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Blu-ray-Remastering und neue Extras

; Quelle: hollywoodnews

Die frisch erschienen Blu-rays der HERR DER RINGE-Trilogie werden gelobt und verteufelt. Gründe gibt es für beide Lager viele. Doch was dahinter steckte, die alten Filme zu remastern, das erkennen nicht einmal die Überfans. Wir haben die Geheimnisse um die blu-rays und um Andrew Lesnies Zutun. Geheimnisse, die noch nie ein Mensch, Hobbit oder Ork jemals zuvor erfahren hat.

Erst kürzlich verriet Richard Taylor, Chefdesigner bei der neuseeländischen Effektschmiede WETA, dass er weder die Blu-rays gesehen habe, noch jemals einen Blick auf die aufwändigen Dokumentationen der Special Extended Editions geworfen habe. Nun sprach hollywoodnews mit Michael Pellerin, dem Verantwortlichen für den Blu-ray-Release von Warner und entlockte ihm einige interessante Details. Pellerin arbeitet schon in der Vergangenheit mit Peter Jackson zusammen und war auch Teil der Bonusmaterialproduktion von TRON, FANTASIA, Peter Jacksons KING KONG und DER HERR DER RINGE. Da er einer der wenigen das alten New Line Stammes ist, stand er Warner bei der Blu-ray-Produktion beratend zur Seite.

Über das Bild

"New Line hat am Anfang des Jahrzehnts ein High-Definition-Master der Filme angefertigt. Das war eine Standardprozedur, die damals von Evan Edelist von New Line eingeführt wurde. Er hat angefangen, jeden neuen Film in HD zu archivieren. Jeder Film existiert also in HD; aber die Technik hat sich seit Ende der 90er weiter entwickelt. Bevor New Line geschlossen wurde hat Mike Mulvihill, damals verantwortlich für die DVD und Blu-rays, neue HD-Kopien des Filmes angefertigt. Diese Kopien wurden zu Peter Jackson gesandt, zusammen mit einer Vergleichsaufnahme des alten HD-Materials. Und Peter meinte: Ja, genau so machen wir es neu. Es gab aber ein paar Farbkorrekturen, die er vornehmen wollte, also holte er Andrew Lesnie an Bord, der Kameramann der Trilogie, und zusammen fertigten sie komplett neue HD-Master aller drei Filme an. Damit sind die Blu-rays neuere Versionen, als die HD-Fernsehübertragung."

Über den Ton-Mix

Interessant verhält es sich mit der Audiospur, denn es gab schon seit der aller ersten DVD Fehler in der Toncodierung. Während DIE ZWEI TÜRME und DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS schon in Dolby Digital EX (Dolby Digital EX ist eine Erweiterung des Dolby-Digital-Mehrkanal-Tonsystems und wurde 1999 mit dem Film STAR WARS – EPISODE 1 vorgestellt) encodiert waren, war DIE GEFÄHRTEN nur in einem simplen Dolby-5.1-Mix vorhanden. Pellerin erinnert sich, dass auch der Ton auf der DVD mit der Kinofassung von DIE GEFÄHRTEN ein Soundmix war, der nicht von Peter Jackson genehmigt und eigenhändig von New Line bearbeitet wurde: Die Höhen und Tiefen wurden etwas abgeflacht und der Mix ein paar Dezibel nach oben gepusht. Damit war der Ton nicht der, den Peter Jackson für das Kino angefertigt hat. Warner bat nun Pellerin um Hilfe, den unsauberen Ton zu beseitigen. "Also besorge ich Warner Brothers die Kontakte zu Wingnut Film. Die hatten Kopien der Originaltonmixe auf den Kinoversionen. Sie haben sogar Chris Boyes und Michael Semanick dazu bekommen. Die zwei haben schon damals den Kinoton gemischt und haben nun den neuen Tonmix für DIE GEFÄHRTEN überwacht."

Über neues Bonusmaterial weiterer blu-ray-Sets

"Wir werden [zukünftige Versionen] genauso reich ausstatten, wie die anderen DVD-Sets von DER HERR DER RINGE auch. Wir haben mit Absicht das Beste noch in petto," verspricht Pellerin - und dabei soll es sich nicht um Kleinigkeiten oder Krimskrams handeln, auch wenn das schwer zu glauben ist. "Der Zeitpunkt, wann diese Schätze das Licht der Welt erblicken werden, steht allerdings noch nicht fest."

Bei weiterem Nachfragen verriet er: "Man stelle sich eine Dokumentation vor, gefilmt von dem Mann, der für die HERR DER RINGE-Filme verantwortlich ist und die die Entstehung des Filmes von seinem Blickwinkel aus erzählt. […] Anders als auf den SEEs wäre es hier nur der Regisseur, der erzählt. Und nicht eine riesige Gruppe von Menschen, die an dem Film beteiligt waren. […] Es wäre eine Chronik von ganz am Anfang bis ganz ans Ende. So etwas gab es in der Filmgeschichte noch nie: Eine Dokumentation vom Regisseur erzählt über ihn und seine Arbeit, seine Erlebnisse," so erläutert Pellerin die verlockende Aufgabe.

"Dazu gibt es noch über 20 Stunden an Material und Ideen, die wir uns für die Zukunft aufgehoben haben. In dem veröffentlichten Material haben wir bereits den Entstehungsprozess des Filmes abgedeckt. Das unveröffentlichte Material behandelt also eine ganz andere Seite des Entstehungsprozesses. […] Darunter sind Bloopers, Situationswitze während des Drehs, … Alle Beteiligten wurden 10 Jahre (!) mit Kameras begleitet. Es gibt also noch viel zu erzählen und zu zeigen… irgendwann einmal."

Wir sind gespannt!

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