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Howard Shore vs. Warschauer Symphonie Orchester

; Quelle: HDRF

Nach seiner HERR DER RINGE Symphonie hat Howard Shore jetzt den nächsten Coup gelandet: Er hat den HERR DER RINGE Soundtrack so arrangiert, dass er live zur FIlmvorführung gespielt werden kann. Deutschlandpremiere ist am 26. März 2008 in der Philharmonie in München. Da passt es dem Komponisten gar nicht in den Kram, dass derzeit die Warschauer Symphoniker mit einer eigenen Version des Soundtracks durch die Lande touren.

Und so hat die große Anti-Warschauer-Symponie-Orchester-Kampagne begonnen. Es begann alles mit dieser Meldung auf HowardShore.com: "Derzeit tourt eine Konzertreihe durch Deutschland, die nichts mit Howard Shore zu tun hat. Der Anbieter Gastspiel- und Theaterdirektion Gerhartz GmbH nennt diese Konzerte "Herr der Ringe von Howard Shore in Concert", um die Ticket-Läufer absichtlich zu verwirren. Bitte seid gewarnt! Howard Shore hat nichts mit diesen Konzerten zu tun. Die Musik, die dort gespielt wird wurde aus Notenheften arrangiert, die es überall zu kaufen gibt. Diese Situation ist frustrierend und entmutigend für Mr. Shore und seine Mitarbeiter, die sich vorgenommen haben die HERR DER RINGE Symphonie von Howard Shore [...] nur in höchster Qualität darzubieten. Zwar wird oft gesagt, dass Nachahmung die größte Form der Anerkennung ist, und da stimmen wir zu, aber unglücklicherweise schreckt diese Aufführung Veranstalter davon ab Howard Shores echte HERR DER RINGE Symphonie zu buchen. Außerdem würden die Konzertbesucher um die Erfahrung dieser einzigartigen Musik betrogen, weil sie nicht so gespielt wird, wie sie gespielt werden sollte.

Tatsächlich scheinen sich jetzt auch die Fans auf die Seite des Meisters zu schlagen. Nachdem wir einige positive Worte zu der Aufführung des Warschauer Orchesters verloren hatten, erreichten uns einige Mitteilungen von enttäuschten Konzertbesuchern.

Ich habe die Aufführung der "Herr der Ringe Symphonie" des Warschauer Symphonie Orchesters in Mannheim erlebt und war sehr enttäuscht. Howard Shore distanziert sich von diesem Machwerk zu recht. Kein Vergleich zum Original, das ich in Köln erleben konnte!!!!!!!
Kritikpunkte im einzelnen:
1. Die Reihenfolge der Stücke stimmt nicht, (Gandalf hat bereits geholfen Helms Klamm zu verteidigen, ehe er in Moria in den Abgrung stürzt. Das Schwarze Tor öffnet sich erst nachdem Frondo bereits nach Westen gesegelt ist).
2. Viel Technik bei den Chordarbietungen. Der Männerchor ist ohne Verstärker kaum zu hören ( wenig Maori- dafür viel Knabenchor)
3. Überhaupt die Lautstärke - mir klingelten hinterher die Ohren
4. Kürzungen/ Auslassungen sowohl bei den Gesangsstücken als auch bei den Instrumentalstücken
5. Die Bilder im Hintergrung waren unterirdisch. Gerade mal 5 Motive wechselten sich ab. Zum Schluss tauchte dann noch ein lächelnder Hobbit auf. Welcher bloß?
6. Alles war zu basslastig.
7. Zu teuer für das Gebotene, da kann ja jedes Schulorchester mithalten. Da brauche ich keine Warschauer Symphoniker!
8. Es wird (auf Plakaten, den Eintrittskarten und dem Programmheft) suggeriert, dass es sich um die Originalsymphonie handelt.
Das Publikum, das, wie ich herausfand, das Original zum größten Teil nicht kannte, und das Dargebotene für die Herr der Ringe Symphonie hielt, brachte den Musikern Standing Ovations dar. Nur vereinzelt klatschten Konzertbesucher überhaupt nicht.
Hier wird das ahnungslose Publikum abgezockt! Ich kann nur jeden warnen sich das Geld SO aus der Tasche ziehen zu lassen. Einziger Lichtblick war die Gruppe "Rivendell".
Mit freundlichen Grüßen
Monika Hoock

Howard Shore Fan Ginos Girl schreibt:

Ich war jetzt auch bei den Warschauern in Dresden und Wiesbaden und kann mich den guten Kritiken nicht anschließen. Es war zwar nicht so schlecht wie ich [...] befürchtet hatte (ich war stellenweise sogar positiv überrascht), aber auch nicht so gut, dass es den tosenden Applaus und die Standing Ovations rechtfertigt. Hier ein paar (mehr oder weniger) allgemeine Kritikpunkte:
- Das Tempo war viel zu hoch, alle Stücke wurden mit zwei- oder dreifacher Geschwindigkeit abgespult (abgesehen vom Beginn von Ash And Smoke, der war zu langsam). Aber ich muss zugeben, das war bei der echten Symphonie in Köln, Nürnberg, Leipzig und Wien leider auch nicht anders (In Stockholm und Luzern haben sie das Tempo allerdings gut hinbekommen. Warum klappt das nicht überall?? ).
- Die Trommler haben so gut wie keinen Rhythmus richtig hinbekommen (ganz schlimm wars beim Isengard-Thema und der Mordor-Outline ), denen gings wohl mehr darum, möglichst spektakulär zu wirken. Außerdem waren sie viel zu dominant. Was nicht heißt, dass sie nicht auf ihre eigene Art cool waren, aber laut und falsch ist eben keine so gute Kombination
- Die elbische Aussprache der Solisten war schlicht und einfach falsch (ist es zu viel verlangt, sich wenigstens ein bißchen zu informieren? Gerade dazu gibt es doch wirklich genug Quellen!)
- Diese "Einsparung" von Instrumenten hat teilweise wirklich gestört. Into the West ohne Gitarre! Gollum's Menace-Thema ohne Cimbalom! The Lighting of the Beacons ohne F-Trompeten! Ok, ich sehe ja ein, dass sie nicht extra Sarangi, Rhaita oder Dilruba rangeschafft haben. Aber Gitarre(!!), Cimbalon (oder von mir aus auch ein normales Hackbrett) und F-Trompete sind doch wirklich nicht zu viel verlangt, oder??
- Es haben viel zu viele Stimmen/Counterpoints/Nuancen gefehlt. Das ganze klang irgendwie "seicht", was natürlich daran liegen könnte, dass sie den echten ConductorsScore nicht zu Verfügung hatten...
- Das Solo am Ende von Helm's Deep war schrecklich. Die Solistin hat beide Male ihren Einsatz verpasst, die Melodie war nicht wieder zu erkennen und die altenglische Aussprache war furchtbar (auch hier hätte man sich informieren können - oder zumindest einmal das Original anhören!).
Ein starkes Stück finde ich auch, dass im Programm beschrieben wird, wie Shore die Musik zu einer sechs Sätze umfassenden Symphonie arrangiert hat - was noch mehr den Eindruck erweckt, es handle sich bei dem von den Warschauern Dargebotenen tatsächlich um *die* Symphonie. Ich hoffe wirklich, dass das noch Konsequenzen haben wird!

Hador1987 schreibt in unserem Forum :

Auch wenn die Trommler ganz cool waren, ändert das nix an der Tatsache, dass sie stellenweise recht falsch getrommelt haben. Auch dieses Gebimmel beim Rivendell Thema zum Beispiel war zu dominant. So ganz leise im Hintergrund hätte man das anklingen lassen können, aber bitte nicht so laut, dass es alles andere übertönt.
Witig fand ich den Dirigenten, der sah von hinten aus wie Bilbo auf dem Weg zu den grauen Anfurten.
[...] ich hoffe inständig , dass Shore und sein Management noch irgendwie gegen diese unrechtmäßigen Auftritte vorgehen. Das nächste Mal will ich wieder die echte Symphonie genießen, bzw. wenns geldmäßig klappt den Gefährten Score in München.

Und die Süddeutsche Zeitung schreibt in ihrer heutigen (6. März 2008) Ausgabe:

Gleich vorweg: Das Projekt "Herr der Ringe von Howard Shore in Concert" der "Gastspiel- und Theaterdirektion Gerhartz" hat gar nichts mit dem Film-Konzert in der Philharmonie im Gasteig am 26. und 27. März zu tun. Komponist Howard Shore macht deutlich, dass er mit der Gerhartz-Produktion nichts zu tun hat. Dass das Gerhartz-Konzert (10.3.) ausgerechnet auch in der Philharmonie stattfindet, macht für Howard Shore die Situation nicht besser. [...] Und er wehrt sich. Mit einem offiziellen Schreiben auf seiner Homepage www.howardshore.com.
Zum ersten Mal in Deutschland ist der erste Teil der Herr der Ringe-Trilogie mit Live-Musik nun in München zu sehen. Während der Zuschauer mit Frodo und seinen Gefährten mitleidet, ins Elbenland Lothlorien abtaucht, Orks durch Mittelerde stapfen sieht, spielen die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Ludwig Wicki die Original-Filmmusik von Howard Shore. 250 Mitwirkende machen aus dem Film ein Konzertereignis, das ausschließlich die Musik in den Mittelpunkt rückt: Sie wird zum entscheidenden erzählerischen Element. Es singen der Universitäts-Chor und der Wolfratshauser Kinderchor. Von Herr der Ringe kann Shore trotz allem Ärger in München nicht genug bekommen. "Diese Musik und diese Erfahrung", sagt er, "liegen mir nach wie vor sehr am Herzen.

Wer also einen echten Howard Shore hören möchte, sollte sich Tickets für das Konzert am 26. März 2008 in der Philharmonie in München besorgen. Tickets gibts beispielsweise bei Virtuopolis , Eventim oder mit etwas Glück bei unserem aktuellen .

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