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Interview mit Elijah Wood

; Quelle: E!Online

Der 19-jährige Frodo-Darsteller Elijah Wood sprach in einer kurzen Drehpause mit einem Reporter von E!Online das erste Mal öffentlich über seine Rolle und die Dreharbeiten in Neuseeland.

Frodo geht auf eine sowohl physisch, wie auch geistig anstrengende Reise -- welcher Teil dieser Reise war für dich am interessantesten zu erforschen?

Ich denke er hat eine Gefühl für Stärke, so dass er fähig ist, auf diese Suche zu gehen und sie zu beenden. Das finde ich sehr interessant. Und was auf dieser Reise passiert, die Tatsache, dass der Ring Besitz von ihm ergreift und er langsam verrückt wird und sich selbst verliert, ist für mich als Schauspieler interessant. Es ist ein unglaublicher Handlungsbogen.

Viele von Tolkiens Charakteren werden eines Tages mit ihrer dunklen Seite konfrontiert -- dann müssen sie entscheiden ob sie die Macht des Ringes an sich reißen oder ihr widerstehen. Wie ist es die dunkle Seite von Frodo zu erforschen?

Da wir zur Zeit hauptsächlich am ersten Teil drehen, haben wir uns noch nicht so sehr damit beschäftigt, da dieser Teil von den drei wohl der am wenigsten dunkelste ist. Sicher habe ich schon kurze Einblicke bei den wenigen Szenen gewonnen, die wir für Teil 3 gedreht haben, das war sehr interessant.

Es handelt sich um eine extrem dunkle Seite...so dunkel, dass es sich nicht mehr wirklich um Frodo handelt, es ist so, als würde der Ring sprechen. Und diese Bessenheit durch den Ring ist so interessant, es ist unterbewusst.

Also ist Frodo von dem Bösen besessen, und missbraucht den Ring nicht bewusst?

Also tatsächlich gibt es zwar die bewusste Entscheidung, den Ring zu tragen und zu zerstören und damit Mittelerde und das Auenland zu retten, aber er hat niemals eine Entscheidung für die dunkle Seite getroffen. Er und seine Seele brechen nach einem bestimmten Zeitraum einfach zusammen, er kommt an einen Punkt, wo er es einfach nicht mehr im Griff hat.

Was bewunderst du an Frodo...und was nicht?

Ich bewundere seine Neugier, die weite Welt zu erkunden. Er lernt sehr viel von Gandalf, zum Beispiel Elbisch zu sprechen. Er versucht eine weltlicher Person zu sein. Ich bewundere auch den Moment, wo er die Entscheidung fällt, den Ring zu tragen, um Mittelerde und das Auenland zu retten. Er möchte diese Reise antreten, egal, ob er dabei stirbt oder nicht. Das ist eine unglaublich mutige und achtbare Entscheidung. Er bekommt eine Eingebung. Das ist es, was ich an ihm liebe.. er ist sehr lebendig und lebhaft..leider nur zu Anfang das Films. Aber diese Eingebung, diese Hoffnung ist es letzendlich, was ihn zusammenhält.

Wie ist das mit den äusserlichen Details, den Prothesen und dem MakeUp?

Jeden Morgen müssen wir zweieinhalb Stunden in der Maske sitzen, was einen sehr frühen Morgen bedeutet. Wir werden normalerweise um 5 Uhr morgens abgeholt. Wenn ich am Set ankommen, dauert alleine das Anbringen der Füsse eine Stunde.

Die sehen aber sehr bequem aus.

Ja, sie sind wirklich sehr bequem. Gott sie Dank! Aber es dauert halt, sie anzubringen. Zuerst war es immer sehr aufregend, wenn ich die Füsse, die Perücke und die Ohren erhielt, aber nun ist es eher ein "Ooooooo-kay", auf das ich morgens verzichten könnte. Es ist das erste Mal, dass ich in einem Film eine Perücke trage. Zusammen mit den Ohren, die sehr gut sitzen, verwandle ich mich jeden Morgen in einen richtigen Hobbit.

Hobbits sind den Menschen zwar sehr ähnlich, aber es sind keine Menschen. Wie entwickelt man einen Charakter, der nicht menschlich ist?

Ich habe darüber noch nie so nachgedacht, dass ich es schildern könnte. Ich bin eher so vorgegangen, dass ich mich den Elementen des Charakters genähert habe, der einige Eigenschaften hat, die eher untypisch sind für Hobbits. Er hat seine eigene Art, aber ohne ein Aussenseiter zu sein. Sein Onkel [Bilbo] ist ein etwas verrückterer Gefährte in Hobbingen und jeder betrachtet ihn als Freak, weil er all diese Geschichten erzählt, an so seltsamen Orten war und ein bisschen verrückt ist. Und ich begebe mich auf einen ähnlichen Weg, weil ich sehr interessiert bin an Bilbos Reise, an den Dingen die er gesehen hat und den Leuten, die er getroffen hat. Das macht mich zu einem untypischen Hobbit

Auf was für eine Reise begibst du dich als Schauspieler?

Es gibt viele Elemente, die für mich als Schauspieler vollkommen neu sind. Die unglaubliche Länge des Projekts, die Tatsache, dass ich einen Charakter über drei Filme entwickeln muss, einen Charakter zu spielen, der sich andauernd verändert und wächst. Normalerweise hat meine einige Monate Dreharbeiten und um den Charakter zu entwickeln, dann ist es völlig unüblich, dass man in chronologischer Reihenfolge dreht. In diesem Fall haben wir drei Teile, die nacheinander gedreht werden und ich erfahre wie sich der Charakter über einen langen Zeitraum verändert, was ich sehr geniesse.

Wie vereinbarst du all die technischen Anforderungen mit deinem Charakter?

Das ist kein Problem. Peter Jackson hat immer den Überblick und ich versuche mich nur auf die Szene zu konzentrieren.

Wie ist das, wenn man mit Peter Jackson arbeitet?

Absolut wundervoll! Seit ich "Heavenly Creatures" gesehen habe, bin ich ein Fan von ihm. Ich liebe diesen Film und wollte sofort mit ihm arbeiten. Ein Jahr bevor man an mich herangetreten ist, habe ich schon von der HdR-Produktion erfahren. Ich fand es sehr interessant, dass dieser Stoff verfilmt wird und das wurde an Peter Jackson herangetragen.

Peter scheint eine Menge Zusammenarbeit anzuregen.

Eines der besten Dinge an dem Projekt ist es, dass Jackson und Fran offen für unsere Vorschläge sind. Wir treffen uns oft und reden über die Szenen und Charaktere. Irgendwie ist es der Film von uns allen. Selbstverständlich haben sie das letzte Wort und feste Vorstellungen von dem Film, dennoch sind sie sehr offen für unsere Anregungen und Erfahrungen als Schauspieler, was sehr bequem ist.

Es scheint, dass du ein gutes Verhältniss zu deinen Hobbit-Kollegen hast.

Wir haben uns sechs Wochen auf den Film vorbereiten können und uns dabei sehr gut kennengelernt. Ich habe Freunde fürs Leben gewonnen. Wirklich nette Leute und eine perfekte Besetzung. Im ersten Monat haben wir fast ausschliesslich Hobbit-Szenen gedreht, so dass ich mich fast wie ein richtiger Hobbit gefühlt habe, weil wir vier immer zusammen waren. Doch nun haben sie uns getrennt was gewöhnungsbedürftig ist, da wir soviel Zeit zusammen verbracht haben.

Warst du vor dem Projekt auch schon ein Tolkien-Fan?

Ja. Also wenn ich ehrlich bin, hatte ich den Roman noch nicht gelesen. Ich hatte zuerst nur den "Hobbit" gelesen und mir danach sofort den "Herr der Ringe" gekauft. Aber ich kam irgendwie nie dazu, ihn zu lesen. Erst nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, hab ich mich wieder dem Buch zugewand.

Gibt es Unterschiede zwischen dem Drehbuch und dem Roman?

Ja, die Beschreibungen im Roman sind selbstverständlich viel ausführlicher. Das fand ich sehr hilfreich, um ein Gefühl für das ganze Abenteur zu bekommen.

Du drehst nun seit vier Monaten in Neuseeland.

Genau, und das ist mein erstes Interview. Vorher war es mir nicht möglich über dieses Projekt zu sprechen, aber es ist umso cooler, dass ich es jetzt darf. Ich habe mich schon lange darauf gefreut.

Ist es nicht frustrierend solch strenge Vertraulichkeit zu bewahren?

Nicht wirklich. Ich habe meinen Freunden schon viel erzählt, aber nichts verraten.

Ist es sehr schwer, soweit von Freunden und Familie entfern zu sein?

Ich fühle mich gar nicht soweit entfernt, ich bin schon fast hier Zuhause. Wellington ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich wohne jetzt hier in einem Haus, und habe eine zweite Familie hier, Dom und Billy und Sean und all die anderen Schauspieler, die Crew und jeden anderen. Ich fühle mich sehr wohl und Neuseeland ist ein grossartiger Arbeitsplatz. Es macht mir sehr viel Spass hier.


Original-Text:

Frodo is relieved. Elijah Wood, the 19-year-old star who plays Frodo Baggins--the primary character in Peter Jackson's Lord of the Rings saga--has been dying for a chance to talk about this hush-hush project. Now he can. Relaxing between takes on the Hobbiton set, in his first interview since filming began, Wood opens up about Frodo, his costars, the technical demands of this massive trilogy--and big furry feet and little pointy ears.

Frodo goes on an enormous physical and spiritual journey--what part of that journey are you most interested in exploring?

I think he has a sense of strength, that he's able to take on this quest and take it to the end, which is very interesting to me. And what happens to him on the way interests me as an actor--you know, the fact the Ring starts to take hold and he starts to go mad and loses himself. It's an incredible arc, to watch that happen over time.

Many of Tolkien's main characters have a moment of confrontation with their dark side--they have to choose between taking on the evil power of the Ring or resisting it. What's it like to explore the dark side of Frodo?

We haven't dealt with it a lot yet, because we're still in film one, which is probably the least dark of the three. But I certainly did explore it a bit when we did some scenes from film three, and it's very interesting.

It's quite a dark side...so dark it's not really Frodo anymore, y'know--it's kinda the Ring speaking. And the obsessive nature inspired by the Ring is so interesting. "No one can have the Ring, it's mine, so stay away." It's almost subconscious.

So, you see Frodo as being possessed by evil, rather than making a conscious choice to engage the Ring's power?

Oh, definitely. There was a conscious decision to take on the Ring, to destroy the Ring, for the better of Middle Earth and the Shire, but he doesn't ever make a conscious decision to go to the dark side. It's simply over a period of time he is beaten down, and his soul is beaten ragged, and he gets to a point where he can't handle it anymore, where he can't hold out against it.

What do you admire about Frodo... or not admire?

I admire the fact he's inquisitive and curious and wants to experience the outside world. He learns so much from Gandalf, he's learning Elvish, and he tries to be a worldly person. I also admire that by the time he makes the decision to take the Ring, it's selfless--it's for the better of Middle Earth and the Shire. And he wants to take this journey whether he may die or not.

That's an incredibly courageous and honorable decision. He's just got a spirit, you know? That's what I love about him...he's very alive and very lively. You don't get to see a lot of that--only in the beginning of the first film--but his spirit, the light that's in him, is what holds him together.

What about the physical aspects of the production--the prosthetics, the makeup...

Yeah! Every morning, I start with about two and a half hours of makeup, which means some very early mornings. We're usually picked up around 5 a.m. I come to the set, and I get into my feet, which takes about an hour.

They look comfortable.

They actually are very comfortable, thank God, but it does take a while to put them on. Initially, that was so exciting. Got the feet, got the wig and the ears. And then it was like, Ooooo-kay...I could do without this in the morning! Then I put on my wig--it's the first time I've worn a wig in a film, so that's exciting--and the [prosthetic] ears, which fit on very well, so it's cool. You feel like a hobbit. We really transform in the morning, which is neat.

Hobbits are similar to humans, but they're not human. How do you develop a character who isn't human?

I haven't really thought of it in terms of what could I do that would be hobbit-like. I've more approached it like, what are the elements of my character? How am I going to portray them. Because my character is less hobbit-like than any of them, really. He's not an outcast, but he's on his way.

His uncle [Bilbo] is a bit of a strange fellow here in Hobbiton, and everyone looks at him like he's a bit of a freak because he's got all these stories and he's been to all these places and he's a bit mad. And I'm on sort of that route, because I'm very interested in the route Bilbo took in his travels and the things he'd seen and the people he'd met. Which doesn't make me a typical hobbit.

What kind of journey are you on as an actor?

There are so many elements which are different and new for me as an actor. The sheer length of the project, the fact that I've got three films to develop a character, to hold that character and have him change and grow. Normally, you've got a couple of months to shoot a movie and develop the character, and it's not normally done in sequence. Here, we've got three films, being filmed mostly in sequence, so I get to experience the character's changes and live with the character over a long period of time, which I really enjoy.

How do you maintain your character amid all the technical demands?

It's easy to keep hold of the character. Peter Jackson is always in the moment, and he knows what's going on, and I try to keep myself focused on the scene.

What's it like working with Peter?

[Lets out an orgasmic gasp.] Absolutely wonderful! I've been a fan for a long time. I remember when I saw Heavenly Creatures. I absolutely fell in love with that movie, and I really wanted to work with him. I'd heard about Lord of the Rings about a year before I was approached to read for it, and the idea of putting Tolkien to screen was really interesting. When I heard it was attached to Peter, that did it for me.

Peter seems to encourage a lot of collaboration.

One of the best things about working on the project is that Jackson and Fran [Walsh, Jackson's screenwriting partner] are so open to suggestions. We have open meetings where we talk about scenes and where our characters are going. It's kinda everyone's film in a way. They certainly have their vision, but their openness makes our experience as actors so much more comfortable. Our opinions can be heard, and we feel just as much a part of it as they do.

You seem to have a good working relationship with your Hobbit costars. Tell me about that.

We had six weeks of prep before the film, so we really got very close very quickly, which is just wonderful. And I've made friends for life, truly beautiful people, and they're perfectly cast. The first month, we were just doing Hobbit material, so it kinda felt like the Hobbit movie for a while! We were the four Hobbits, always together. But now they're breaking us up, and we're doing different parts of the film, so it's a bit weird, you know, because we spent so much time together initially.

Were you a Tolkien fan before you joined the project?

Yeah! Well, honestly, I actually had not read the book before I started. I'd read The Hobbit, and when I finished it, I bought LOTR right away. I just never got around to reading it. So, when I started this, I started reading it, just to get into it. And it's interesting, because I read the three scripts when I started, and then went back to the book.

What are the differences between the novel and the scripts?

Well, obviously the level of descriptive detail [in the novel] is amazing. I found it really helpful for filling in more of the characters' internal processes and getting a sense of the whole quest.

You've been filming in New Zealand for about four months now.

Yeah, and this is the first interview I've had. I haven't been able, really, to talk with anyone from the press about it, so this is cool now that I'm right into the project. I've been looking forward to this!

Has it been frustrating to maintain such strict confidentiality?

Not so much. I've talked about the movie to friends, but I don't really reveal a whole lot.

Is it difficult being so far away from your friends and family?

I don't feel that far from home. I know I am, but I'm so at home here. I feel like Wellington is my home away from home. I just got a house--I had an apartment for a while--so I'm totally settling in, and I've got a second family here as well, with Dom and Billy and Sean and the other actors and the crew and everyone. I feel so comfortable. And New Zealand's just a great place to work, it's a really relaxed and constantly beautiful atmosphere, so it's a lot of fun.

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