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MGM-Drama geht weiter

; Quelle: NY Times

Auch wenn der HOBBIT mittlerweile grünes Licht bekommen hat, geht im Hintergrund das Drama um Vertriebsstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) weiter. Heute endet die siebte Fristverlängerung und die Hunde streiten sich um die Knochen.

Obwohl die Produktionsfirma Spyglass bereits die Führung des schwer angeschlagenen Traditionsstudios MGM übernommen hatten, hatte sich vor einigen Wochen auch der milliardenschwerer Investor Carl Icahn eingemischt. Er hat den Gläubigern das Angebot gemacht, ihnen 50 Cent für jeden Dollar ihrer Forderungen an MGM zu zahlen, wenn sie Spyglass wieder kündigen.

Der US-Milliardär ist derzeit der größte Anteilseigner am Pleitestudio MGM und besitzt außerdem noch etwa ein Drittel des kanadischen Filmstudios Lionsgate Entertainment. Für 1,6 Milliarden Dollar will er von den Gläubigern weitere Anteile von MGM kaufen, um Lionsgate und MGM dann zu verschmelzen.

Doch er hat dies nicht in Absprache mit seinen Kollegen bei Lionsgate gemacht, die nun verdammt sauer auf den Milliardär sind, da diese Verschmelzung für Lionsgate nicht unbedingt von Vorteil ist. Einziger Gewinner bei diesem Deal wäre Icahn selbst. Sie werfen ihm vor, er hätte ein doppeltes Spiel gespielt und diese Übernahme bereits von langer Hand geplant. Während Icahn nämlich öffentlich über MGM gelästert und die Produktionsfirma als Dinosaurier mit einer veralteten Film-Bibliothek bezeichnet hatte, hat er gleichzeitig insgeheim große Anteile an MGM gekauft. Der Vorwurf: Icahn habe die Preise bewusst gedrückt, um dann zu zu schlagen. Gestern reichte die Lionsgate-Geschäftsführung vor dem Federal District Court in Manhattan Klage gegen Carl Icahn ein.

Unabhängig davon endet heute die Fristverlängerung der MGM-Gläuber. Wenn es keine weitere Fristverlängerung gibt, müssen die sich heute entscheiden. Entweder stimmen sie der Planinsolvenz nach amerikanischem Gesetz zu, nach der alle Schulden in Stammkapital umgewandelt werden und die beiden Spyglass-Chefs Gary Barber und Roger Birnbaum bleiben in der Geschäftsführung. Oder sie nehmen das Übernahmeangebot von Milliardär Icahn an und setzen Spyglass vor die Tür.

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