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Guillermo Del Toro mochte keine Hobbits

; Quelle: diverse

Die Begeisterung war groß angesichts der Ankündigung, dass Regisseur Guillermo Del Toro die Regie bei den beiden HOBBIT-Filmen übernehmen wird. Und auch der Regisseur äußerte sich in ersten Interviews begeistert vom Stoff. Doch jetzt ist ein Interview aus den Internet-Archiven aufgetaucht, das einen Schatten über die aktuelle Vorfreude wirft.

Erst kürzlich schwärmt Del Toro in Interviews "Ich fand das Buch sehr anregend, es war irgendwie magisch und hat mich fasziniert.", "Ich habe mich in den HOBBIT verliebt" oder "Smaug ist ein großartiger Charakter". Und im Forum von TheOneRing.net schrieb er: "Mit 11 Jahren habe ich den HOBBIT das erste Mal gelesen und der Roman hat mich verzaubert."

In einem Interview von Andrew O'Hehir aus dem Jahr 2006 klang Del Toro noch ganz anders: O'Hehir fragte den mexikanischen Regisseur damals in Cannes, ob er ein Tolkien-Fan sei, da viele Elemente aus PANS LABYRINTH an Mittelerde erinnern würden. Guillermo Del Toro hatte daraufhin geantwortet: "Ich konnte noch nie etwas mit 'Heroic Fantasy' anfangen. Ehrlich gesagt mag ich kleine Leute, Drachen, haarige Füße und Hobbits nicht besonders. Das hat mich nie interessiert. Ich mag diese Art von 'Sword and Sorcery' nicht, ich hasse das Zeug!"

Als Del Toro jetzt von MTV in einem Interview auf genau diesen Kommentar angesprochen wurde, geriet er in Verlegenheit: "Ich war damals total auf Horror eingestellt. Und irgendwie hat mich 'Sword and Sorcery' nie gefesselt. Ich habe das Fantasy-Genre erst durch meine Leidenschaft als Filmemacher kennen gelernt. Irgend etwas hat dann bei mir Klick gemacht und Gestalt angenommen. Nun habe ich mich mit einem Teil des Fantasy-Genres angefreundet, in dem keine eingeölten Muskelmänner mit Riesenschwertern rumrennen. DER HOBBIT gehört zu einer speziellen Art der Fantasy, die einzigartig ist. Außerdem können ruhig die Leichen aus meinem Keller geholt werden, ich kandidiere ja nicht für die Präsidentschaft. ich bin nur ein verdammter Filmemacher. Ich möchte doch nur Filme drehen!"

Und jetzt wird der Mann, der noch vor zwei Jahren sagte, dass er Hobbits und Drachen nicht mag einen Film über genau dieses Thema drehen. Was hat die Meinung des Mexikaners geändert? War es der Ruhm, den solch' ein Projekt nach sich zieht, oder das Regie-Honorar? Fast wie Hohn klingen angesichts seiner damaligen Aussagen aktuelle Kommentare, in denen er behauptet, dass er Tolkiens Werk seit seiner Kindheit liebt. Natürlich weiß man nicht unter welchen Umständen das Interview entstanden ist und seine Kommentare bleiben immer aus dem Zusammenhang gerissen.

Aber auch wenn Del Toro ohne Zweifel ein großartiger Regisseur und Visionär ist, und er das Werk vermutlich sogar angemessen realisieren wird, so bleibt doch ein bitterer Beigeschmack.

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