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Peter Jacksons Abrechnung mit den Gewerkschaften

; Quelle: NBR

Peter Jackson hat sich jetzt in einem offenen Brief noch einmal zu den Vorwürfe der Actor`s Equity geäußert, er habe ein Treffen abgelehnt und nur deshalb habe man zum Boykott aufgerufen. Seine Gegenvorwurf: Alles gelogen!

Anlass für seinen Brief war eine E-Mail, die der Actor`s Equity Vorstand gestern an alle Mitglieder geschickt hatte. In dieser Mail hieß es, dass das einzige Ziel der Gesellschaft und der internationalen Schauspieler-Gewerkschaften nur gewesen sei, ein Treffen mit Peter Jackson zu bekommen. Sie hätten Jackson aber nie unter Druck gesetzt.

Jackson veröffentlichte heute daraufhin den Original-Brief von Simon Whipp, dem Vorsitzenden der Australischen Schauspiel-Gewerkschaft MEAA, den er am 17. August bekommen hatte. In diesem Brief fordert Simon Whipp Jackson zwar tatsächlich zu einem Treffen auf, betonen aber gleichzeitig, dass bis zu diesem Treffen der HOBBIT erstmal auf die schwarze Liste gesetzt würde.

Das Fazit: Der Schauspiel-Boykott war keine Reaktion auf Peter Jacksons Ablehnung, sondern wurde schon vorher beschlossen; bevor der Regisseur überhaupt kontaktiert worden war.

"Ich hab die Nase voll davon, dass die Equity immer behauptet, dass sie nur ein Treffen mit mir wollten. Das ist einfach unehrlich. Vielleicht hätten sie noch erwähnen sollen, dass sie mir von Anfang an die Pistole an den Kopf gehalten haben. Das hat mich einfach unglaublich wütend gemacht. Ich frage mich, mit welchem Recht sich eine Gewerkschaft so aufführen darf. Wie kann Simon Whipp zu einem internationalen Streik gegen unseren Film aufrufen, ohne seine neuseeländischen Mitglieder vorher zu befragen? [..] Und dass dies alles von einer australischen Gewerkschaft ausging, macht mich noch wütender."

Jackson hatte ein Treffen mit dem Argument abgelehnt, dass unabhängige Arbeitnehmer keine Preisabsprachen machen dürften, da dies gegen das neuseeländische Kartellrecht verstoße.

"Sie tun die ganze Zeit so, als hätten sie nur ganz unschuldig nach einem Treffen gefragt, aber in Wahrheit haben sie uns die ganze Zeit die geladenen Waffen an den Kopf gehalten", so Jackson weiter.

"Es erstaunt mich, dass der Vorstand der Actor`s Equity unsere Industrie einfach nieder trampeln kann und selbst die Gewerkschaften versagen, wenn es darum geht die einfachsten demokratischen Prinzipien umzusetzen. NZ Equity hat Simon Whipp die komplette Macht übertragen und niemanden hat interessiert, ob er sie missbraucht. Er hat einfach Tausende neuseeländische Schicksale bedroht, eine gewaltige finanzielle Investition gefährdet und wird dafür nicht mal zu Rechenschaft gezogen. Und nur um das noch mal klar zu machen. Wir sprechen hier über die MEAA, die nach ihrem eigenen Jahresbericht 2009 insgesamt nur 85 neuseeländische Mitglieder hat! Das ist einfach unglaublich!"

Mittlerweile haben sich die Gewerkschaften entschuldigt und den Boykott-Aufruf zurück genommen. Nur das Vorhaben der neuseeländischen Regierung, das neuseeländische Arbeitsrecht zu Gunsten von Warner Brothers zu ändern, wird noch kritisiert.

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