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Die Ring-Dekade ist auf dem letzten Spurt

; Quelle: HDRF

Mit dem Ende des Jahres 2009 rücken wir dem letzten Jahr dieser Dekade immer näher und befinden auf dem Sprung ins nächste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Fast eine ganze Dekade liegt bereits hinter uns. Zeit, abzurechnen und die letzten Jahre im Licht des Ringes zu betrachten.

Mit Jahresende veröffentlichen sämtliche Genre- und Fachblätter ihre Abrechnungen über die letzten zehn Film-Jahre. Welche Filme waren am einflussreichsten, welche am erfolgreichsten, welche waren richtungsweisend? Nach den Usern der Internet Movie Database finden sich alle drei Teile der HERR DER RINGE-Filmtrilogie in den TOP 10. Geht man nach den weltweiten Einnahmen an den Kinokassen, so liegt DIE GEFÄHRTEN auf Platz 17, DIE ZWEI TÜRME auf Platz 9 und DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS auf Platz 2 der (finanziell) erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Ganz nebenbei bemerkt: 85 % der Filme in den TOP 20 Of All Time stammen aus der letzten Dekade!

DER HERR DER RINGE war verantwortlich für eine furiose Eröffnung des letzten Jahrzehnts und sorgte für ein Spektakel auf den Flimmerwänden und an den Kinokassen. DIE GEFÄHRTEN begeisterte international und war in Sachen Phantasy richtungsweisend. Die Special-Effects waren sensationell und revolutionär. Spätestens seit DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS im Jahr 2004 elf Oscars nach Neuseeland holte, waren sich alle einig: Filmspektakel wird fortan an Peter Jacksons Filmtrilogie gemessen. Ein wahrer Fantasie-Boom brach aus und nahm die Welt in ihren Bann – und dauert bis heute. Die HARRY POTTER-Reihe, die im selben Jahr begann, wie DER HERR DER RINGE, wartet noch mit ihrer Auflösung, NARNIA läuft noch und DER GOLDENE KOMPASS und ERAGON sind schon wieder abgetaucht.

Aber auch technisch war die RING-Trilogie richtungsweisend, wie kaum ein anderer Film der Zeit. Digital Colourgrading, das nachträgliche, digitale Einfärben von Bildern, war eigentlich nichts Neues. Die RINGE-Trilogie hob es aber zur nächsten Stufe und ermöglichte genaues, selektives Einfärben – ein neuer Standard. Ebenso einschneidend waren die Videokonferenzen, die Peter Jackson in London mit seiner Special-Effects-Crew in Wellington über eine innovativ gesicherte Internetverbindung führte, in der er die Ergebnisse 1:1, live und im fertigen Zustand begutachten konnte. Zu der damaligen Zeit waren dies top-aktuelle Technologien. Mittlerweile wurden beide Techniken vereinigt und das „Technicolor Remote Grading” entwickelt.

Eine weitere, weit aus bahnbrechendere Technik sind die sogenannten „Digital Intermediates“. Das analog gefilmte Material wurde digitalisiert, bearbeitet und dann wieder für das Kino analogisiert. Diese Technik, dass Film in seiner digitalen Roh-Version, nach dem Colour-Grading, bearbeitet wird, lässt sich sicher auf den HERR DER RINGE zurückverfolgen.

Gerade zum Ende der Dekade erweist sich, dass ohne den HERR DER RINGE Filme wie James Camerons AVATAR nicht möglich gewesen wären. Das für Gollum entwickelte und später bei King Kong in dem gleichnamigen Film von Peter Jackson weiterentwickelte Motion Capturing hat die Filmwelt revolutioniert. AVATAR nimmt das von Peter Jackson und Weta Erschaffene und entwickelt es weiter. Ebenso die in Moria eingesetzte virtuelle Kamera, die es Peter Jackson erlaubte, sich frei in der CG-Welt von Balins Grabkammer zu bewegen, wurde für AVATAR aufgegriffen und einen ganz großen Schritt weiter entwickelt.

Massive war das Zauberwort, das Filmemacher nach der RINGE-Trilogie extensiv nutzten: Schlachtfelder wurden zu einen digitalen Spielplatz für Regisseure verwandelt. TROJA und KÖNIGREICH DER HIMMEL sind wohl die bekanntesten Vertreter, die dieses Programm zur Erzeugung von Menschenmassen einsetzten. Erstmals im Prolog in DIE GEFÄHRTEN eingesetzt, konnte es in der Schlacht um Helms Klamm in DIE ZWEI TÜRME begeistern und in den beiden Schlachten in DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS überzeugen.

Einige Kritiker gehen sogar so weit, dass sie sich im Jahr 2009 gegen die Meinung des Mainstreams stellen und nicht AVATAR, sondern immer noch die HERR DER RINGE-Trilogie als den Goldstandard in der Filmwelt bewerten - auch noch für das nächste Jahrzehnt.

Die Errungenschaften der HERR DER RINGE-Trilogie in der technischen Abteilung, in der Art und Weise Filme zu machen und im Erzählen des Stoffes hallen also bis heute nach und haben das letzte Filmjahrzehnt maßgebend beeinflusst. Die Neuseeländischen Filmstätten begann die Dekade mit dem RING und prägen das Ende des Jahrzehnts mit AVATAR. Mal sehn, wie das nächste Jahr das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts würdevoll beendet.

DER HOBBIT wird 2011, zehn Jahre nach dem Start der RINGE-Trilogie, die neue Dekade effektvoll einläuten. Aller Voraussicht nach wird der HOBBIT nicht so revolutionär sein, wie sein großer Bruder DER HERR DER RINGE. Die Videokonferenzen, das Motion-Capturing, die digitalen Sets und das Digital Grading werden aber mit großer Sicherheit wieder aufgegriffen. Und wer weiß, wie uns Regisseur Guillermo del Toro und Produzent Peter Jackson am Anfang des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts überraschen werden?

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