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Peter Jackson äußert sich zur 48-Frames-Kritik

; Quelle: EW

Auf der CinemaCon wurden diese Woche erste Filmausschnitte aus dem HOBBIT in der neuen 48-Frames-per-Second-Technik gezeigt. Unerwarteter Weise spaltete diese Vorführung das Publikum sehr stark. Jetzt äußert sich Peter Jackson dazu.

Trotz der Kritik hofft Jackson, dass Kinogeher dem Film mit seiner neuen Technik eine Chance geben werden, denn Jackson kennt die Gründe für die Kritik:

"Niemand wird jetzt zurückziehen. Diese Technologie wird sich immer weiter entwickelt. (…) Am Anfang ist es ungewöhnlich, weil man einen Film noch nie in dieser Form gesehen hat. Es ist wirklich eine komplett neue Erfahrung, aber dieses Gefühl dauert nicht die ganze Zeit an – wenn es hoch kommt, 10 Minuten. Bei einem ganzen Film ist es ein anderes Gefühl, als bei einer schnell-geschnittenen 10-minütigen Präsentation ."

Ähnlich wie die Antworten auf die anfänglichen Kritiken zu 3D-Filmen lautet auch hier die Devise: Die Augen gewöhnen sich daran. Jackson meint: "Man kann erst eine Meinung darüber haben, wenn man einen kompletten Film in 48 Frames per Second gesehen hat." Von vielen Zuschauern wurde ebenfalls der neue, strahlende, klare Glanz der Filme kritisiert: "Dazu kann ich nicht viel sagen", so Jackson. "Ebenso wenig kann ich jemanden, der keinen Fisch mag, davon überzeugen, Fisch zu essen. Du kannst es nicht erklären, warum er gut schmeckt und man ihn einfach genießen sollte."

Jedoch bemerkte Jackson, dass viele sehr negative Kritiker die letzte Szene am besten fanden: Bilbo und Gollum in den Höhlen des Nebelgebirges. "Da fiel es ihnen gar nicht mehr auf und haben sich daran gewöhnt. Das war dieselbe 48-Frame-Rate wie der ganze Rest der Vorstellung. Ich frage mich, ob sie in dieser Szene nicht doch in die Geschichte eingestiegen sind, die Dialoge verfolgt haben und endlich im Film angekommen sind", so Jackson.

Trotz der gespaltenen Reaktionen haben Jackson und Warner Bros. ihre wichtigste Unterstützung, um die Technik in die Zuschauersäle zu bekommen, nicht verloren. Die wichtigen Aussteller bleiben Jackson treu und wollen der Technik zumindest eine Chance geben, nicht zuletzt, weil Peter Jackson als innovativer Filmemacher gilt. Amy Miles von Regal Entertainment Group hofft, zwischen 2.500 und 2.700 3D-Projektoren auf 48 Frames per Second umrüsten zu können. Sie erkennt das Potenzial dieser Technik: "Am Ende des Tages müssen wir alles getan haben, um diese Erfahrungslücke bei den Zuschauern zu schließen. Diese ist die Lücke, die zwischen Kinoerfahrung und dem, was man zu Hause hat, entstehen muss. Diese Option müssen wir unseren Zuschauern bieten. Denn an ihnen liegt es, ob sich diese Technik letztlich durchsetzen wird."

Um noch mehr Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, muss man wissen, dass das meiste gezeigte Material noch nicht durch die Postproduktion gegangen ist. Die Wirkung dieses Rohmaterials darf nicht verwechselt werden mit der Wirkung eines fertigem Films, im dem Farbkorrekturen angewendet und visuelle Effekte eingepasst wurden.

DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE kommt am 13.12.2012 in die Kinos, und wird aller Voraussicht nach in sechs verschiedenen Formaten zu sehen sein: 3D, 2D und IMAX-3D, jeweils in traditionellen 24-FSP und in der neuen 48-FSP-Variante.

- Diskutiert in unserem Forum über die neue Technik.

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