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Jackson: Ich kann nicht mehr

; Quelle: Dominon Post

Mittlerweile liefert die Geschichte um die HOBBIT-Produktion schon genug Stoff für einen eigenen Thriller. Nach Boykott-Aufrufen und Anschuldigungen ist Peter Jackson diese Woche in die Offensive gegangen. Er hat Kamerateams an die HOBBIT-Sets geladen, Interviews gegeben und die Hauptdarsteller verkündet. Jetzt will er erst mal nur noch eins: schlafen.

Immer noch droht die Gefahr, dass Neuseeland den HOBBIT und damit eine Investition von einer halben Milliarden Dollar verliert. Die Schuld dafür gibt Jackson der Vorsitzenden der neuseeländischen Gewerkschaften Helen Kelly. „Ich kann’s einfach nicht glauben“, schimpfte der sichtlich müde Jackson im Interview, „Das war das erste Mal, dass ich wirklich richtig wütend geworden bin.

Auf die Frage des Reporters, ob nun Daumen drücken helfen würde, antwortet Jackson: „Ich weiß nicht, was ich noch alles drücken soll. Ich will nur endlich schlafen. Ehrlich gesagt hab ich nämlich die letzten Tage nicht wirklich viel Schlaf bekommen.

Wenn der HOBBIT das Land verlassen müsse, dann könne er sicherlich so an die 150 Neuseeländer mitnehmen, aber es würde ihm das Herz zerbrechen, diese unter den 2.500 Mitarbeitern auswählen zu müssen.

Wenn wir die Filme nicht in unserem Land drehen können, was für eine Hoffnung gibt es dann noch?

Soll ich dann ein Häkchen hinter diejenigen machen, die mitreisen und bei den anderen nicht? Wenn wir die Filme nicht in unserem Land drehen können, was für eine Hoffnung gibt es dann noch? Dann werden wir auch nicht mehr hier leben.

Warner Bros. (WB) und New Line hatten erst gestern bekannt gegeben, dass sie sich nach einem neuen Drehort umschauen und unter anderem England in Betracht ziehen. Mitarbeiter von WB werden am Montag in Wellington erwartet, um diese Situation zu besprechen.

Helen Kelly wirft Peter Jackson vor, er wolle den HOBBIT aus steuerlichen Gründen in einem anderen Land drehen und bezeichnete den Regisseur als ein „verwöhntes Balg“. Peter Jackson hatte das Interview fassungslos vor dem Fernseher in seinem Haus verfolgt und anschließend sofort die Presse an die Sets nach Wellington eingeladen. Er bezeichnet Kelly als „ahnungslos“ und erklärte weiter „Sie hat wirklich jede nur mögliche Verschwörungstheorie auf den Tisch gepackt. Ich hab schon erwartet, dass sie als nächstes behauptet, ich hätte Präsident John F. Kennedy ermordert.

Co-producer Philippa Boyens erklärte: “Was mich wirklich aufregt ist die Tatsache, dass Neuseeland nicht länger Mittelerde sein soll. Das bricht mir das Herz.

Warner Bros. habe nun Angst, dass sich der Fall des Weta Workshop Mitarbeiters James Bryson wiederhole. Bryson war während der HERR DER RINGE Trilogie als selbständiger, freier Modellbauer bei Weta tätig und hatte 2001 New Line verklagt, weil er die Arbeitsbedingungen unfair fand und die Rechte eines Festangestellten forderte. Bryson hatte den Prozess gewonnen, allerdings daraufhin nie wieder einen Job in der Branche bekommen. Peter Jackson beschreibt die Gefahr für Warner Bros. so: „Was wäre nun, wenn plötzlich ein freier Schauspieler, der beim ‚Hobbit’ mitspielt, morgens aufwacht und sich überlegt: Mensch, eigentlich bin ich ja auch ein Angestellter und kein selbständiger Mitarbeiter, genau wie dieser andere Typ damals.

Und nun zerbreche er sich 24 Stunden am Tag den Kopf darüber, wie er Warner Bros. überzeugen könne, den HOBBIT doch in Neuseeland zu drehen.

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