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Space View: Lord of the Rings

; Quelle: Space View

Mario Barthel hat mir diesen Artikel aus der aktuellen Ausgabe der deutsche SPACE VIEW geschickt. Eine Doppel-Seite wurde der Verfilmung gewidmet, der Artikel ist zwar ziemlich ausführlich und gut recherchiert, enthält aber auch einige fiese Patzer ("Orlando Bloom spielt Legolas, einen knochenharten Kobold")...

Größer, besser, aufwendiger - das Fantasy-Abenteuer des neuen Jahrtausends!

Enfant Terrible Peter Jackson dreht auf heimischen Gefilden in Neuseeland seine Version von J.R.R. Tolkiens Meisterwerk "Herr der Ringe". Mehr als 190 Millionen Dollar stehen dem Regisseur für die Herstellung eines dreiteiligen Kinoepos zur Verfügung, dessen erster Teil im Sommer 2001 in die Kinos kommen soll.

1977 war es Regisseur Ralph Bakshi ("Cool World"), der mit einer Zeichentrickversion von "Herr der Ringe" versuchte, die erste Hälfte der Roman-Trilogie von J.R.R. Tolkien, einem der Meisterwerke der Fantasy-Literatur, auf die Leinwand zu bringen. Auf dem mythischen Kontinent Mittelerde liefern sich gute und böse Wesen einen Kampf um einen magischen Ring, der über das Schicksal der Welt entscheiden soll. Das Gute ringt das Böse - zunächst - nieder. Trotz der aufwendigen Tricktechnik wurde die Faszinationskraft der Vorlage nur selten erreicht. Bakshi vereinfachte die komplexe und breit angelegte Epik des Romans zu einzelnen Handlungssträngen, in denen stets die Actionelemente überwiegten. Ein Fall für Peter Jackson. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich das Aushängeschild der neuseeländischen Regisseure mit der Realisierung des Projekts. Mit New Line Pictures, dem bedeutendsten unabhängigen Filmverleiher und Produzenten Amerikas, fand er einen mutigen Geldgeber, der das Risiko nicht scheute, 350 Millionen Mark in das gewagte Unterfangen zu investieren.

Die Story bleibt der Originalvorlage treu: Hollywood-Star Elijah Wood ("The War", "Der Eissturm", "Deep Impact") spielt Frodo, einen jungen Burschen, der sich nach Erhalt eines scheinbar harmlosen Rings plötzlich als Retter der Mittelwelt profilieren muß, da das Böse die Macht an sich reißen möchte. Ihm zur Seite stehen Sean Astin alias Sam Gamgee, sein bester und treuester Freund. Gemeinsam wollen und müssen sie den magischen Ring zerstören.

Unter stärkster Geheimhaltung begann ein Team in enger Zusammenarbeit mit der neuseeländischen Armee bereits im April 1999 auf North Island, Neuseeland, mit der Konstruktion der ersten Sets. Bereits eine Woche später machten findige Reporter ein weiteres Team in einem Tal, nur wenige Meilen von Auckland entfernt, ausfindig: Hier wurde bereits an einem weiteren Set, einer gigantischen Stadt gearbeitet.

Stichtag 14. Oktober 1999: Drehbeginn des wohl ambitioniertesten Projekts aller Zeiten in Wellington, Neuseeland. Mit einem noch nie dagewesenen Aufwand wird von allen Beteiligten ganz bewußt versucht, neue Grenzen im Bereich des Filmemachens zu überschreiten. Drei Filme, basierend auf John Ronald Reuel Tolkiens (1892-1973) Buch, werden von Peter Jackson inszeniert: "The Feollowship of the Ring", "The Two Towers" und "The Return of the King". Das Besondere daran: Sie werden nicht nacheinander, sondern gleichzeitig inszeniert. Michael De Luca, Päsident und Chief Operating Officer von New Line Productions, über das bislang größte UNterfangen seiner Firma: "´Der Herr der Ringe´ zählt ohne Frage zu den besten und beliebtesten Abenteuergeschichten, die jemals geschrieben wurden. Diesen Film zu produzieren, ist ein nicht minder spannendes Abenteuer. Wie Frodo, der Held der Sage, sind wir auf Eroberungskurs, und ich kann mir im vordersten Streitwagen niemand besseren als Peter Jackson vorstellen." Mark Ordesky, Präsident von Fine Line Features, fügt hinzu: "Drei Filme gleichzeitig zu drehen, ist ein gewagtes Unterfangen. Aber uns steht ein ausgezeichnetes Team von Filmemachern und Schauspielern zur Verfügung, die mehr als gewillt sind, dieses Projekt zu einer wunderbaren Erfahrung für Kinogänger weltweit zu machen." In Amerika begleitet New Line die Produktion bereits mit ersten Promotion- und Werbeaktionen. In zahlreichen Buchläden lockte ein Gewinnspiel mit einer Reise für zwei Personen nach Neuseeland sowie ein Besuch der Dreharbeiten.

Regisseur Peter Jackson, der die letzten Jahre mit logistischen und konzeptionellen Vorbereitungen verbracht hat, charakterisiert das Projekt mit den Worten: "Bislang hat es kein Filmemacher geschafft, drei Filme gleichzeitig zu drehen (Anm.: Robert Zemeckis hat vor knapp zehn JAhren zwei Episoden von ´Zurück in die Zukunft´ nacheinander inszeniert.) Da die Spezialeffekte sehr, sehr aufwenig sind, war es notwendig, jedes noch so kleine Detail im Vorfeld sorgfältig zu planen. Wir sind es Professor Tolkien und seinen Legionen von Fans schuldig, daß unsere Filme mit der Integrität hergestellt werden, die sie verdienen."

Kurz vor Drehbeginn gab es jedoch schon die ersten Probleme: die neuseeländische Armee verkündete, daß sie nicht mehr gewillt sei, Statisten für diese Produktion bereitzustellen. Ein herber Rückschlag für die Filmemacher, da die Unterstützung Kostenersparnisse in Millionenhöhe garantieren sollte. Jacksons Team muß nunmehr nahezu 15.000 (!) einheimische Statisten für die aufwendigen Schlachtsequenzen (im Film wird es - dank digitaler Technik - so aussehen, als ob 250.000 Soldaten in den Kampf ziehen) engagieren, was das Budget arg überstrapazieren wird. Darüber hinaus wurde ein Aufruf nach 250 Pferden und Reitern gestartet, die als Heer von Rohan im Film fungieren sollen. Auch hier wird mittels digitaler Technik geschummelt. Später werden Tausende von Reitern in die Schlacht ziehen.

Mit der Geheimniskrämerei ist das so eine Sache: Unverhofft meldete eine neuseeländische Tageszeitung die Ankunft von Sean Connery in Porirua City, Wellington, nur einen Steinwurf von Peter Jacksons Basiscamp entfernt. Ob Connerys Besuch unmittelbar mit den Dreharbeiten zusammenhängt, war nicht zu klären. Ein weiteres, unbestätigtes Gerücht besagt, daß Tolkiens Enkel einen Gastauftritt im Film hat - obwohl das von den anderen Familienangehörigen vehement verneint wurde. Und noch ein letztes, wildes Gerücht: George Lucas hat sich angeblich als Berater von Jackson verpflichten lassen.

Kinostart des ersten Teils ist für Sommer 2001 geplant, gefolgt von einer Veröffentlichung des zweiten Teils im Winter 2001 sowie Teil 3 im Sommer 2002.

Mehr über dieses große Kino-Highlight erfahrt Ihr in einem der folgenden SPACE VIEW-Magazine.

Autor: Marc Hertling, Fotos: Archiv

Peter Jackson - Kurzbiographie

Sein bislang einziger Film für eine Hollywood-Filmpoduktion war auch sein bislang größter Kassenflop: "The Frighteners" mit Michael J. Fox in der Hauptrolle erschien hierzulande nur auf Video. Ganz anders seine ersten Arbeiten: "Bad Taste" und "Braindead" (letzterer ist der wohl geschmackloseste Splatter-Film aller Zeiten!) genießen mittlerweile Kultstatus. Der Folgefilm "Heavenly Creatures", finanziert von einer deutschen Produktionsfirma, wurde auf den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Mit "Herr der Ringe" will Peter Jackson nunmehr entgültig Filmgeschichte schreiben.

Die Besetzung

Sean Bean ist Boromir, der heißblütige, älteste Sohn des Herrschers im Königreich von Gondor. Bean war unlängst in den Filmen "Ronin", Goldeneye" und "Die Stunde der Patrioten" zu sehen.

Die wunderschöne Cate Blanchett ist die Elfe Galadriel, ihres Zeichens weise und umsichtige Königin von Lorien. Im vergangenen Jahr erhielt Blanchett für ihre Darstellung in "Elizabeth" den Golden Globe verliehen.

Orlando Bloom spielt Legolas, einen knochenharten Kobold (Cirdans Kommentar: Aaaaaaaarrrrrg), der Frodo (Elijah Wood) auf seiner größten Herausforderung begleitet.

Billy Boyd verkörpert Pippin, einen jungen und guten Freund von Frodo, der ihm ebenfalls auf seiner waghalsigen Mission zur Seite steht.

Brad Dourif alias Grima Wormtongue, manipulativer Ratgeber von König Theoden sowie heimlicher Spion des Zauberers Saruman, spielte seine erste Rolle in "Einer flog übers das Kuckucksnest". Man sah ihn außerdem in "Ragtime", "Blue Velvet" und "Alien - Die Wiedergeburt". In allen vier Chucky-Filmen hat er im englischen Original der Stimme der fiesen Mörderpuppe Format verliehen.

Alt-Star Christopher Lee darf einmal mehr das Böse interpretieren. Als Saruman, oberster Führer aller Zauberer, versucht er, in den Besitz des magischen Rings zu gelangen und ihn für seine neideren Zwecke zu mißbrauchen. Lee, dessen Karriere mehr als fünf Jahrzehnte umspannt, spielte in zahlreichen Horror-Filmen sowie in "Die drei Musketiere" und "Der Mann mit dem Goldenen Colt". Als "Dracula" ist er zur Legende geworden

Sir Ian McKellen verleiht dem klugen Zauberer Gandalf, Frodos Mentor und Beschützer, Format. McKellen ist nicht nur ein erfolgreicher Film-, sondern ein ebenso gefragter Theaterschauspieler. Für seine Leistungen in "Gods and Monsters" wurde ihm in diesem Jahr eine Oscar-Nominierung als Bester Darsteller zuteil.

Dominic Monaghan ist Merrydock Brandybuck, ein junger, wenngleich sonderbarer Bursche, der Frodo ein ums andere Mal hilft.

John Rhys-Davies repräsentiert als Gimli die Zwerge in der Gefolgschaft des Ringes. Der vielbeschäftigte Schauspieler war in allen drei "Indiana Jones"-Filmen ebenso wie in "James Bond 007 - Hauch des Todes" und "Victor/Victoria" zu sehen. Rhys-Davies wurde ebenso wie Warwick Davies ("Willow"), der auf einer "Star Wars"-Convention im April erwähnte, daß er für die Rolle vorgesprochen hatte, getestet. Rhys-Davies erhielt jedoch den Vorzug.

Viggo Mortensen verkörpert Aragorn. Ein Mensch, der von Elfen großgezogen wurde und seines Zeichens rechtmäßiger König von Gondor ist (Mortensen hat kurz vor Drehbeginn den Schauspieler Stuart Townsend ersetzt).

Keine Geringere als die Hollywood-Schönheit Liv Tyler gibt der jungen Elfenkriegerin Arwin die nötige Statur. Sie ist gewillt, ihre Unsterblichkeit der Liebe für Aragorn zu opfern (die Liebesgeschichte ist von Peter Jackson stärker als im Buch akzentuiert worden).

Last, but not least: Uma Thurman ist laut Hollywood Reporter für eine weitere tragende Rolle im Gespräch.

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