Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Ein Interview mit Sir Ian Mckellen

; Quelle: Factory Publishing

Das Film-Magazin Factory hat ein ausführliches Interview mit Gandalf-Darsteller Ian McKellen geführt, in dem er unter anderem über die kommende HOBBIT-Verfilmung spricht.

McKellen: Ich spiele diese Charaktere, weil es einfach wunderbar ist. Vor allem die rechtschaffenen Charaktere sind schwierig darzustellen. Das ist wahrscheinlich der Vorteil vom HERRN DER RINGE und Gandalf, denn Gandalf ist durch und durch gut. [...]

Factory: Wie gehen sie als Schauspieler an eine Rolle wie Gandalf ran?

McKellen: Man muss bedenken, dass Gandalf bereits seit 7.000 Jahren lebt und sehr menschlich ist. Man muss den Charakter erfassen, es steckt sehr viel von Tolkien selbst in ihm: Der Pfeife rauchende Akademiker, der sich nicht um Äußerlichkeiten schert und lieber mal einen trinkt und sich mit dem einfachen Volk umgibt. Englischer könnte Gandalf kaum sein. Das ist eine fantastische Rolle! Das ist ganz ähnlich wie das böse Verhalten der Schurkenrollen. Man versucht herauszufinden, warum sie so sind und was sie motiviert und dadurch werden sie menschlich. Es wäre sinnlos Gandalf einfach nur auf seine Unsterblichkeit als Istari zu reduzieren. Man muss begreifen, dass Gandalf gerne Pfeife raucht und Meilen laufen würde, um mit seinen Kumpels einen zu trinken, dass er liebenswert ist, exzentrisch und sehr menschlich. [...] Die Vorbereitungen für die Rolle waren sehr einfach. Ich habe mir einfach die Zeichnungen von John Howe und Alan Lee angeschaut, die die Romane jetzt seit vielen Jahren illustrieren. Viele Fans hatten den Eindruck, dass ich genau wie Tolkiens Gandalf aussehe, aber um ehrlich zu sein, sah ich aus wie der Gandalf von Howe und Lee. Außerdem habe ich mir die alten verknisternten Tonband-Aufnahmen von Tolkiens Stimme angehört, in denen er aus dem HERRN DER RINGE vorliest. Das war sehr tröstlich, dass er sehr theatralisch liest, was mich denken läßt, dass er der Idee einer Verfilmung auch nicht unbedingt abgeneigt war. Und seine Stimme klang dabei sehr geistreich und verraucht - was ihm den typischen (tiefen) englischen. Sound verliehen hat. Das war also einfach. [...] Richtig in Gandalf einfühlen konnte ich mich aber erst unter dem Make-Up, das hat ungefähr zwei Tage gedauert. Mit der künstlichen Nase und dem Funkeln im Auge war es plötzlich da. Ich sah ihn vor mir ihm Spiegel und der Charakter war geboren. [...]

Factory: Viele Menschen im Rentenalter denken nur noch ans Golfspielen und gehen alles etwas leichter an. Ist ihre Karriere als Action-Held mit X-MEN und DER HERR DER RINGE beendet?

McKellen: Das ist der Vorteil als Schauspieler, man ist auch noch im Rentenalter sehr aktiv. Der Vorteil des Alters und der Erfahrung ist, dass man besser spielt als jemals zuvor. Das war immer mein Ziel; immer besser zu werden in meinem Beruf. Und derzeit habe ich die Ehre vor der Kamera schauspielern zu können, weil ich in einigen Filmen mitgespielt hab, die sehr erfolgreich waren. Und ich lerne derzeit erst, wie man richtig vor einer Kamera agiert. Man lernt immer dazu. Nächstes Jahr spiele ich KING LEAR und das wird sehr anstrengend. Ich liebe natürlich auch die Pausen. Und wenn man nicht auf Teufel versucht etwas zu bekommen, fällt es einem meistens in den Schoß. Ich würde sehr gerne beim HOBBIT mitspielen.

Das komplette Interview als iPod-Download und PDF gibt es unter factory-publishing.com

Sponsor
Anzeige

Die nächsten Termine

Zu den Terminen