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Alan Lee gibt Einblicke in seine Arbeit

; Quelle: TORN

Wenn der Tolkien-Illustrator und Designer der HERR-DER-RINGE-Filmtrilogie Alan Lee sich vor einen Computer setzt, dann meistens nur, um seine Arbeiten zu digitalisieren oder mit Photoshop zu bearbeiten. Jedoch manchmal auch, um einen Chat mit seinen Fans abzuhalten.

Letzte Woche fand dieser Chat statt ( HDRF berichtete ). Zusammen mit Houghton Mifflin, dem US-Amerikanische Verleger der Tolkien-Werke, hat die Internetseite TheOneRing.net den Fans der Filme und Alan Lees die Möglichkeit gegeben, sich mit ihm zu unterhalten. Dabei entlockten die Teilnehmer dem Meister einige Interessante Details über seine Arbeit.

Seiner Mutter zu Folge war Alan Lee 2 Jahre alt, als er mit dem Zeichnen begann. Mit 17 Jahren las er zum ersten Mal HERR DER RINGE. „Es hat mich umgehauen,” so Lee. Daher bleibe er auch so nahe wie möglich bei Tolkiens Beschreibungen, wenn es um das Design seiner Charaktere, Schauplätze und Gegenstände gehe. Gleichermaßen beziehe er sich aber auch auf archetypische Symbolik, auf die Tolkien auch schon zurück gegriffen habe und die einen hohen Einfluss auf seine Werke hatte.

Neben „Shadow of the Past“ gehöre „The Entrance to Moria” zu seinen persönlichen Favoriten. In der Regel, so Lee, beschäftige er sich lieber mit dem Zeichnen von Landschaften, als von Charakteren. Eines seiner Favoriten sei eine Zeichnung vom Amon Hen. Die Zeichnungen in DIE KINDER HURINS und TALES FROM THE PERILOUS REALM seien hauptsächlich als Bleistiftskizzen in dem Format A2 entstanden, die dann für das Buch entsprechend verkleinert wurden. Einige wenige habe er auf einem Skizzenblock gezeichnet. Letztendlich wurden aber alle Zeichnungen von ihm in Photoshop bearbeitet, die Kontraste wurden erhöht und störende Elemente beseitigt.

Auch zu den Zeichnungen, die Tolkien persönlich anfertigte, um seine Arbeit zu bebildern, fand Lee interessante Wort: “Ich liebe Tolkiens Bilder und finde, sie sind eine ausgezeichnete visuelle Begleitung zu seinen Worten. Sie eröffnen dem Leser aber viel mehr den Weg in Tolkiens Gedanken, als den Weg in die Weiten der Welt, die er kreierte.“

Zurzeit arbeitet Lee an einer Neuerzählung von Ovids DIE METAMORPHOSEN, geschrieben von Adrian Mitchell, speziell für Kinder. Auch diese Arbeit sei auf seinem großen Interesse an Mythen anderer Kulturen gewachsen, so Lee.

Die Frage, die natürlich alle am meisten interessierte, war, ob er schon für seine Mitarbeit an der kommenden HOBBIT-Verfilmung durch den mexikanischen Regisseur Guillermo del Toro kontaktiert wurde. Er beantwortete sie mit einem klaren JA! Allerdings beziehe er die meisten Informationen über den Film immer noch über die Newsseite TheOneRing.net. Er habe die Arbeit an dem Film bislang aber noch nicht begonnen, da es weder ein Drehbuch, noch Darsteller gibt. John Howe, ein weiterer Tolkien-Illustrator und Designer der Trilogie, und Alan Lee werden Del Toro demnächst einen Besuch in Neuseeland abstatten.


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