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Warner setzt Neuseeland unter Druck

; Quelle: NZPA

Das erste Treffen des neuseeländischen Premierministers mit den Vertretern von Warner Brothers ist vorbei, aber zu einer Entscheidung über den zukünftigen HOBBIT-Drehort kam es bisher nicht. Denn Warner ist sich durchaus bewusst, wie wichtig der Zweiteiler für Neuseeland ist und hat nun dementsprechende Forderungen gestellt.

Gegenüber der Presse sagte Premierminister John Key nach dem Treffen, er sei sich nicht mehr sicher, ob der HOBBIT in Neuseeland gedreht werde. Eine Entscheidung darüber werde im Laufe der Woche gefällt. Es gäbe auf jeden Fall noch eine Chance: "Wenn sie nur gekommen wären, um uns eine Absage zu erteilen, hätten sie vermutlich nicht die ganze Führungsetage vorbei geschickt."

Die Vetretergruppe aus Hollywood bestand unter anderem aus Toby Emmerich, dem Geschäftsführer der Warner-Tochter New Line Cinema, einem führenden Anwalt, und einem führenden Vorstandsmitglied von Warner Brothers.

"Das werden zwei richtig große Filme für Warner Brothers, die beiden HOBBIT-Filme kosten soviel, wie fünf andere, aktuelle Großproduktionen in England zusammen. Und sie wollen einfach die Sicherheit; sie wollen sicher gehen, dass wir in der Lage sind, die Deadlines einzuhalten und die Filme umzusetzen."

Nach einem zweistündigen Treffen mit den Vertretern von Warner Brothers bestätigte Key, dass über eventuelle Gesetzesänderungen des Arbeitsrechts und größere finanzielle Anreize verhandelt wurde. Key erklärte weiter, dass die Regierung jetzt in Erwägung ziehen würde, den Hollywood-Produzenten aus Steuergeldern finanzierte Anreize zu bieten, aber wenn es zu einem Bieter-Wettkampf mit anderen Ländern käme, dann sei Neuseeland aus dem Rennen.

"Wenn wir ihnen das Angebot versüßen würden, könnte das sicherlich helfen. Das ziehen wir auch in Betracht. Aber wir können nicht das Gebot eines anderen Landes schlagen. Darauf waren wir nicht vorbereitet und ich glaube auch nicht, dass die neuseeländischen Steuerzahler das wollen." Auf die Frage, um welche Beträge es denn gehe, antwortete Key: "Es geht nicht um viele Hundert Millionen, aber die Zahl hat trotzdem jede Menge Nullen."

Darauf angesprochen, ob nicht ursprünglich der Schauspieler-Boykott Ursache für all die Probleme gewesen sei, sagte Key: "Ohne Frage hat der Boykott-Aufruf zu Besorgnis geführt. Und auch dafür suchen sie eine Lösung. Fairnesshalber muss man aber auch sagen, dass dies nicht der Hauptgrund für Warner ist, das Land zu verlassen."

Ein weiteres Treffen ist für Morgen angesagt. In der Zwischenzeit würden Experten der neuseeländischen Regierung prüfen, was man der Filmfirma anbieten kann.

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