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herr-der-ringe-film.de

Darauf war ich nicht vorbereitet!

; Quelle: HDRF

Gestern besuchte Rob Remley von New Line Cinema mit zwei Security-Männern und einer Filmrolle unter dem Arm den UFA-Palast in Kassel. Auf dieser Filmrolle befanden sich 25 Minuten Ausschnitte aus allen drei Teilen der HERR DER RINGE Trilogie, die in Kassel einem Fachpublikum präsentiert werden sollten. Es handelte sich um die selben Ausschnitte, die im Frühjahr bereits in Cannes gezeigt wurden. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und begab mich ebenfalls nach Kassel.

Vor Ort traf ich auf die Crew von Games Workshop Deutschland, lapidar von Elbenwald.de und Oliver Nöll, der den offiziellen Ring (siehe obiges Banner) herstellt. Ich spielte noch ein paar Testrunden des neuen LOTR-Tabletop-Spiels (Meine Elbenarmee wurde leider von den Orks niedergemetzelt) und unterhielt mich mit den anwesenden Gästen, bis es um ca. 20:30 Uhr endlich soweit war.

Meine Erwartungen waren zugegebenermaßen hoch, denn ich hatte nicht nur bereits Duzende Berichte über diese Filmausschnitte gelesen, sondern auch noch durch meine Zusammenarbeit mit Kinowelt einige unfertigen Filmszenen sowie unvollendete Effekte gesehen. Aber auf das, was ich in Kassel gesehen habe, konnte mich auf nichts von alle dem vorbereiten. GIGANTISCH!!

Egal was ihr erwartet, dieser Film wird noch viel besser!!!

Ich möchte hier nicht alle Szenen ausführlich beschreiben, denn das gibt es bereits zu oft im Net und außerdem verdirbt es die Spannung. Ich möchte vielmehr meine Eindrücke schildern.

Das Filmmaterial beginnt mit Ausschnitten vom Anfang des ersten Teils. Gandalf fährt mit seinem Karren durch das Auenland, zwischen Feldern und arbeitenden Hobbits hindurch, überquert die Brücke von Wasserau und man sieht den Grünen Drachen im Hintergrund. Ihr wisst bereits alle, wie gelungen das Auenland gestaltet ist. Als die Kamera durch die Räume in Bilbos Höhle fährt, hatte ich das Gefühl, ich wäre nach Hause gekommen. Etwas unordentlich liegen Manuskripte auf einem Schreibtisch, über dem Kaminsims hängen Hobbit-Porträts und in der Küche klappert Bilbo mit den Töpfen. Auf einem Tisch liegt die Karte aus DER HOBBIT, wie sie Tolkien selbst gezeichnet hat, alles strahlt eine überaus gemütliche Atmosphäre aus. Leicht gebückt muss Gandalf sich durch die Räume bewegen und stößt sich sogar den Kopf an einem der runden Türrahmen. Die Größenunterschiede zwischen Menschen und Hobbits wirken perfekt.

Es folgen rasche Ausschnitte vom 111. Geburtstag, Hobbits tanzen, Gandalf ragt über sie alle empor. Dann sieht man Bilbos Rede, Schweiß steht im auf der Stirn und er hat sich anscheinend Mut angetrunken. Er zieht den Ring auf den Finger und verschwindet.

Es folgen Szenen aus Bree, mit wundervollen Aufnahmen von Aragorn, der mit tief ins Gesicht gezogenen Kapuze und einer langen Pfeife in der Ecke sitzt. Dann sieht man Saruman, die Hobbits in den Mückenwassermooren, Elronds Rat und die Gefährten auf ihrer Reise. Besonders beeindruckend ist eine Szene mit Galadriel, in der sie mit Frodo spricht. Sie strahlt dabei eine Macht und Erhabenheit aus, die ich kaum einer anderen Darstellerin als Cate Blanchett zutrauen würde.

Sehr berührend ist eine Szene bei Elronds Rat: Es wird langsam klar, was es mit dem Ring auf sich hat und Frodo begreift, dass er den Ring nach Mordor tragen muss. Tränen stehen in seinen Augen.

Dann folgt eine 12-minütige vollständige Sequenz aus den Minen von Moria. GIGANTISCH!! Die Gefährten wandern durch die Minen und betreten nach einigen Gängen die Haupthalle. Eine so gigantische Höhle gab es wohl noch nie. Tausende kolossale Säulen erheben sich Hundert Meter in die Höhe, die Kamera fährt zurück und die Gefährten wirken wie Ameisen in einem Fußballstation. Dazu dröhnt die Musik von Howard Shore und mir stockt der Atem. Als die Gefährten zu Balins Grabkammer kommen, wird erst offensichtlich, dass es das Zwergenreich nicht mehr gibt. Überall liegen Zwergenskelette und selbst ein Laie erkennt, dass es hier eine erbitterte Schlacht gegeben hat. Gimli stößt seinen Schreckensschrei aus, läuft zu dem Sarkophag und fällt weinend auf die Knie. Währendessen findet Gandalf das alte Buch und liest daraus vor. Pippin berührt ein Skelett an einem Brunnen, als plötzlich krachen der Schädel in die Tiefe fällt. Alle Gefährten drehen sich erschocken um und blicken den unschuldig schauenden Pippin an, als hinter ihm der Rest des Zwergenkriegers im Brunnen verschwindet. Krachend bahnt sich das Skelett einen Weg in die Tiefe, aber noch ist das Unglück nicht vollendet. Das Skelett ist an einer Kette befestigt, die laut rasselnd folgt. Die Kette wiederum ist an einem Eimer befestigt, der kurz darauf auch in der Tiefe verschwindet. Minutenlang hört man Krachen, Poltern, Scheppern von allen Seiten (THX Sound System macht es möglich). Dann folgt Stille, noch ein kurzes Krachen, dann wieder Stille. Der gesamte Kinosaal hält den Atem an. Kein Geräusch ist zu hören, nur das Knistern von Aragorns Fackel. Erleichtert wollen sich die Gefährten gerade aufmachen, als ein tiefes Dröhnen aus der Tiefe des Brunnen zu vernehmen ist. Der Kinosaal bebt unter dem Bass. Schritte eines gewaltigen Monsters. Frodo schaut Stich an, die Klinge glüht. ?Orks!? ruft Legolas und verbarrikadiert mit Aragorn die Türe. Alle Gefährten machen sich kampfbereit, während die Tür unter schweren Axtschlägen erzittert. Die Spannung ist unermesslich, denn der Zuschauer weiß, jeder weitere Axtschlag zerstört die Tür. Und so geschieht es! Unzählige Orks und ein Höhlentroll springen in den Raum und es gibt ein richtiges Gemetzel. Ich möchte die Szene nicht genau beschreiben, das müsst ihr euch schon selber anschauen. Aber der Kampf ist spannend bis zu letzten Minute. Der Höhlentroll aus dem Computer wirke noch nicht 100% perfekt, war allerdings schon um einiges besser als die Effekte in DIE MUMIE 2 und während des Kampfes vergisst man völlig, dass es diesen Troll nicht wirklich gibt.
Die anschließende Jagd führt die Gefährten immer tiefer unter den Berg. Aus der Ferne hört man ein Brüllen, gegen das das Brüllen des T-Rex von JURASSIC PARK schwach wirkt. Und die Gefährten erblicken ein Glühen weit hinter ihnen. Risse ziehen sich durch die Mauern und den Boden und Gandalf steht der Schrecken ins Gesichtgeschrieben: ?Ein Balrog!?. Die Gefährten laufen los. Immer gewaltigere Bauten müssen überquert werden, Kilometer lange Treppen und gewaltige Brücken. Auch wenn es mir sehr schwer fällt, möchte ich wirklich nichts über diese Jagd verraten, aber sie ist verdammt spannend!!! Neben mir sitzt an seinen Kinosessel gekrampft lapidar der in regelmäßigen Abständen ?Oh mein Gott!? stottert. An der Brücke von Kazad-dûm taucht der Balrog dann auf, brüllend stürzt das Biest sich auf Gandalf. Die Leinwand wird schwarz ? Ende der Szene! Das Publikum applaudiert begeistert.

Dann wird es wirklich episch! Zu der Musik von DER LETZTE MOHIKANER und GLADIATOR folgen 10 Minuten lang Ausschnitte aus DIE ZWEI TÜRME und DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS. Man sieht Armeen in den Krieg ziehen, immer wieder die Gefährten, Aragorn erhält von Elrond sein Schwert. Éowyn steht vor Meduseld, Die Tore von Minas Tirith, Denethor blickt wahnsinnig in die Kamera, ein Scheiterhaufen wird entzündet. Ein Elbenheer, Sam in Cirith Ungol, Frodo bricht in Mordor zusammen. König Théoden, Gandalf der Weiße taucht das erste Mal auf und schließlich eine Szene von den Schicksalsklüften: Frodo blickt hasserfüllt in die Kamera und schreit ?I will not destroy it! The Ring is MINE!? Dann setzt er ihn auf der Finger und die Leinwand wird schwarz. Es folgt das LORD OF THE RINGS Logo und die Ankündigung für Dezember.

Diese Filmszenen haben alle meine Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Ich fühlte mich benommen und musste noch einige Zeit im Kinosessel sitzen bleiben. Mein Gehirn konnte diese Erfahrung kaum verarbeiten. Es war so, als hätte ich drei Jahre komprimiert in 25 Minuten erfahren. Und das Material ist einfach brillant und wunderschön. Selbst die Handlungsänderungen passen hervorragend in die Szenerie und veredeln den Film. Sie wirken weder albern noch fehl am Platz. Am meisten Angst hatte ich vor den Spinnen-Orks, aber meine Befürchtungen wurden zerstreut. Die Orks können einfach unglaublich gut klettern, ähnlich wie die Affen in PLANET DER AFFEN, aber sie können nicht wie Fliegen an der Wand laufen. Und Tolkien hat bereits im HOBBIT beschrieben, dass die Orks aus dem Nebelgebirge gute Kletterer sind. Auch die Szene, in der Legolas den Zwerg Gimli am Bart packt wirkt nicht albern, sondern ist außergewöhnlich spannend.
Die Zeit bis zur Premiere ist für mich jetzt noch unerträglicher und ich weiß nicht, wie ich die nächsten drei Monate überleben soll.


English Version:

You can}t be prepared for this!


Yesterday Rob Remley (New Line Cinema) visited Germany with two bodyguards and one filmreel. He showed the 25-Minutes-Cannes-Footage at the big screen. WOW! GIGANTIC! I have read all the reports about this footage, I have seen many scenes while my set-visit in december and I have already seen many effects, but nothing prepared me for this! It}s absolutly incredible. One day after this I}m still thrilled!

Sorry, but I don}t have the time to translate my report into English, but it}s almost similar to Joram}s report you can read here.

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