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Jackson: New Line hat arlistig und vorsetzlich gehandelt

; Quelle: Sunday Star Times

Wie bereits berichtet, hat Regisseur Peter Jackson die Produktionsfirma New Line Cinema verklagt. Experten vermuten nach Bekanntgabe der Anklagepunkte, dass es in dem Prozeß um einen zweistelligen Millionenbetrag gehen wird.

Peter Jackson wirft New Line Cinema vor, dass sie ihn vorsätzlich und mit betrügerischer Absicht um Einnahmen der HERR DER RINGE Trilogie betrogen haben.

Die Anklagepunkte im einzelnen:

* New Line habe den Film unter Marktwert verkauft, wodurch es ihnen möglich war inoffizielle Gewinne einzustreichen..

* New Line habe bei der Vergabe von Lizenzen und Rechten befreundete Firmen bevorzugt und Jacksons Firma Wingnut Films übergangen.

* New Line habe unangemessene Ausgaben berechnet und Tochtergesellschaften hätten für den Film höhere Gebühren als marktüblich genommen.

* New Line habe unterlassen, die Beteiligung an den Einnahmen der Soundtracks auszuzahlen.

New Line habe unterlassen, die Rechte für Fran Walshs Texte in der Verwendung der Computerspiele auszuzahlen.

* Wingnut wurde bei der Fernsehvermarktung "hereingelegt", weil New Line sie dazu gebracht habe, einem Deal zuzustimmen, der eine Obergrenze für abzuführende Gelder bei der Pay-TV-Auswertung vorsieht.

Der angekündigte Prozeß könnte Einfluß auf die zukünftige, weltweite Vermarktung von Filme haben. Insider berichten, dass solche Anklagen in der Filmbranche nicht unüblich wären, da Produktionsfirmen oft durch "kreative Buchhaltung" vorgaukeln, ein Film hätte keine Einnahmen gemacht.

Die neuseeländische Regisseurin Gaylene Preston (PERFECT STRANGERS) berichtet in der Sunday Star Times, dass Regisseure und Produzenten die Studios oft per Anwalt zu Auszahlung der Beträge zwingen müssten. "Die Studios kennen Tausende von Möglichkeiten, das Geld eher in ihre eigenen Taschen fließen zu lassen, als zurück zu den ursprünglichen Produzenten... Das ist eine Sache der Anwälte."

Jacksons Anwalt Peter Nelson erklärte, dass man zunächst versucht habe, diese Angelegenheit außergerichtlich zu klären. Da dies mit New Line Cinema aber nicht möglich war, sei die Anklage der nächste logische Schritt gewesen. New Line Cinema Sprecher Richard Socarides erklärte der Presse, dass es die Geschäftspolitik wäre, sich in der Öffentlichkeit nicht zu diesem Sachverhalt zu äußern.

Wenn Wingnut Films den Prozeß gewinnt, könnte der Fall zu einem Präzedenzfall werden und bewirken, dass Hollywood-Verträge in Zukunft noch strenger formuliert werden. Auf Jacksons Karriere wird dieser Prozeß höchstwahrscheinlich keinen Einfluß haben, so die Insider. Ob der Prozeß Auswirkungen auf eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen Jackson und New Line hat (z.B. für DER HOBBIT), ist bisher nicht absehbar.

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