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Neue Vorwürfe der Schauspieler-Gewerkschaft

; Quelle: Fairfax NZ News

Schon seit dem Anfang der HOBBIT-Produktion stehen Schauspieler-Gewerkschaft und Peter Jackson auf Kriegsfuß. Jetzt erhebt die Gewerkschaft neue Vorwürfe und beschuldigt die neuseeländische Regierung für den HOBBIT die neuseeländischen Einwanderungsgesetze untergraben zu haben.

Die gewerkschaftsähnliche Schauspieler-Organisation NZ Actors Equity, zu der mittlerweile auch viele HERR-DER-RINGE-Schauspieler wie Craig Parker (Haldir) gehören, hat von Anfang an die HOBBIT-Produktion kritisiert, weil Schauspieler bei den Dreharbeiten schlecht bezahlt und behandelt würden.

Weiter wird kritisiert, dass sich die neuseeländische Regierung zum Spielball von Warner Bros. macht. Bereits im Oktober 2010 hatte die Regierung dem Studio enorme Steuererleichterungen angeboten und sogar das neuseeländische Arbeitsrecht im Sinne des Filmstudios (gegen die Interessen der Arbeitnehmer) geändert, damit der HOBBIT in Neuseeland produziert werden kann

Jetzt sind neue Dokumente aufgetaucht, aus denen hervor geht, dass die neuseeländische Regierung Peter Jackson damals sogar angeboten hat, das Einwanderungsgesetz zu lockern, wenn dies im Sinne der Rollenbesetzung erforderlich sei. Nach Forderungen der Gewerkschaft wurden diese Dokumente aus dem Jahr 2010 gestern vom ehemaligen Wirtschaftsminister Gerry Brownlee veröffentlicht. Bereits vor den Verhandlungen mit Warner hatte das Büro von Brownlee offenbar E-Mails an Peter Jackson geschickt, in denen der Minister versicherte, dass sich Warner keine Sorgen wegen der Einwanderungsbestimmungen machen müsse. Wörtlich steht in den E-Mails:

"Wir können Warner garantieren, dass wir alle Casting-Entscheidungen auch bezüglich der Einwandungerungsprozesse unterstützen werden. Letztendlich liegt die Entscheidung darüber, wer ins Land darf oder nicht immer noch bei der neuseeländischen Regierung - und bei keinem anderen."

Aus den Unterlagen geht weiter hervor, dass die neuseeländische Regierung bei diversen ausländischen Schauspielern, wie beispielsweise Stephen Fry, Martin Freeman oder Orlando Bloom, eine Sondergenehmigung erteilt hat. Jennifer Ward-Lealand, Präsidentin der NZ Actors Equity, sieht darin nicht nur einen Angriff auf die neuseeländische Schauspieler-Gemeinschaft, sondern auch ein Verrat am neuseeländischen Volk. Dies wird vom Gewerkschaftsverband bestätigt. Präsidentin Helen Kelly kritisierte, dass diese Umgehung des Einwanderungsgesetzes in Absprache mit Warner nicht öffentlich gemacht wurden:

"Neben der Änderung des Arbeitsgesetzes und der Steuererleichterung von 30 Millionen Dollar haben sie den neuseeländischen Schauspielern jetzt auch noch die Möglichkeit genommen überhaupt zur arbeiten. [...] Die Neuseeländer hätten sicherlich gerne gewusste, wenn die Grenzen ihres Landes weiter geöffnet werden. Was ist der Vorteil für Neuseeland?"

Premierminister John Key erklärte, dass die Entscheidungen notwendig waren, damit der HOBBIT überhaupt in Neuseeland produziert werden konnte. Die Produktion der beiden Filme mit einem Budget von mehreren Hundert Millionen Dollar sei ein enormer Gewinn für die neuseeländische Wirtschaft.

Wer hat eurer Meinung nach Recht, Peter Jackson oder die neuseeländische Schauspieler-Gewerkschaft? Diskutiert mit uns hier im Forum.

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