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Der Herr der Ringe ist mein Leben geworden

; Quelle: Ringbearer

In einem wunderbaren Interview erzählt Peter Jackson von den Herausforderungen, Mittelerde zum Leben zu erwecken und sich den Erwartungen der Fans zu stellen.

B&N:Wie alt waren Sie, als Sie das erste Mal den Roman DER HERR DER RINGE gelesen haben und wie hat Sie das beeinflußt?

PJ: Ich habe bei einer Zugfahrt in Neuseeland von Wellington nach Auckland angefangen den Herrn der Ringe zu lesen, als ich 18 Jahre alt war. Ich erinnere mich, dass ich damals dachte: "Diese Trilogie ist so beeindruckend. Ich hoffe, dass jemand eines Tages einen Film daraus macht, den ich mir anschauen kann."

B&N: Welche Vorteile hatten Sie dadurch, dass Sie alle drei Teile gleichzeitig in ihrer Heimat gedreht haben? Gab es auch unvorhersehbare Nachteile?

PJ: Neuseeland wäre bei jedem Filmemacher die erste Wahl, wenn er den Herrn der Ringe verfilmen müsste. Tolkiens Bücher spielen in einer Art mythischer, europäischer Vorhistorie, und Neuseeland ist dafür perfekt, denn die Landschaft ist naturbelassen und sieht sehr europäisch aus. An Nachteile kann ich mich nicht erinnern. Unsere Distanz zu Hollywood gab uns einige filmische Freiheiten und gab dem Film ein ursprüngliches Gefühl.

B&N:Ich habe gehört, dass die Kostüme, Requisiten und digitalen Effekte im Film atemberaubend sein sollen. Auf welche Charaktere oder Szenen sind Sie besonders stolz?

PJ: Die besten Charaktere werden von den Darstellern zum Leben erweckt, da braucht man keine Spezialeffekte. Aber trotzdem haben wir einige coole Charaktere aus dem Computer, wie den Troll oder den Balrog. Ich habe versucht, alles so realistisch wie möglich aussehen zu lassen -- ich wollte keinen künstlichen Look. Es sollte alles organisch wirken. Wir haben einen Troll erschaffen, der wie eine wirklich lebende Kreatur wirkt, nicht wie eines dieser Filmmonster. Wir haben eng mit einem kreativen Team zusammengearbeitet. Wir sind sehr glücklich, dass von Anfang an Richard Taylor und Tania Rodger, die Betreiber von WETA Workshop, dabei waren. Sie haben Rüstungen, Waffen, Make-Up, Prothesen, Miniaturen und Kreaturen entworfen, die wie realitische Teile unserer Geschichte wirken. Die bekannten Tolkien-Künstler Alan Lee und John Howe haben auch ihre Talente als Conceptual Artist in die Produktion einfließen lassen, zusammen mit Production Designer Grant Major und Supervising Art Director Dan Hennah. Die unglaublichen Kostüme von Ngila Dickson erweckten die Charaktere und Völker von Mittelerde zum Leben. Diese greifbaren Designs wurden dann mit den digitalen Designs von den WETA Digital Künstlern kombiniert. Es war ein sehr befriedigender Prozeß zu erleben, wie Mittelerde Schritt für Schritt auf der Leinwand Realität wurden.

B&N: Sind sie wegen der Erwartungen der Millionen Fans überall auf der Welt sehr besorgt?

PJ: Dieser Film wurde von Fans gemacht. Wie ich -- sind wir alle die glücklichen Fans, die ihre persönlichen Visionen der Bücher in Filme wandeln können. Natürlich kann man nicht komplett die Vorstellungen der Leute treffen, und das versuchen wir auch gar nicht. Was man im Film sehen wird sind die Visionen der unterschiedlichsten kreativen Leute, alles gefiltert durch mich, den Regisseur. Ich hoffe, dass wir das Publikum mit unserer Interpretation unterhalten können, aber trotzdem wird jeder Einzelne fähig sein, seinen eigenen HERR DER RINGE FILM in seinem Kopf zu sehen.

B&N: Es gibt eine Menge großartiger Internetseiten, mehr inoffizielle als offizielle. Sie müssen mit Briefen und E-Mails von Leuten, die mehr über den Film wissen wollen, nur so überschüttet werden. Erinnern Sie sich an besondere Mails?

PJ: Die Neugier der Internet-Fans ist sehr verblüffend und der Enthusiasmus treibt uns an. Von der Fan-Mail an einen Schauspieler bis hin zu Erwartungen ans Drehbuch, alle Mitteilungen kamen als Unterstützung. Das war es, was mich und die Darsteller und die Crew 274 Tage drehen ließ.

B&N: Haben sie Ralph Bakshis animierte Version des HERR DER RINGE von 1978 gesehen, oder die Rankin/Bass Filme? Was sind die Schwächen und Stärken dieser Filme?

PJ: Ja, ich habe Bakshis Film gesehen und -- tatsächlich war es so, dass mich der Film dazu inspiriert hat, den Roman zu lesen. Ich habe den Film genossen und wollte mehr darüber wissen. 1978 war die Animation wohl die beste Art, die Reichweite der Geschichte umzusetzen. Ein Film mit echten Darstellern wäre damals unmöglich gewesen. Heutzutage haben wir Computereffekte, die das realisieren können, was animierte Filme darstellen können, und vieles mehr. Außerdem haben wir den Vorteil, dass wir drei Filme machen können, um die gesamte Geschichte zu erzählen. Bakshi hat nur die Hälfte der Geschichte umsetzen können.

B&N: Filme und Bücher unterscheiden sich. Wie nah sind sie an der Original-Geschichte geblieben, wieviel haben sie geändert?

PJ: Natürlich kann man ein Roman nicht Wort für Wort in ein Drehbuch umschreiben, vor allem nicht bei so einer wunderbaren Geschichte wie dem Herrn der Ringe. Meine Mit-Schreiber Fran Walsh und Philippa Boyens und ich modifizierten die Texte während wir schrieben. Aber wir gingen nie von den Hauptthemen weg, die für die Tolkien-Fans wichtig sind. Ich hoffe, dass das Publikum, wenn es den Film im Dezember sieht, unsere Entscheidungen verstehen wird. Beim kompletten ersten Film kann ich sagen, dass es über fünf Stunden dauern würde, alles zu zeigen. Aber nun ist der Film nur halb so lang und wir mussten Kürzungen vornehmen.

B&N: Mittelerde und seine Bewohner erfolgreich auf die Leinwand zu bringen ist eine großartige Filmleistung. Was planen Sie als nächstes Projekt? Und warum?

PJ: Nach der Veröffentlichung des dritten Teils DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS im Jahr 2003 werde ich mir etwas Schlaf gönnen. Der Schnitt und die Nachproduktion sind zur Zeit sehr kraftzehrend. Da kann man schlecht drei Jahre in die Zukunft blicken und sich vorstellen, was man als nächstes machen wird. Der Herr der Ringe ist zu meinem Leben geworden, seit wir vor sieben Jahren mit dem Projekt begannen.


English Version:

I found this wonderful interview at Ringbearer.org:

B&N:How old were you when you first read Tolkien's Lord of the Rings novels, and what effect did it have on you?

PJ: I first began reading The Lord of the Rings on a train ride in New Zealand from Wellington to Auckland. when I was 18 years old. I remember thinking; "This trilogy is so amazing. I hope one day someone makes it into a movie so I can see it!

B&N: Being a native of New Zealand. what were the advantages of filming all three movies simultaneously in your home country? Were there any unforeseen disadvantages?

PJ: New Zealand would be at the top of the locations list for any filmmaker making The Lord of the Rings. Tolkien set his books in a kind of mythic European prehistory, and New Zealand is perfect, as it has an unspoiled but slightly askew European look. I can't think of any disadvantages. Our distance from Hollywood has given us filmmaking freedom and has given the film an original feel.

B&N: I've heard the costumes. props and digital and optical special effects in these movies are amazing. What scenes and/or characters are you most proud of?...

[...read on at Ringbearer.org]

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