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HOBBIT-Dreh geht in die Osterpause

; Quelle: Facebook

Ab heute geht der HOBBIT-Dreh in eine viertägige Osterpause. Das Drehbuchteam um Peter Jackson möchte diese Zeit nutzen, einige Dialoge noch einmal zu überarbeiten. In einem ausführlichen Beitrag auf Facebook erklärt Peter Jackson, wie das üblicherweise funktioniert.

Hier eine schnelle Übersetzung seines Eintrags bei Facebook.


Wir gehen in unser vier tägiges Osterwochenende. Das wird eine gute Möglichkeit sein, die Batterien wieder aufzuladen und noch an ein paar Dialogen zu feilen.

Im Leben eines Drehbuchs gibt es drei eindeutige Phasen. Die erste ist die Existenz eines Drehbuchs vor Beginn der Dreharbeiten. Diese Phase kann Monate oder sogar Jahre dauern. Während dieser Zeit ist das Drehbuch nur ein theoretisches Dokument, eine Version des Films, die nur in der Vorstellungskraft existiert.

Dann beginnt man mit den Dreharbeiten und neue Dinge rücken in den Vordergrund – was meistens sehr positiv ist. Dann hat man Schauspieler, die ihre Fähigkeiten einbringen und wir sehen die Charaktere tatsächlich und lebendig vor uns. Das macht sehr viel Spaß und ist sehr befriedigend, aber es inspiriert uns auch das Drehbuch zu überarbeiten, denn man möchte das neue Potential nutzen, dass die Charaktere plötzlich besitzen. Ich finde, dass die besten Dialoge während dieser Drehbuch-Phase entstehen. Leider hat man dafür wenig Zeit und das bedeutet meistens sehr viel Arbeit. Manchmal bekommen die Schauspieler unsere Änderungen wirklich in der letzten Minute. Ich hab so einen Witz mit Ian McKellen, dass wir ihm das aktuelle Drehbuch für den nächsten Tag irgendwann über Nacht unter der Tür durch schieben... und manchmal war das tatsächlich so.

Der schlimmste Fall war während der Dreharbeiten zu DIE GEFÄHRTEN, als wir Boromirs Rede über Mordor bis zur letzten Minute überarbeiteten und sie Sean Bean erst an dem Tag geben konnten, als die Szene gedreht wurde. Sean hat das sehr clever gelöst. Wenn man sich den Film anschaut, sieht man in der Szene immer wieder, wie er den Kopf sinken lässt, als würde durch den Schrecken von Mordor eine schwere emotionale Last auf ihm lasten. Aber tatsächlich hatten sie ihm seinen Text mit Klebeband an seine Knie geklebt. Nach mehreren Aufnahmen aus verschiedenen Kamerawinkeln konnte er seinen Text natürlich irgendwann auswendig und wir haben die meisten dieser Aufnahmen dann im Endschnitt verwendet.

Die letzte Phase ist in der Post-Production, wenn der Film geschnitten wird. Egal was man sich beim Schreiben des Drehbuchs oder bei den Dreharbeiten vorgestellt hat, das alles zählt nicht mehr angesichts des Schnitts. Es passiert ziemlich oft, dass wir noch in der Post Production das Drehbuch überarbeiten, neue Szenen schreiben und sogar nachdrehen müssen, wir ordnen viele Szenen neu, nehmen neue Dialoge auf, die über die Szenen gelegt werden. Die Arbeiten am Drehbuch hören erst auf, wenn der Film wirklich fertig ist.

Vielen Dank für Eure vielen Kommentare. Ihr habt jede Menge Fragen gestellt und ich werde versuchen so viele wie möglich davon während der freien Tage zu beantworten. Nun muss ich mich aber an das Drehbuch setzen für die Bruchtal-Szenen, die bald auf uns zu kommen...

Cheers,

Peter J


Den original Eintrag könnt Ihr hier bei Facebook nachlesen.

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