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Exklusive HOBBIT-Ausschnitte spalten das Publikum

; Quelle: HDRF

Heute hat Warner den Besuchern der CinemaCon in Las Vegas bisher nie gezeigte Ausschnitte aus dem HOBBIT vorgeführt. Die Besucher zeigten sich begeistert, allerdings mehr von den Szenen als von der neuen Technik

Wie Warner in einer offiziellen Pressemeldung bestätigt, begann das Material mit einer kurzen Begrüßung durch Peter Jackson, der kurz die neue Projektions-Technik mit 48 fps (Frames per Second) erläuterte. Laut Jackson sei diese Technik viel näher am natürlichen Sehverhalten des menschlichen Auges als die bisherige Kinoprojektion mit 24 fps, die nun seit 80 Jahren verwendet wird. Im Publikum saßen vor allem amerikanische Kinobetreiber, die von der neuen Projektionstechnik überzeugt werden sollten, damit sie das Verfahren pünktlich zum Filmstart des HOBBITs im Dezember auch in ihren Kinos installieren.

Folgende Szenen wurden gezeigt:

  • Spektakulären Luftaufnahmen von den wandernden Zwergen im Gebirge.
  • Die Gesellschaft treibt in Fässern einen Fluss hinab.
  • Gandalf läuft durch dunkle Verliese und wird von Thráin angegriffen.
  • Legolas und Tauriel schlittern vor die in Spinnennetzen eingewobenen Zwerge und drohen Thorin, ihn mit ihren Pfeilen zu erschießen: "Do not think I won’t kill you, dwarf!"
  • Bilbo trifft in einer bedrohlichen Szene auf die drei Trolle, er unterhält sich mit ihnen, bis schließlich die Zwerge auf die Lichtung stürmen um ihn zu retten: "We eats it WHOLE!"
  • Gandalf sitzt an einem Tisch mit Elrond, Galadriel und Saruman und spricht über alte Grabkammern, die jetzt wieder geöffnet seien. Dabei seien diese durch so starke Zauberer verschlossen gewesen, dass es eigentlich niemand hätte gelingen dürfen, sie zu öffnen.
  • Gandalf untersucht die Grabkammern und trifft auf einen sehr dümmlichen Radagst den Braunen, der einige Vögel unter seinem Hut hat (Später sieht man noch wie sein Schlitten von Kaninchen gezogen wird). Es stellt sich heraus, dass in den geöffneten Grabkammern die neun Menschenkönige lagen, welche von Sauron die Ringe der Macht erhalten hatten: "One…of nine!"
  • Bilbo trifft auf Gollum und verwickelt ihn in ein Rätselspiel.

Steven Weintraub von Collider twitterte kurz nach der Vorführung, dass der Unterschied zu herkömmlichen Filmen wirklich drastisch sei und viele ihn deswegen vermutlich ablehnen würden. Es sei so, als würde man keinen Film mehr anschauen, sondern die Realität.

Laut Devin Faraci von badassdigest.com erzeuge das neue Projektionsverfahren ein Bild wie bei einer Seifenoper auf einem schlecht eingestellten Fernseher. Der einzige Vorteil des Verfahrens sei es gewesen, dass alle CGI-Kreaturen und Effekte so wirken, als seien sie tatsächlich in dem Raum mit den Schauspielern. Nichtsdestotrotz lautet sein Fazit: "In his taped intro, Peter Jackson said it would take a minute for us to get used to it, but I never did. It looked like shit the whole time."

Hollywood-Kolumnistin Marlene von Arx twitterte, dass das neue Verfahren ausgesehen habe, als schaue man ein Theaterstück.

Rebecca Murray bestätigt auf About.com, dass es so gewesen sei, als stehe man direkt mit den Schauspielern am Set, während sie die Szenen spielen.

Peter Sciretta von slashfilm.com twittert, er sei ziemlich verunsichert, was die neue Bildrate angeht und er denkt, dass dieses Verfahren noch viel mehr Gegner haben wird als bisher 3D.

Filmkritiker Franc Tausch zeigte sich allgemein enttäuscht von den Ausschnitten. Auf Facebook berichtet er: "Soeben den mit großer Spannung erwarteten 10-minütigen Clip zu THE HOBBIT, in bahnbrechenden 48 FPS , auf der Warner Bros CinemaCon Präsentation gesehen. Der hat mich leider überhaupt nicht vom Hocker gehauen! Das gezeigte Material war zwar noch nicht komplett bearbeitet, aber das waren andere Previews auch nicht, die trotzdem klasse waren. Außerdem sollte THE HOBBIT insgeheim das Highlight der CinemaCon sein (wo es die ganze Woche über seeehr viele Stars und Previews zu sehen gibt...)."

Bei AICN hingegen zeigte man sich begeistert. Die Bilder seien unheimlich scharf, auch bei schnellen Bewegungen. Und bei den Landschaftsaufnahmen und Action-Sequenzen seien die Bilder mit so vielen komplexen Details angefüllt, dass das Gehirn das gar nicht alles aufnehmen könne und natürlich selektiert. Aber man müsse sich tatsächlich erstmal an den neuen Look gewöhnen.

Alles in allem scheint das neue 48fps-Verfahren tatsächlich ein sehr reales Bild zu erzeugen- Bleibt die Frage ist, ob das Publikum dafür schon bereit ist. Der klassische cineastische Look scheint auf jeden Fall nicht mehr vorhanden. Was denkt ihr über das neue Verfahren? Seid ihr offen dafür oder wollt ihr lieber einen traditionellen Film sehen? Diskutiert mit uns hier im Forum.

UPDATE: Warner weist darauf hin, dass DER HOBBIT in einigen Kinos auch in 2D und in traditioneller 24 fps Projektion zu sehen sein wird.

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