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Tierschutz-Vorwürfe gegen HOBBIT-Produktion

; Quelle: diverse

Ein Tierbetreuer der HOBBIT-Film-Produktion hat jetzt schwere Vorwürfe gegen die Produktionsfirma 3Foot7 Ltd. erhoben. Durch die unqualifiziert Betreuung und Unterbringung seien viele Tiere während der Dreharbeiten zu Tode gekommen.

Mehrere neuseeländische Tageszeitungen, darunter die Porirua-News, berichteten heute von den Protesten des Tierbetreuers John Smythe, der von November 2010 bis Oktober 2011 für Peter Jacksons Produktionsfirma gearbeitet hatte. Smythe hatte sich während seiner Arbeitszeit mehrfach über die unangemessene Tierhaltung während der Dreharbeiten beschwert und war daraufhin gefeuert worden. Während seiner Arbeitszeit, so erklärte Smythe den Journalisten, seien insgesamt drei Pferde, sechs Schafe, drei Ziegen und 10 Hühner durch falsche Tierhaltung zu Tode gekommen.

Besonders getroffen hatte den Pferdespezialisten der Tod der drei Pferde. So habe man beispielsweise das Pony Rainbow im Februar 2011 trotz der Warnungen des Experten zusammen mit einigen nervösen Wallachen in einen Stall gesperrt. "Wir haben protestiert, aber uns wurde gesagt, wir sollten gefälligst unseren Job tun", so Smythe. Am morgen darauf fand die Crew nur noch das zu Tode getretene Tier. Ein anderes Pferd namens Claire wurde auf einer Koppel gehalten auf der sich ein steiler Abhang mit einem Fluss befand. Zwei Tage später haben man das Pferd ertrunken im Fluss gefunden. Das Pferd Zeppelin starb nach der Fütterung mit Getreidefutter qualvoll an einer Kolik.

Vor allem die Inkompetenz der Film-Crew habe die Tode verursacht, so der Vorwurf. Man habe beispielsweise die Hühner über Nacht einfach draußen auf der Weide gelassen, wo sie von einem streunenden Hund getötet wurden. Smythe fordert nun eine lückenlose Aufklärung dieser Fälle.

Auf Nachfrage bei der Produktionsfirma wurden die Tode der Tiere weder bestätigt noch verneint. 3Foot7-Pressesprecherin Ceris Price erklärte aber, dass man bei allen Tier-Aufnahmen eng mit der American Humane Association zusammen arbeiten würde, die das Wohlergehen der Tiere streng überwachen würde. Außerdem arbeite man auch mit lokalen Tierärzten zusammen, um die Gesundheit der Tiere sicherzustellen.

Es ist nicht das erste Mal, das Peter Jacksons Produktionsfirma mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird. Bereits bei den Dreharbeiten zu DER HERR DER RINGE gab es unzählige Vorwürfe wegen Tierquälerei. Peter Jackson musste sich 2002 sogar vor Gericht verantworten, allerdings entschieden die Richter, dass alle Tierschutzmaßnahme eingehalten worden seien. Laut den Abschlussberichten der American Human Association (AHA) seien bei den Dreharbeiten zu DER HERR DER RINGE zwar auch einige Pferde zu Tode gekommen, es konnte aber nicht abschließend geklärt werden, ob die Tode in direktem Zusammenhang mit der Produktion standen. Außerdem wurde seinerzeit kritisiert, dass einige Pferde mit Elektroschock-Halsbändern trainiert worden seien. Der im DIE GEFÄHRTEN Abspann genannte Passus "No animal was abused, ill treated or neglected in the making of the movie." sei ohne die Genehmigung der AHA verwendet worden. Die AHA stufte damals die Tierschutzmaßnahmen während der HERR DER RINGE Dreharbeiten als "fragwürdig" ein.

UPDATE:

Mittlerweile hat sich auch die AHA zu den Vorwürfen geäußert. In einem offiziellen Statement heißt es:

Die Dreharbeiten zum Hobbit im Jahr 2011 wurden von einem unserer zertifizierten Mitarbeiter überwacht, um das Wohl von Menschen und Tieren sicher zu stellen. ... Keins der erwähnten Tiere starb während der Dreharbeiten oder war als Tier-Darsteller im Einsatz als die Vorfälle passierten. ... unsere strengen Richtlinien für den sicheren Einsatz von Tieren bei Dreharbeiten wurden ohne Ausnahme während der gesamten Produktion eingehalten.

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