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Evangeline Lilly ist Tolkien-Puristin

; Quelle: SFX

Den HOBBIT hat sie mit 13 Jahren gelesen und in die HERR DER RINGE Filmtrilogie wollte sie anfangs gar nicht gehen, weil für sie als Tolkien-Fan eine Verfilmung einem Sakrileg gleich kam. In einem Interview sprach Evangeline Lilly jetzt über ihre schwierige Rolle als Elbe Tauriel im HOBBIT und ihre Ängste vor den Fans.

Hier ein Auszug aus dem Interview


Frage: Du bist derzeit in Neuseeland bei den Dreharbeiten von Peter Jacksons DER HOBBIT. Das ist eine ziemlich lange Verpflichtung, die für manche Schauspieler ein Hindernis gewesen wäre. Hattest Du auch Bedenken?

Evangeline Lilly: Über den Zeitraum von etwa einem Jahr werde ich immer wieder in Neuseeland sein. Das funktioniert sehr gut. Für viele Schauspieler wäre eine so lange Verpflichtung sicherlich problematisch für die Karriere, weil sie keine anderen Rollenangebote annehmen könnten. Aber für mich ist das einfach perfekt, weil ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen möchte, ich möchte ausspannen und mich aufs Schreiben konzentrieren. Dieses Rollenangebot bietet genau die Rahmenbedingungen dafür, weil ich nicht die ganze Zeit arbeiten muss, aber genug zu arbeiten habe. Wenn Du überhaupt keinen Job hast, dann verliert man sich oft in Zeit und Raum und bekommt gar nichts mehr auf die Reihe. Das hier ist eine sehr flexible Arbeitsumgebung und ich entfremde mich nicht von meiner Familie.

Frage: Als Kate (in LOST) hast Du sehr viele körperlich anstrengende Szenen gehabt und sogar eigene Stunts gemacht. Wie hast Du Dich auf den HOBBIT vorbereitet?

Evangeline Lilly: Für jeden Film muss man sich in die Materie einarbeiten und Dinge tun, von denen man vorher keine Ahnung hatte. Im Moment lerne ich elbisch und erarbeite zusammen mit anderen, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht und mit dem Schwert und wie man auf elbische Art und Weise kämpft, ohne wie ein grobschlächtiger Schwerverbrecher zu wirken.

Frage: Hattest Du irgendwelche Vorbehalte, als Du die Rolle beim HOBBIT angenommen hast?

Evangeline Lilly: Beim HOBBIT gab es keine Zweifel, denn ich bin seit meinem 13. Lebensjahr ein Fan des Buches.

Frage: Was hälst Du als Fan denn von Jacksons HERR DER RINGE Filmtrilogie und vor allem von den ganzen Änderungen, die er in der Handlung durchgeführt hat.

Evangeline Lilly: Als die Filme damals ins Kino kamen schwor ich hoch und heilig, dass ich sie mir niemals ansehen würde, denn für mich als Fan war es ein Sakrileg Tolkiens Arbeit zu adaptieren. Ich hätte nie gedacht, dass jemand die Filme dadurch rechtfertigt, dass er sie tatsächlich so gut macht, wie sie sein sollten. Als dann meine ganze Familie ins Kino ging, bin ich doch mitgegangen und habe meine Meinung geändert: Wir waren alle Fans der Bücher und waren alle total beeindruckt. Peter Jackson hat da einfach ein kleines Stück Magie geschaffen, weil er die Bücher nicht angegriffen, sondern aufrichtig verehrt hat

Frage: Tauriel ist ein neuer Charakter in der Mythologie. Als Buch-Puristin muss es für dich doch beängstigend sein darüber nachzudenken, wie die Fans auf die Rolle reagieren werden.

Evangeline Lilly: Oh ja, ich habe Angst vor dem Tag, wenn die Leute ins Kino gehen und dass ich dann der Schandfleck des Film sein werde. Ich weiß, wie unerbitterlich die Puristen sein können, weil ich selbst einer bin. Aber auf der anderen Seite verstehe ich, wenn ich den HOBBIT jetzt als Erwachsene noch einmal lese, warum ein zusätzlicher Charakter benötigt wird, um die Geschichte abzurunden - vor allem ein weiblicher Charakter. Im HOBBIT gibt es einfach gar keine Frauen und die Geschichte verläuft sehr linear - ein Kinderbuch halt. Peter, Fran und Philippa schaffen es aber perfekt der eigentlich zweidimensionalen Geschichte eine dritte Dimension zu verleihen, und dabei trotzdem der Welt von Tolkien treu zu bleiben.


Tauriel ist eine Elbe aus dem Düsterwald, die von Peter Jackson und seinem Drehbuchteam frei erfunden wurde. Welche Rolle sie in dem HOBBIT-Zweiteiler genau spielen wird, ist bisher unbekannt. Nur, dass sie Teil einer Liebesgeschichte werden wird, ist bisher durchgesickert.

Das gesamte Original-Interview gibt es hier bei SFX.

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