet, hier wurden Szenen vor dem schwarzen Tor gedreht.

Bevor wir nach Wellington kamen, machten wir noch einen Zwischenstop an einem der Flüsse, die als Anduin im Film zu sehen waren. In Wellington angekommen, machten wir uns auf dem Weg zum Mt. Victoria. Hier besichtigten wir die Stelle, an der sich die Hobbits vor einem Nazgûl verstecken. Auch diese Szene wurde von uns wieder nachgespielt. Danach besuchten wir noch Dunharg um dann bei den Hallen von WETA WORKSHOP vorbeizuschauen. Dort angekommen, gingen wir einfach hinein. Eine Dame wurde daraufhin auch schon aufgeregt, fand es zwar schön das wir reingekommen sind, verschloss aber schnell eine Tür hinter sich. Nachdem unser Tourleiter mit ihr kurz redete, kam auch schon Richard Taylor zu uns. Wir waren total überrascht. Er freute sich Fans aus Deutschland in seinen "heiligen Hallen" begrüssen zu dürfen. Er führte uns sogleich zum Konferenzraum. Hier wimmelte es von Sideshow Weta Statuen in einer langen Vitrine und vielen Bildern von den Dreharbeiten. Auch standen hier die Oscars die WETA bekommen hat. Richard plauderte mit uns und öffnete die Vitrinen zu den Oscars, die wir dann in den Händen halten durfen.

Ein unglaubliches Gefühl einen echten Oscar in den Händen zu haben. Danach musste sich Richard schon verabschieden, aber Daniel Falconer stand uns noch Rede und Antwort. Danach waren wir erstmal wie gelähmt, es war supertoll was wir gerade erleben durften. Am nächtsten Tag machten wir uns früh auf und erlebten unsere erste richtige Wanderung ,durch die Putangirua Pinnacles, dem Gebirge das für die Szenen der Pfade der Toten genutzt wurde. Es ist wirklich ein unglaubliches Gefühl durch diese einzigartige Landschaft zu wandern. Es ist ein perfekter Drehort für die Pfade der Toten, denn trotz blauem Himmel und Sonnenschein war man schon etwas nervös. Unzählige Spalten öffneten sich rechts und links und man erwartete fast schon den König der Toten hervorkommen zu sehen. Auf dem Rückweg nach Wellington besuchten wir noch den Harcourts-Park, der als Garten von Isengard diente und wo auch die Orks die Bäume fällten, sowie Bruchtal, eine schöne Gegend am Rande eines Flusses.

Am nächsten Tag fuhren wir auf die Südinsel. In Nelson machte ich dann meinen ersten Helicopterflug. Wir folgen zum Mt. Olympus und Mt. Owen. Mit einer Landung an der Stellle an der die Gefährten auf dem Weg nach Süden von Sarumans Crebain erspäht werden. Wir überflogen dann noch die Stelle, an der die Gefährten aus dem Osttor von Moria gekommen sind und um Gandalf trauerten. Danach besuchten wir noch Jens Hansen, dem Ringschmied der den Einen Ring für die Trilogie hergestellt hatte. Hier konnte ich nicht widerstehen und musste mir sogleich den Einen in Silber kaufen, die Kreditkarte glühte also schon. Uns wurde der echte Eine Ring gezeigt und ein sehr großes Modell von ihm, dass für die Szenen bei Elronds Rat benutzt wurde. Unseren Weg auf der Südinsel setzten wir dann bei schönem Wetter an der Westküste fort, wo es viele Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Franz Josef Gletscher gibt. Die umgebenden Berge dienten für die Leuchtfeuerszene in DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS.

Nach ein paar Tagen waren wir dann auch endlich in Queenstown, wo wir uns jede Menge Drehorte in der Umgebung ansahen. Wir besuchten Ithilien und die Stelle an der die Olifanten von Frodo und Sam zum ersten mal gesehen wurden. Am gleichen Tag ging es zum Rotburn-Track, wo in die Berglandschaft Sarumans Turm Orthanc hineinprojeziert wurde. Danach kamen wir zu der Stelle an der Boromir sein Leben lassen musste, hier durfte ich zum ersten und nicht zum letzten Mal "sterben". Am Nachmittag fuhren wir die gefährliche Strecke am Skypers-Canyon entlang zur Bruinnenfort, wo sich Arwen mit dem verletzten Frodo den Ringeistern stellt. Diese Stelle ist sehr gut wiederzuerkennen und es ist ein beeindruckendes Tal. Auf dem Rückweg nach Queenstown sahen wir noch in Arrowtown die Schwertelfelder wo Isildur von Orks überfallen wurde, auch hier spielten wir die Szene mit unserem Reiseleiter Jürgen als Isildur nach.

Am frühen Morgen des nächsten Tages machten wir uns nach Rohan auf, wir besuchten das Dorf, das im Film von den Dunländern und Uruks abgebrannt wird. An diesem See stehen ein paar Ferienhäuser die damals als Rohan-Häuser verkleidet wurden. Hier setzten sich unsere persönlichen Dreharbeiten fort und wir spielten die Szene am Dorf, sowie einige andere Rohan-Szenen nach. Diese Landschaft fand ich mit am beeindrucksten. Mir gefiel die Gegend so sehr, dass ich gar nicht wieder weg wollte. Am Nachmittag besuchten wir die Deer Park Heights, wo sich ebenfalls sehr viele Drehorte befinden. Von hier aus hat man auch einen wundervollen Blick auf Queenstown. Man findet hier Aragorns Kliff, den See, den die Rohan?Flüchtlinge auf dem Weg nach Helms Klamm umgehen (der im Film viel größer aussieht als er in Wirklichkeit ist), sowie die Stelle an der Legolas die Warge zum ersten Mal sieht und Hama getötet wird. Alle diese Szenen wurden von uns natürlich wieder nachgespielt, wobei es leider etwas neblig und trüb war, nicht so schön wie im Film. Nun hatten wir auch mal etwas Zeit Queenstown zu besichtigen und auf Merchandising?Jagd zu gehen. In Queenstown gibt es einen sehr schönen HERRD ER RINGE-Shop, den wir sogleich "überfielen". Am nächsten Tag ging es von Queenstown weiter in Richtung Te Anau. Wir besuchten die Stelle, an der die verbrannten Orkleichen am Rande des Fangorn-Wald lagen. Ein Orkkopf aufgemalt auf einem Papierkorb nutze als Orkschädel und ich spielte Aragorn und durfte mal kräftig zutreten und danach auch so schreien. Ob ich es wie Viggo hinbekommen habe? Naja wenigstens habe ich mir keinen Zeh gebrochen. Danach sahen wir die Stelle an der Frodo sich von der Gemeinschaft trennte und Sam fast ertrunken wäre. Nun war es schon zur Gewohnheit geworden die Filmszenen nachzuspielen und mit Hilfe eines Schlauchbootes wurde dieses Szene auch mit Bravour nachgespielt. Das Filmmaterial wurde nun schon immer mehr und wir fragten uns, ob wir das nicht auf DVD zusammenschneiden sollen ... was nun auch geschehen wird. Unser Reiseleiter Jürgen war von unserer Gruppe begeistert, er meinte er hätte noch keine Tour gehabt in der die Szenen alle nachgespielt wurden. Das lustige daran war immer, dass wir mit einfachen Mitteln und Textsicherheit diese großen Szenen an den Originalschauplätzen nachgespielt haben. Ich fand es einfach klasse und es hat uns richtig Spass gemacht und war auch noch total lustig. Ich bin schon jetzt gespannt auf das geschnittene Material. Wir einigten uns schnell darauf, dass wir die DVD die "Special Exented Fan Edition" nennen werden.

Im Bus auf dem Rückweg versuchte ich mich wie schon einige Tage zuvor am Mikro mit einigen Comedy- Einlagen. Ich meinte "Ihr seit die krasseste Herde mit der ich je unterwegs war". Hinten im Bus kam ein lautes Lachen. Am Ende der Reise wurde ich von der Reisegruppe noch mit einem T-Shirt meiner besten Sprüche überrascht. Dies war wirklich fantastisch, denn eigentlich machte ich meine Witze am Mikro einfach aus Blödelei aber es hat allen unheimlich viel Spass gemacht. Jürgen meinte sogar ich hätte Talent als Komiker - nunja. In Te-Anau angekommen sahen wir den Milford?Sound, einer der dramatischsten Landschaften dieser Erde. Am nächsten Tag ging es Richtung Twizel, auf dem Weg dahin kamen wir zu der Stelle wo Arwen zur Furt flieht, auch hier wurde alles nachgespielt. In Twizel kam dann das Highlight unserer Dreharbeiten. Mit allen Tourteilnehmern und "Buchfaramir" (aus dem Forum) als König Théoden spielten wir die Ankunftszene der Rohirim nach. Es war einfach klasse wie wir dreimal alle laut "Tod" schrien und dann die Pelennor-Felder entlang rannten. Einige von uns mussten dann auch noch als Orks herhalten, die umgerannt wurden ? übrigens war das dann mein zweiter Tod. Die Szenen, in der Éowyn gegen den Hexenkönig antritt und den Tod Théodens spielten wir dort auch nach. Als Hexenkönig durfte ich erneut sterben. Es war einfach ein toller Moment und für mich und auch sehr emotional diese Szenen mit nachzuspielen. Die Reise näherte sich dem Ende, doch Edoras erwartete uns schon. Schon als wir in das Tal reinfuhren stockte es einem dem Atem. Im Film sieht Edoras schon super aus, aber hier, wenn man vor dem Mt. Sunday steht, ist es nochmal was anderes. Wir mussten durch einige Flüsse durch, die auch sehr kalt waren, um hoch zu kommen. Von der Stelle an der die goldene Halle stand hat man einen einmaligen Ausblick auf die wunderbare Landschaft. Ich konnte es kaum glauben, ich stand sozusagen im Herzen von Rohan. Auch hier spielten wir einige Szenen nach. Am nächsten Tag hieß es nun Namarié Mittelerde. Es war eine unvergessliche Reise, mit einer supertollen Gruppe. Wir hatten alle sehr viel Spass und sind schon voller Erwartung auf die DVD, die unser Kameramann Remo für uns zusammenstellt. In Dubai musste sich die Gemeinschaft unter Tränen endgültig trennen.

(Alle Fotos sind (c) Florian und Anja!)

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