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herr-der-ringe-film.de

Von Samt und Seide

; Quelle: HDRF

hier meine Zusammenfassung eines Teils des E!Online-Artikels...

Eine besondere Herausforderung bei der Produktion der HERR DER RINGE-Trilogie sind das Design und die Herstellung der unzähligen fantastischen Kostüme. E!Online-Reporter John Forde sprach in Neuseeland mit der Kostümdesignerin Ngila Dickson, die am HERR DER RINGE-Set höchstpersönlich jedes Kostüm noch einmal überprüft.

Die Gewänder der Hobbits seien stark vom Stil des 18. Jahrhunderts in England beeinflusst, erzählt Dickson. Die kleinen Bewohner des Auenlandes tragen etwas zu kurze Hosen, kombiniert mit Westen in Grün- und Braun-Tönen. Die zu groß geratenen Knöpfe seien deplaziert und die Krägen zu breit, dies wirke etwa so, wie wenn Kinder versuchen die Kleidung von Erwachsenen zu tragen, aber zusammen mit den großen, künstlichen Hobbitfüßen passe alles wieder zusammen.

Die größte Herausforderung seien die Elben gewesen, dieses alte, weise Volk, kraftvoll und grazil zugleich. "Von Anfang an konnten wir uns diese schönen, androgynen Wesen vorstellen. Doch Träume sind manchmal nicht so leicht zu realisieren." erzählt Dickson, die gerade aus Melbourne zurückkehrte, wo sie einige letzte Kostümproben mit Cate Blanchett durchgeführt hatte. Blanchett spielt die prophetische Elbenkönigin Galadriel und wird Mitte Juni für 10 Tage in den Studios in Wellington erwartet.

Das erste Konzept der Elbenkostüme hätte eine Menge Glitter enthalten, doch dadurch wirkten die Elben wie von Disney. Regisseur Peter Jackson und Tolkien-Zeichner Alan Lee wollten von Anfang an einen historisch, mittelalterlichen Look, eher realistisch als utopisch. Dies brachte Ngila Dickson auf die Idee, die Kleidung der Elben gebraucht aussehen zu lassen. Die edlen Stoffe, aus denen später die Kostüme entstehen sollten, wurden gewaschen, gebleicht, getrocknet und mit Sandpapier bearbeitet. Prozeduren, die man eigentlich nicht mit Samt und Seide anstellen sollte. Danach wurden im Jugenstil-Design Blätter und Pflanzen mit Säure auf die Stoffe geätzt oder gestickt. Juweliere fertigten metallene Gürtelschnallen und andere Schmuckstücke mit Naturmotiven. Man wollte die Kraft mit der Schönheit kombinieren, das Strahlende und Besondere betonen.

Etwa vierzig Schneider und Schuster arbeiten rund um die Uhr, um Hunderte von Statisten und Darstellern in die Bewohner von Mittelerde zu verwandeln.

Wie wichtig die Bekleidung auch für die Darsteller sei, bemerke man an Viggo Mortensen, der sein mittlerweile ziemlich dreckiges Waldläufer-Kostüm auch oft hinter der Kamera, bei Ausritten mit dem Pferd oder in Drehpausen trage. Er wasche und repariere es sogar selbst, so habe er eine ganz besonderen Bezug zu dem Kostüm, das für ihn kein Fremdkörper mehr sei. Und wenn Elrond-Darsteller Hugo Weaving sein Kostüm anlege, gehe und bewege er sich gleich ganz anders. Das Kostüm sei wie eine zweite Haut, die es den Schauspielern ermöglichen, sich besser in die Rolle einzufühlen.

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